Trotz Prämienerhöhung sparen

Im Durchschnitt zahlen wir im Jahr 2018 ca. 156 Franken mehr Prämien. Mit einem Krankenkassenwechsel kann der Versicherte trotz Prämienerhöhung im Durchschnitt über 450 Franken sparen. Mit einem Wechsel zu einem günstigeren Sparmodell wäre sogar eine Ersparnis von 735 pro Person möglich. Folgende Sparmodelle gibt es:

  • Telemed-Modell
  •  HMO-Modell
  • Apotheken- oder Hausarzt-Modelle

 

Auch die Streichung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse, wenn man vom Arbeitgeber versichert ist, gehört zu einer weiteren möglichen Sparmassnahme. Ebenfalls sollte sich der Versicherte über seine Franchisen Gedanken machen, denn nur die Franchisen von 300.- und 2’500.- zahlen sich aus. Die tiefste Franchise eignet sich für Versicherte mit sehr hohen Gesundheitskosten und die 2500 Franken werden bei geringen Gesundheitskosten empfohlen.

Mit einem Anbieter, Modell- und Franchisen-Wechsel kann man also nicht nur die Prämienerhöhung umgehen, sondern noch weniger bezahlen als im vorherigen Jahr.

Krankenkassenprämien steigen weiter an

Heute berichtete Bundesrat Alain Berset, über die Krankenkassenprämien Erhöhung. Die Standardprämien steigen durchschnittlich um 4% Prozent.

Am Limit sind nicht nur die Krankenkassen, sondern auch die Prämienzahler. Zu über 60 Prozent werden diese Kosten direkt von den Schweizer Bürgern bezahlt. Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996 haben sich die Prämien verdoppelt.

Es gibt viele Gründe, weshalb die Prämien immer weiter steigen. Die grössten Kostentenpunkte im Gesundheitswesen sind das Personal und die Medikamente. Es werden immer mehr Medikamente verkauft und trotz Sparbemühungen wuchs das Beschäftigungswachstum um 40%. Ein weiteren Grund ist, dass die Lebenserwartung steigt und daher auch die Pflegekosten.

Der Staat bemüht sich um Sparmassnahmen, jedoch sind diese ohne die Zusammenarbeit mit den Ärzten nur sehr schwer umsetzbar.  Einige Kantone, haben eine Liste mit Eingriffen veröffentlicht, welche in der Zukunft nur noch ambulant durchgeführt werden sollen. Viele Ärzte halten sich jedoch nicht daran und untergraben diese Bemühungen. Für viele Ärzte bedeuten nämlich diese Sparmassnahmen auch finanzielle Einbussen.

Krankenkassenleitsung bei einer Schwangerschaft

Krankenkassen-Leistung für Schwangere

Bei einer Schwangerschaft bezahlt die Krankenkasse die Kosten der Kontrolluntersuchungen, Geburt, Nachkontrolle und Stillberatung. Für die Schwangere gibt es keine Kostenbeteiligung.  Das heisst, man zahlt weder Franchise noch Selbstbehalt oder Spitalbeitrag. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Geburt im Spital, im Geburtshaus oder für die Hausgeburt vollumfänglich. Zu den bezahlten Kontrolluntersuchungen gehören Ultraschalluntersuchungen sowie die Abklärung des Ersttrimestertest und der nicht-invasive Pränatal-Test (NIPT). Liegt ein erhöhtes Risiko vor, werden die Fruchtwasseruntersuchung und die Plazentauntersuchung vergütet. Du kannst deine Krankenkasse wechseln, sollte diese die genannten Leistungen nicht decken.

Der Spitalaufenthalt von Baby und Mutter wird von der Krankenkasse der Mutter übernommen, ebenfalls ohne Franchise, Selbstbehalt oder Spitalbeitrag. Wenn das Neugeborene jedoch eine Spitalbehandlung aufgrund von einer Krankheit benötigt, zahlt die Krankenkasse des Kindes und es fällt die Kostenbeteiligung des Selbstbehalts an.

