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Krankenkassenschulden häufen sich

Immer mehr Jugendliche erhalten zum 18. Geburtstag von ihre Eltern einen Schuldenberg, wegen nicht bezahlter Prämien, übertragen.

Wegen Krankenkassen-Schulden suchen immer mehr Jugendliche Rat bei Fachstellen für Schuldenfragen. In der Regel setzen die Eltern ihre Kinder nicht darüber in Kenntnis, dass sie die Prämien nicht bezahlt haben. Bereits jetzt wurden schon dutzende von Fällen vermerkt, die Dunkelziffer ist jedoch noch einiges höher.

Gemäss Bundesgericht besteht eine selbstständige Prämienpflicht des Kindes. Zwar müssen aufgrund der Unterhaltspflicht die Eltern dessen Krankenkassenprämien bezahlen. Schuldner bleibt aber das Kind.

Viele Fachleute fordern, dass die Krankenkassenprämien direkt vom Lohn abgezogen werden. So könne eine Verschuldung im Vornherein von allen Prämienzahlern verhindert werden. Ebenfalls sollten Jugendliche für Krankenkassenschulden, die von ihren Eltern verursacht wurden, nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können

Eine Motion, dass die Die Krankenkasse-Schulden, die bis zum 18. Altersjahr entstanden sind,  bei den Eltern verbleiben sollten, wurde beim Parlament eingereicht. Der Vorstoss wurde von 23 Nationalräten unterzeichnet. Der Bundesrat lehnt die Motion allerdings ab. Die Begründung lautet wie folgt: „Werde es den Krankenversicherungen untersagt, Versicherte aus der Zeit ihrer Minderjährigkeit zu betreiben, so könnten auch solche jungen Erwachsene nicht belangt werden, die über genügend finanzielle Mittel verfügten, so deren Begründung.“

Im Kanton Aargau steigen die Prämien 2018 um 3,1%

Im Kanton Aargau beläuft sich der Aufschlag in der obligatorischen Krankenversicherung im Schnitt auf 3,1% für Erwachsene. Damit liegt er unter dem schweizweiten Durchschnittsaufschlag von 4%. Die Durchschnittsprämie für das Standardmodell mit der Minimalfranchise von 300 Franken inklusive Unfalleinschluss beträgt neu 430,2 Franken. 2017 waren es 417,4 Franken.

Die Prämien für Kinder und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 26 Jahren steigen um 3,5% an.

Den höchsten Aufschlag haben mit je 12% die Krankenkassen Steffisburg und Sumiswalder sowie die SLKK. Das günstigste Angebot hat die Agrisano, das teuerste die Kolping. Wer von der teuersten zur billigsten Kasse wechselt, spart beim Standardmodell aufs ganze Jahr hochgerechnet 1’502 Franken. Es lohnt sich also abzuklären, wie viel weniger du nach einem Kassenwechsel zahlen musst.

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Kündigung Zusatzversicherung

Kündigung Zusatzversicherung

Kündigungsfristen bei einer Prämienerhöhung:

Die Kündigungsfristen sind von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden. Es gelten die Bestimmungen in den Versicherungsbedingungen. Bei einer Prämienerhöhung infolge eines Wechsels in eine höhere Altersgruppe ist eine Kündigung ebenfalls möglich.

Kündigungsfristen bei einer unveränderten Prämie:

Die Kündigungsfristen für die Zusatzversicherungen sind verschieden. Gewisse Zusatzversicherungen haben eine mehrjährige Mindestlaufzeit und eine Kündigungsfrist von sechs Monaten. Auch hier sollte der Versicherte die Versicherungsbedingungen durchlesen.

WICHTIG!

Kündige deine alte Zusatzversicherung erst, wenn von der neuen Kasse eine vorbehaltlose Aufnahmebestätigung vorliegt!

Kündigung Grundversicherung

Kündigung Grundversicherung

Versicherungswechsel per 1. Januar:

Die Grundversicherung kann bis am 30. November gekündigt werden. Wichtig ist, dass die Kündigung vor Ablauf der Kündigungsfrist bei der Krankenkassen eintrifft. Nicht der Poststempel der Kündigung ist massgebend, sondern das Datum, an welchem der Versicherer die Kündigung erhält. Eine eingeschriebene Kündigung gilt dann als zugestellt, wenn sie auf der Post abgeholt wird. Da es oft zu Verzögerungen kommt sollte der Versicherte bis spätestens Mitte November Kündigen.

