Häufig gestellte Fragen zum Versicherungswechsel

Krankenkasse TippsKönnen Krankenkassen Versicherte ablehnen?

Nein, die Grundversicherung kann einem nicht ablehnen, da es in der Schweiz eine Versicherungspflicht gibt. Hingegen müssen Zusatzversicherungen, die sogenannte Risikopersonen nicht aufnehmen.

Wie soll ich am besten vorgehen, wenn ich die Grundversicherung wechseln will?

Am besten überprüft man die verschiedenen Krankenkassen Prämien mit Vergleichsrechnern im Internet. Erst wann man sich für eine andere Krankenkasse entschieden hat, kann man die alte Versicherung kündigen. Das Kündigungsschreiben muss bis spätestens am 30. November bei der alten Kasse eintreffen.

Kann es sein, dass man am Ende doppelt versichert ist?

Nein, man kann nie gleichzeitig bei zwei Krankenkassen grundversichert sein. Sollte die neue Krankenkasse den Beitritt verspätet mitteilen, wird diese sogar schadenersatzpflichtig.

Ich überlege mir von der tiefsten Franchise auf eine mittlere zu wechseln? Wie viel Geld kann ich sparen?

Mit der die höchste Franchise (2’500 Franken) spart man bei den meisten Krankenkassen am meisten. Auf diese Weise liegt der maximale Prämienrabatt im Vergleich zur tiefsten Franchise bei 1’540 Franken.

Trotz Prämienerhöhung sparen

Im Durchschnitt zahlen wir im Jahr 2018 ca. 156 Franken mehr Prämien. Mit einem Krankenkassenwechsel kann der Versicherte trotz Prämienerhöhung im Durchschnitt über 450 Franken sparen. Mit einem Wechsel zu einem günstigeren Sparmodell wäre sogar eine Ersparnis von 735 pro Person möglich. Folgende Sparmodelle gibt es:

  • Telemed-Modell
  •  HMO-Modell
  • Apotheken- oder Hausarzt-Modelle

 

Auch die Streichung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse, wenn man vom Arbeitgeber versichert ist, gehört zu einer weiteren möglichen Sparmassnahme. Ebenfalls sollte sich der Versicherte über seine Franchisen Gedanken machen, denn nur die Franchisen von 300.- und 2’500.- zahlen sich aus. Die tiefste Franchise eignet sich für Versicherte mit sehr hohen Gesundheitskosten und die 2500 Franken werden bei geringen Gesundheitskosten empfohlen.

Mit einem Anbieter, Modell- und Franchisen-Wechsel kann man also nicht nur die Prämienerhöhung umgehen, sondern noch weniger bezahlen als im vorherigen Jahr.

In welchem Kanton ist der Prämienanstieg am höchsten?

Die Krankenkassenprämien sind bekannt und im Durchschnitt sind die Prämien um 4 Prozent gestiegen. Die Prämien für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind mit 5% überdurchschnittlich gestiegen. Junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 25 Jahren müssen mit 4,4 % höheren Prämien rechnen.

Besonders hart trifft die Prämienerhöhung die Romandie. Die Westschweizer Kantone Waadt (6,4 %), Wallis (5,9 %), Neuenburg (5,4 %) und Genf (5,4 %) sind am meisten von den höheren Prämien betroffen.  Am geringsten ist der Prämienanstieg in den Kantonen Schwyz (1,6  %), Uri (1,8 %), Appenzell Innerrhoden, Glarus und Nidwalden (je 1,9 %).  Der Kanton Zürich liegt mit einer Erhöhung um 4 % im Durchschnitt.

Krankenkassenprämien steigen weiter an

Heute berichtete Bundesrat Alain Berset, über die Krankenkassenprämien Erhöhung. Die Standardprämien steigen durchschnittlich um 4% Prozent.

Am Limit sind nicht nur die Krankenkassen, sondern auch die Prämienzahler. Zu über 60 Prozent werden diese Kosten direkt von den Schweizer Bürgern bezahlt. Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996 haben sich die Prämien verdoppelt.

Es gibt viele Gründe, weshalb die Prämien immer weiter steigen. Die grössten Kostentenpunkte im Gesundheitswesen sind das Personal und die Medikamente. Es werden immer mehr Medikamente verkauft und trotz Sparbemühungen wuchs das Beschäftigungswachstum um 40%. Ein weiteren Grund ist, dass die Lebenserwartung steigt und daher auch die Pflegekosten.

Der Staat bemüht sich um Sparmassnahmen, jedoch sind diese ohne die Zusammenarbeit mit den Ärzten nur sehr schwer umsetzbar.  Einige Kantone, haben eine Liste mit Eingriffen veröffentlicht, welche in der Zukunft nur noch ambulant durchgeführt werden sollen. Viele Ärzte halten sich jedoch nicht daran und untergraben diese Bemühungen. Für viele Ärzte bedeuten nämlich diese Sparmassnahmen auch finanzielle Einbussen.

Rettungskosten sollen von der Krankenkasse übernommen werden

Wer die Rettungs- bzw. Transportkosten festlegt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In einigen Kantonen ist es der Spital in anderen die Regierung. Dies verunsichert und verärgert verständlicherweise viele Betroffene!

Wie gravierend die Kosten Unterschiede sind, können anhand von einem Beispiel aufgezeigt werden.

Eine Fahrt von 100 km kostet im Kanton Luzern 900 Franken. Ab dem 100. Kilometer fallen pro Kilometer sechs Franken zusätzlich an. In diesen Kosten ist die medizinische Betreuung nicht inbegriffen. Im Kanton Zug wird hingegen eine Grundtaxe von 500 Franken berechnet. Darin sind die Kosten für die medizinische Versorgung jedoch enthalten.