Zu beachten gilt:

  • Frauen müssen sich ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis acht Wochen nach der Geburt bei Komplikationen oder Krankheit nicht an den Behandlungskosten beteiligen.
  • Komplikationen während der ersten bis Ende der zwölften Schwangerschaftswoche gelten weiterhin als Krankheit. Die Kostenbeteiligung bleibt während diesem Zeitraum der Schwangerschaft bestehen.
  • Wenn das Spital oder das Geburtshaus nicht auf der Liste des Wohnsitzkantons stehen, sollte die Deckung der Kosten mit der Krankenkasse überprüft werden.
  • Die Krankenversicherung beteiligt sich nur an den Kosten für Geburtsvorbereitungskurse wenn diese von einer Hebamme durchgeführt werden.

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Wie kann ich das Versicherungsmodell wechseln?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Oftmals lohnt es sich, das Modell zu wechseln.

Das Krankenversicherungssystem besteht bekanntlich aus der Krankenkassen Grundversicherung sowie der Zusatzversicherung. Zusatzversicherungen sind freiwillig und  je nach Bedürfnis frei wählbar. Doch auch bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es genügend Komponenten, welche einen Unterschied machen (Alter, Wohnort, Höhe der Franchise etc.). Zudem gibt es diverse Versicherungsmodelle.

Da sich im Laufe des Lebens die Bedürfnisse an die Leistungen der Krankenversicherung ändern, ist es sinnvoll, die Krankenkasse regelmässig zu überprüfen und allenfalls das Modell zu wechseln. Dies, damit man nur für die Leistungen bezahlt, die man wirklich benötigt. Um das Versicherungsmodell der Grundversicherung per Anfang Jahr am 1. Januar zu wechseln, muss man dies seiner Krankenkasse in der Regel bis zum 30. November schriftlich mitteilen. Unterjährige Wechsel sind teilweise möglich, zum Beispiel bei einem Wechsel bestimmter Modelle oder bei einer Änderung des Wohnortes. Bei den Zusatzversicherungen ist eine Reduktion oder Kündigung per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen je nach Prämienhöhe 1 bis 3 Monate.

Möchte man die Vesicherungsdeckung generell heraufsetzen, ist dies per Anfang des nächsten Monats möglich. Geht es um eine Herabsetzung, beträgt die Frist drei Monate.

Wieso werden Prämien jedes Jahr teurer?

Solange die Kosten steigen, werden auch die Prämien erhöht.

Die steigenden Prämienkosten sind das ganze Jahr über ein präsentes Thema. Vor allem auch deshalb, weil die Krankenversicherung für jeden obligatorisch ist und einen hohen Kostenpunkt darstellt. Die Kosten bleiben dabei nicht konstant, sondern wachsen gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG jährlich durchschnittlich um 4 Prozent. Hierbei muss man erwähnen, dass dies nicht zu aussagekräftig ist, da niemand eine Durschnittsprämie bezahlt. Die Erhöhung variiert in den einzelnen Kantonen stark und beträgt zwischen 0 bis über 20 Prozent.

Doch weshalb ist das so? Wieso müssen wir immer mehr für unsere Prämien bezahlen?

Die Prämienzahlungen der einzelnen Personen werden dazu verwendet, die Kosten der medizinischen Leistungen der Grundversicherung zu decken. Das beinhaltet Arztbesuche, Spitalaufenthalte, Medikamente und Pflege. Da die jährlichen Ausgaben der Krankenkasse markant ansteigen, werden wiederum die Prämien erhöht. Grund für den Anstieg sind eine stärkere Nutzung seitens der Versicherten, komplexere und teurere Behandlungsmethoden sowie häufigere Behandlungen im Spital. Fakt ist: Solange diese Kosten steigen, müssen auch die Prämien erhöht werden.

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Wie versichere ich mich als Grenzgänger?

Grenzgänger unsterstehen einer Krankenversicherungspflicht.

Es ist klar dass jeder, der in der Schweiz wohnhaft ist, eine Krankenkassen Grundversicherung abschliessen muss. Doch was ist mit jenen, die nicht in der Schweiz wohnen aber hier erwerbstätig sind?