Versicherungswechsel per 1. Juli:

Wer über eine Grundversicherung mit einer ordentlichen Franchise und freier Wahl des Leistungserbringers verfügt, kann seine Krankenversicherung auf den 30. Juni kündigen. Jedoch hat man in diesem Fall eine 3-Monatige Kündigungsfrist. Die Kündigung muss bis spätestens 31. März bei der Krankenkasse eintreffen.

Ein Versicherungswechsel in der Jahresmitte ist nicht möglich, wer eine Grundversicherung mit einer höheren Franchise oder mit einer eingeschränkten Wahl des Leistungserbringers abgeschlossen hat.

Fitnessarmbänder Prämienrabatt Falle

Einige Experten warnen vor den Angeboten von Krankenkassen, welche Träger und Trägerinnen von Fitnessarmbändern mit einem Prämienrabatt anlocken. Die Kunden geben mehr persönliche Daten preis als ihnen tatsächlich bewusst ist. Die Angebote, welche die Versicherten zu mehr Bewegung motivieren sollten sind trügerisch.  Denn mit Fitnessarmbändern ist eine Überwachung der Gesundheitsdaten wie Puls, Schlaf Rhythmus oder die Anzahl Schritte möglich.

Solche Angebote seien der Anfang eines neuen Bonus-Malus-System in der Grundversicherungen. Die Prämien würden dann nach den Risiken der einzelnen Versicherten bemessen. Das Grundprinzip der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken in der Grundversicherung werde es in einem solchen System nicht mehr geben

Spartipps für deine Krankenkassenprämie

Angebote der Krankenkassen vergleichen

Zuerst sollte man bei anerkannten Online Portalen die verschiedenen Angebote der Krankenkassen vergleichen. Es werden schnell starke Unterschiede zwischen den einzelnen Krankenkassen sichtbar und man erkennt schnell seine Sparmöglichkeiten.

Kundenzufriedenheit

Nicht nur der Preis sollte bei der Wahl einer Krankenkasse entscheidend sein. Eine wichtige Rolle spielt auch die Kundenzufriedenheit. Gerade bei chronischen Krankheiten oder wenn der Versicherte hohe Ausgaben für Medikamente hat ist es wichtig, dass der Service der Krankenkasse stimmt. In so einem Fall sollte man nicht zu einer Billig-Krankenkasse wechseln.

Sparmodelle prüfen

Unbedingt sein aktuelles Sparmodell überprüfen. Es gibt die Modelle Telmed, Hausarzt oder HMO. Die verschiedenen Modelle wurden bereits in einem Beitrag erklärt. Je nach Sparmodell kann man bis zu 25% Prämien sparen!

Franchise überprüfen

Ebenfalls sollte sich der Versicherte über seine Franchisen Gedanken machen. Nur die Franchisen von 300.- und 2’500.- zahlen sich aus. Die tiefste Franchise eignet sich für Versicherte mit sehr hohen Gesundheitskosten und die 2500 Franken werden bei geringen Gesundheitskosten empfohlen.

Keine doppelte Unfallversicherung

Auch die Streichung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse, wenn man vom Arbeitgeber versichert ist, gehört zu einer weiteren möglichen Sparmassnahme

Prämienverbilligungen beantragen

Als Versicherter sollte man unbedingt die Prämienverbilligung beantragen. Die Verbilligungen können bis zu 2000 Fr. pro Jahr und mehr ausmachen.

Rabatte der Krankenkassen

Zudem gilt es zu prüfen, ob Krankenkassen Rabatte anbieten, wenn man die Prämienrechnung vorauszahlt.

Krankenkasse einfach erklärt

Krankenkasse einfach erklärt!

In der Schweiz gibt es zwei Arten von Krankenversicherungen:

– Die obligatorische Grundversicherung (gesetzlich gesamtschweizerisch definierte Leistungen). Die gesetzlichen Grundlagen dafür sind im Krankenversicherungsgesetz (KVG) festgehalten und in den Verordnungen zu den Gesetzen präzisiert.

– Die freiwilligen Zusatzversicherungen zur Grundversicherung mit erweiterten Leistungen. Diese Vertragsverhältnisse unterstehen dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und der freien Vertragsgestaltung im Rahmen dieses Gesetzes.

Versicherungspflicht

Du musst dich insbesondere versichern:

– Wenn du in der Schweiz wohnhaft bist (unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit). Jedes Familienmitglied muss versichert sein, Erwachsene ebenso wie Kinder (es gibt keine Familien-versicherung).

