Was übernimmt die Krankenkasse bei Schwangerschaft?

Was übernimt die Krankenkasse bei Schwangerschaft?

Informationen über die Schwangerschaft!

Bist du schwanger? Erfahre jetzt was die Krankenkasse bezahlt!

Bei einer Schwangerschaft werden dir die Kosten der Vorsorgeuntersuchung, Geburt, Nachkontrolle und Stillberatung von der Krankenkasse bezahlt. Zudem gibt es für dich keine Kostenbeteiligung, das heisst du zahlst weder Franchise noch Selbstbehalt. Die Kosten werden für die Geburt im Spital, im Geburtshaus oder für die Hausgeburt übernommen. Die Vorsorgeuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, Fruchtwasseruntersuchungen und die Plazentauntersuchungen werden ebenfalls bezahlt.

Seit dem 1. März 2014 müssen Frauen bei einer Krankheit während der Mutterschaft ab der 13. Schwangerschaftswoche bis acht Wochen nach der Schwangerschaft keine Kostenbeteiligungen mehr bezahlen. Wenn während der ersten bis Ende der zwölften Schwangerschaftswoche Komplikationen auftreten gelten sie als Krankheit. Somit besteht eine Kostenbeteiligung in diesem Zeitraum.

Die Deckung der Kosten solltest du mit deiner Krankenkasse abklären, falls das gewählte Spital oder das Geburtshaus nicht auf der Liste des Wohnsitzkantons steht.

Wenn du noch an Geburtsvorbereitungskursen interessiert bist, beteiligt sich die Krankenkasse, sofern die Teilnehmerinnen von einer Hebamme geleitet werden.

Krankenkasse Modelle der Schweiz

Krankenkassen-Modelle

Lerne alle Krankenkassen-Modelle kennen!

In der Schweiz kennen wir vier verschiedene Krankenkasse-Modelle, jede davon hat Vor- und Nachteile, die man berücksichtigen muss. Die Krankenkassenprämien steigen jährlich, um diese Steigerung zu umgehen, soll man sich für das ideale Modell entscheiden. Das Modell kannst du jederzeit wechseln, falls du mit dem jetzigen unzufrieden bist.

Kennst du die Eigenschaften der einzelnen Modelle nicht? Dann kannst du jetzt mitlesen…

Standard-Grundversicherung

Das ist die obligatorische Krankenpflege-Versicherung. Diese wird mit den identischen Leistungen von allen Krankenkassen angeboten. Die Arztauswahl darf man selber bestimmen.

Hausarztmodell

Bei dem Hausarztmodell verzichtet der Versicherte auf eine freie Arztwahl. In einem Krankheitsfall muss er sich also immer an den festen Hausarzt wenden. Diese Pflicht muss man jedoch bei Notfällen, Gynäkologische Untersuchungen und bei der Kontrolle bei dem Augenarzt nicht zwingend berücksichtigen.

Dem Versicherten werden von der Krankenkasse verschieden Ärzte zur Auswahl gestellt. Der gewählte Hausarzt ist somit für den Versicherten verantwortlich. Falls es medizinisch erforderlich ist, wird der Versicherte vom Hausarzt zu einem Spezialisten weitergeleitet.

HMO

Ausgeschrieben bedeutet HMO „Health Maintenance Organization“ und auf Deutsch „Gesundheitserhaltungsorganisation“.

Bei diesem Krankheitsversicherungsmodell wird wie bei dem Hausarztmodell vorgegangen, demgemäss wird bei diesem Modell die Arztauswahl ebenfalls vorgewiesen. Dieser Hausarzt ist ein so genannter „Gatekeeper“, übersetzt bedeutet Gatekeeper „Türsteher“. Der Begriff definiert die Aufgabe des Hausarztes. Im Falle der Fälle muss sich der Patient an den Gatekeeper wenden. Diese Formulierung wird im Hausarzt- und HMO-Modell häufig angewendet.

Alle internen Leistungen bei Spezialärzten oder Spitalaufenthalten werden von dem monatlichen Pauschal bezahlt, die der Versicherte für die medizinische Versorgung des Arztes auszahlen muss.

Würde es zu einem Notfall kommen, muss sich der Versicherte zuerst bei dem Hausarzt melden. Falls der Arzt nicht erreichbar ist oder der Versicherte befindet sich nicht am Wohn- oder Arbeitsort, sucht er den nächsten Notfallarzt auf. Nach der Untersuchung muss dann aber der HMO-Arzt informiert werden und dieser entscheidet wie es weiter geht.

Telmed

Bei dem Auftreten einer Krankheit informiert sich der Versicherte zuerst telefonisch bei einer Beratungsstelle, noch vor dem Arztbesuch. Am anderen Ende der Telefon Leitung teilt die medizinische Fachperson dem Versicherten mit, wie dieser sich verhalten soll oder leitet den Patienten an einen Arzt, Spital oder Therapeuten weiter.

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Franchise und Selbstbehalt

Krankenkasse Tipps

Gezielt sparen!

Die Franchise, bzw. der Selbstbehalt, hat einen grossen Einfluss auf deine Prämie. Doch worum geht es eigentlich bei der Franchise oder dem Selbstbehalt? Wir haben dir die wichtigsten Fakten zusammengefasst, damit du die optimale Entscheidung treffen kannst.

Die ersten Kosten für Arzt, Spital oder Medikamente müssen in jedem Kalenderjahr von dem Versicherten selbst übernommen werden. Diese Zahlung nennt man Jahresfranchise.

Ab dem 19. Lebensjahr gilt eine gesetzliche Franchise von mindestens 300 Franken und maximal 2500 Franken. Bei Personen bis 18 Jahre besteht keine Franchise.

Zu Beginn des Jahres ist eine Senkung oder Erhöhung von der Franchise möglich. Desto höher die Franchise, desto tiefer die Prämie.