Seit dem Inkrafttreten der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und den EU/EFTA Staaten untersteht jeder, der in der Schweiz einer Erwebstätigkeit nachgeht, grundsätzlich der Krankenversicherungspflicht. Dies nennt man Erwerbsortprinzip. Dasselbe gilt für Nicht erwerbstätige Familienangehörige, die sich ebenfalls in dem Staat gegen Krankheit versichern lassen müssen, in dem der Erwerbstätige arbeitet. Bei der Krankenkassen Versicherung für Grenzgänger gelten die gleichen Bedingungen wie für Schweizer Bürger. So herrschen die üblichen Kündigungsfristen sowie das Recht auf eine Individuelle Prämienverbilligung. Zuständig ist der Kanton, in dem man arbeitet. Wenn man behandelt werden muss, können Grenzgänger und ihre nicht erwerbstätigen Familienangehörige selber wählen, ob sie sich in der Schweiz oder in ihrem Wohnland behandeln lassen. Im Wohnsitzland gelten dann die dortigen gesetzlichen Pflichtleistungen und Kostenbeteiligungen.

Personen, die in Österreich, Deutschland, Italien oder Frankreich wohnen, sind von den Regelungen weitgehend befreit. Das heisst, dass sie ein „Optionsrecht“ haben. Somit dürfen sie wählen, ob sie sich in der Schweiz oder trotzdem in ihrem Wohnland versichern lassen möchten. So müssen jene Erwebstätige innerhalb 3 Monate nach Arbeitsbeginn eine Schweizer Krankenkasse wählen oder ein Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht bei der zuständigen Behörde einreichen.

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Warum gibt es unterschiedliche Prämien für dieselbe Leistung?

Je grösser die Gesundheitskosten in der Region, desto höher die Prämie.

Der Kern der Grundversicherung ist der, dass bei jeder Krankenkasse, egal aus welchem Kanton oder welcher Region, dieselben Leistungen angeboten werden. Dennoch unterscheidet sich die Höhe der Prämien. Doch warum sind die Prämienkosten je nach Ort unterschiedlich, obwohl die Leistung überall dieselbe bleibt?

Wer zum Beispiel im Kanton Genf wohnt zahlt mehr, als jemand der im Kanton Appenzell Innerhoden wohnt. Das mag auf den ersten Blick unfair erscheinen. Doch der Grund dafür ist die Kostenstruktur. Denn die Versicherten verursachen je nach Wohnsitz unterschiedlich hohe Kosten, was wiederum in unterschiedlichen Prämien resultiert. So stuft jeder Krankenversicherer die Prämien nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden ab. Dies nicht nur kantonal, sondern auch regional. Diese Prämienregionen werden vom Bundesrat einheitlich festgelegt. Je höher beispielsweise die Ärzte- und Apothekendichte in einer Region, desto höher sind die Gesundheitskosten und somit die Prämien für die jeweiligen Versicherten.

Wieso werden Neugeborene versichert?

Es ist sehr wichtig, Babys noch vor der Geburt zu versichern.

Viele Eltern die ein Kind erwarten, stehen vor einigen Herausforderungen: Nicht nur persönlich, sondern auch administrativ. Ein sehr wichtiger Punkt sind die Krankenversicherungen. Es stellen sich einige Fragen: Wie versichere ich mein Baby? Wieso soll ich es bereits vor der Geburt anmelden?

Da die Krankenkassen Grundversicherung in der Schweiz für alle obligatorisch ist, müssen auch Neugeborene schnellstmöglich angemeldet werden, spästestens aber 3 Monate nach der Geburt. Es ist jedoch zu empfehlen, das Baby noch vor der Geburt zu versichern. Der Sinn dieser vorgeburtlichen Anmeldung liegt darin, dem Neugeborenen einen optimalen und bestmöglichsten Versicherungsschutz zu gewähren, vor allem mit Zusatzversicherungen. So werden auch Kinder, die mit einem Leiden auf die Welt kommen umfassend geschützt. Wird die Versicherung nämlich nicht vorgeburtlich abgeschlossen, wird zunächst eine Risikoprüfung vorgenommen. So kann es sein, dass die Krankenkasse die Zusatzversicherung ablehnt und das Baby nicht aufgenommen wird. Dies kann hohe Kosten verursachen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Versicherung für das Baby noch vor der Geburt abzuschliessen.