– Wenn du über eine Aufenthaltsbewilligung von drei Monaten oder länger verfügst.

– Wenn du für kurze Zeit (weniger als drei Monate) in der Schweiz arbeiten und der Versicherungsschutz nicht demjenigen der schweizerischen Krankenversicherung entspricht.

– Wenn du als Schweizerin/Schweizer oder als EU/EFTA-Staatsangehörige/r in der Schweiz erwerbstätig bist und in einem EU-Mitgliedstaat, in Island oder Norwegen wohnst. Dies gilt auch für deine nichterwerbstätigen Familienangehörigen.

– Wenn du als Schweizerin/Schweizer oder als EU/EFTA-Staatsangehörige/r ausschliesslich eine Rente aus der Schweiz beziehst und in einem EU-Mitgliedstaat, in Island oder Norwegen wohnst. Dies gilt auch für deine nichterwerbstätigen Familienangehörigen.

– Wenn du eine Arbeitslosenentschädigung aus der Schweiz beziehst und dich zur Arbeitssuche für drei Monate in einen EU/EFTA-Mitgliedstaat begibst.

Versicherungsmodelle

Der Versicherer kann bei der Grundversicherung ein individuelles Modell wählen und kann dadurch von einer Prämienreduktion profitieren:

– HMO
– TelMedizin
– Hausarztmodell

Mit dem richtigen Grundversicherungsmodell kannst du pro Jahr über 900.- sparen. Vergleichen lohnt sich also!

Krankenkassen Modelle

Es gibt verschiedene Krankenkassen-Modelle, mit denen man bei der monatlichen Prämie sparen kann.

Das Hausarzt-Modell

Beim Hausarzt-Modell verzichtet der Patient auf die freie Arztwahl und verpflichten sich immer zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Dieser überweist den Versicherten, wenn nötig, zum Spezialisten. Von dieser Regel ausgenommen sind Notfälle, jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen und die Kontrolle beim Augenarzt. Die Versicherten schränken Ihre Arztwahl damit ein wenig ein. Das Modell bietet jedoch eine gute medizinische Versorgung und ist effizient. Die Prämienersparnis beträgt bis zu 20 Prozent.

Das HMO

Beim Krankenkassen-Modell HMO muss der Versicherte, immer zuerst das von der Krankenkasse vorgeschlagene Gesundheitszentrum aufsuchen. In diesem Gesundheitszentrum arbeiten Allgemeinärzte, Therapeuten, Physiotherapeuten etc.. De Prämienersparnis beträgt bei diesem Modell bis zu 25 Prozent.

Telemed-Modell

Bei diesem Modell muss sich der Versicherte bei gesundheitlichen Problemen vor dem Arztbesuch an eine telefonische Beratungsstelle wenden. Von medizinischen Fachpersonen erhaltet dieser dann eine kompetente Beratung. Bei Bedarf kann die Beratungsstelle den Versicherten auch überweisen. Wie auch beim Hausarzt Modell sind Notfälle, jährliche gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen und die Kontrolle beim Augenarzt ausgeschlossen.

Trotz Prämienerhöhung sparen

Im Durchschnitt zahlen wir im Jahr 2018 ca. 156 Franken mehr Prämien. Mit einem Krankenkassenwechsel kann der Versicherte trotz Prämienerhöhung im Durchschnitt über 450 Franken sparen. Mit einem Wechsel zu einem günstigeren Sparmodell wäre sogar eine Ersparnis von 735 pro Person möglich. Folgende Sparmodelle gibt es:

  • Telemed-Modell
  •  HMO-Modell
  • Apotheken- oder Hausarzt-Modelle

 

Auch die Streichung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse, wenn man vom Arbeitgeber versichert ist, gehört zu einer weiteren möglichen Sparmassnahme. Ebenfalls sollte sich der Versicherte über seine Franchisen Gedanken machen, denn nur die Franchisen von 300.- und 2’500.- zahlen sich aus. Die tiefste Franchise eignet sich für Versicherte mit sehr hohen Gesundheitskosten und die 2500 Franken werden bei geringen Gesundheitskosten empfohlen.

Mit einem Anbieter, Modell- und Franchisen-Wechsel kann man also nicht nur die Prämienerhöhung umgehen, sondern noch weniger bezahlen als im vorherigen Jahr.