Wieso braucht man eine Zusatzversicherung?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Viele stellen sich die Frage: Benötig man die Zusatzversicherung?

Dass ein Abschluss einer Krankenversicherung obligatorisch ist, ist in der Schweiz klar. Doch zwingend ist lediglich der Abschluss einer Grundversicherung. Die darin inbegriffenen Leistungen sind gesetzlich geregelt und daher bei jeder Krankenkasse gleich. Dennoch unterscheiden sich Zusatzversicherungen preislich, wobei es sich gelegentlich lohnt, Preise zu vergleichen und die Krankenkasse zu wechseln.

Sogenannte Zusatzversicherungen gibt es in Form zahlreicher kleiner ambulanter Versicherungen. Ein Abschluss ist freiwillig. Viele Versicherte stellen sich daher eine Frage: Benötigt man eine Zusatzversicherung? Das muss jeder selbst abwägen und entscheiden. Grundsätzlich ist es aber für Viele nicht notwendig eine abzuschliessen. Doch es gibt einige Ausnahmen. Zum Beispiel eine Zusatzversicherung für den Zahnarzt, die vor allem bei Kindern sehr sinnvoll sein kann. Oder auch für Personen, die bei einem Spitalaufenthalt ein eigenes Zimmer möchten ist es angebracht, eine Zusatzversicherung für ein halbprivates oder privates Zimmer abzuschliessen. Des weiteren gibt es Zusatzversicherungen für Auslandsreisen, Komplementärmedizin, bei einer Brille etc.

Bei der Zusatzversicherung muss die Krankenkasse im Gegensatz zu der Grundversicherung nicht jede Person annehmen. So haben „Risikogruppen“, wie beispielsweise ältere Personen, bereits schwer Kranke oder Raucher schlechtere Chancen. Wird eine Zusatzversicherungen angenommen, bieten manche Krankenkassen dann Vergünstigungen, wenn der Versicherte beide Versicherungen bei ihnen abschliesst.

Kostenbeteiligung – Welche Kosten muss ich selber tragen?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Welche Kosten müssen Versicherte bei der Grundversicherung selber tragen?

Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) schreibt bei der Krankenkassen Grundversicherung alle rechtlichen Grundlagen vor. So auch die Kostenbeteiligung. Die Kostenbeteiligung setzt sich aus drei Faktoren zusammen: Der wählbaren Franchise, dem gesetzlich geregelten Selbstbehalt und dem Spitalkostenbeitrag. Dabei gilt dies nicht nur für Kosten bei  Krankheit, sondern auch bei Unfall. Die Kostenbeteiligung gilt für ein Kalenderjahr.

So werden zu Beginn alle medizinischen Kosten für Medikamente, Arzbesuche und Spitalaufenthalte so lange vollumfänglich selbst beglichen, bis die gewählte Franchise erreicht ist. Diese beläuft sich auf 300 Franken bis zu 2’500 Franken pro Jahr und kann stets per Ende Jahr geändert werden.

Ab Erreichen der Franchise müssen Erwachsene 10% der Rechnung selber tragen. Die restlichen 90% trägt die Krankenkasse.  Es gibt jedoch einen maximalen Selbstbehalt, der 700 Franken beträgt. Wenn dieser erreicht ist, vergütet die Krankenkasse sämtliche Kosten vollumfänglich.

Bei einem Spitalaufenthalt übernimmt die obligatorische Krankenversicherung nicht nur die Behandlungskosten, sondern auch die Unterkunfts- und Verpflegungskosten. Hier müssen sich Versicherte ab 26 Jahren mit 15 Franken am Tag an den Kosten beteiligen. Für Frauen bei der Mutterschaft entfällt nicht nur diese Pflicht, sie müssen generell keine Kostenbeteiligung tragen.

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