Aktuell übernehmen die Krankenkassen nur 50% der Transportkosten. Der Interverband für Rettungswesen möchte jedoch veranlassen, dass die Krankenkassen 90% der Kosten übernehmen. Zusätzlich sollen die Rettungskosten ganz von der Krankenkasse bezahlt werden. Sie sind bereits auf der Bundesebene aktiv.

Die 6 grössten Fehler bei der Krankenkassen-Wahl

Bald kommt wieder der leidige Krankenkassen-Wechsel. Wir verraten euch, welche Fehler Ihr bei der Krankenkassenwahl unbedingt vermeiden sollt.

Kein genauer Krankenkassen-Vergleich

Die Prämien können pro Krankenkasse sehr stark variieren, deshalb lohnt es sich bei der Krankenkassenwahl ein wenig mehr Zeit zu investieren. Ebenfalls sollte man rechtzeitig damit beginnen Krankenkassen zu vergleichen. So hat man genügend Zeit die Grund- und Zusatzversicherung zu kündigen und eine neue Versicherung abzuschliessen. Mit einem Krankenkassenwechsel kann man jährlich bis zu 1000.- Franken Prämien einsparen.

Falsche Franchisen-Wahl

Bei der Franchisen Wahl gilt folgende Regel: Entweder die tiefste (300.-) oder die höchste Franchise (2’500.-) wählen. Die mittlere Franchise lohnt sich nicht. Viele Schweizer haben die falsche Franchise gewählt und zahlen jährlich bis zu 100.- zu viel.

Falsches Modell wählen

Viele Schweizer haben das teure Standard-Modell versichert. Es gibt jedoch viele günstigere Modelle, wie zum Beispiel das Hausarzt-, Apotheken- oder Telmed-Modell. Der Unterschied ist, dass der Versicherte zuerst den Hausarzt, die Apotheke oder ein telemedizinisches Callcenter kontaktieren muss bevor dieser ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen kann.

Das Vergessen von Prämienverbilligungen

Schweizer mit einem geringen Einkommen können Prämienverbilligungen beantragen. Die Prämienverbilligungen gelangen jedoch nicht automatisch zu den Krankenkassen. Viele Versicherte kümmern sich nicht um die Prämienverbilligung und so entgeht Ihnen bis zu 1000.- im Jahr. Verpasste Prämienverbilligungen können bis zu zwei Jahre später nachgereicht werden.

Arztrechnung nicht einsenden

Wichtig ist, dass man bei der „Tiers Garant“ Methode die Arztrechnungen immer der  Krankenkasse zu sendet. Oft vergessen viele Versicherte dies jedoch und verpassen so den Rückvergütungsanspruch.

Prämienrabatte verpassen

Einige Krankenkassen gewähren, gegen Vorauszahlungen, einen Prämien Rabatt. Der Rabatt kann bis zu 2% betragen. Ist es finanziell möglich, dann lohnt sich solch eine Skonto-Zahlung auf jeden Fall.

Krankenkassen Apps im Vergleich

Krankenkassen Apps können einiges vereinfachen.

Krankenkassen Apps können einiges vereinfachen.

Beim Beurteilen und Vergleichen sowie beim Wechsel der Krankenkasse berücksichtigen die Versicherten verschiedene Faktoren, wobei die Prämienkosten klar im Vordergrund stehen.

Nichtsdestotrotz gibt es auch andere wichtige Punkte. So spielt auch der administrative Aufwand eine Rolle: Wie einfach sind die Kommunikationswege und wie einfach ist es, Rechnungen und Belege einzusehen und weiterzuleiten?

Weil Smartphones vom grössten Teil genutzt werden, haben 7 der 14 grössten Krankenkassen eine App lanciert. Ziel dabei ist es, den administrativen Aufwand der Versicherten zu minimieren. Dazu gehören die CSS, Groupe Mutuel, Swica, Sanitas, KPT, Sympany und EGK. Diese Apps wurden vom Vergleichsdienst Verivox analysiert und bezüglich den Punkten „Rechnungen fotografieren“ und „Dokumente abrufen“ bewertet. Zudem wurde analysiert, ob der Nutzer seine Dokumente weiterhin per Post erhält und ob er die Adresse oder gar die Versicherung im App ändern kann. Als beste App schnitt jene der KPT Versicherung ab, die in jeder Kategorie punkten konnte. Die Swica App unterstützt hingegen nur eine Funktion. Zu den meistgenutzten Apps gehören jene der Sanitas (100’000 Versicherte), der CSS (78’000) und der Sympany (48’000).

1 Million Schweizer wollen die Krankenkasse wechseln

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Rund 1 Million Schweizer wollen sparen und wechseln ihre Krankenkasse.

Wie bereits bekannt, steigen die Krankenkassen Prämien in der Schweiz im nächsten Jahr durchschnittlich um 4,5 Prozent. 90% der Bürgerinnen und Bürger gaben in einer Umfrage an, dass ihre Krankenkassen Prämie sehr stark bis stark gestiegen ist. Für viele Schweizer ein wichtiger Grund, einen Krankenkassen Wechsel vorzunehmen.

Gemäss einer Umfrage des Internetvergleichsdienst comparis liegt die Wechselquote auf einer Rekordhöhe, nämlich bei elf bis zwölf Prozent, was etwa einer Million Schweizerinnen und Schweizer entspricht. Ein weiterer Grund für die hohe Krankenkasse Wechselquote ist auch der Fakt, dass einige Krankenkassen nächstes Jahr schliessen oder fusionieren. Dies betrifft die Avanex, Sansan, KMU und Wincare und somit ca. 570’000 versicherte Personen. Wer seine Krankenkasse noch ändern will, sollte sich beeilen. Bis zum 30. November muss die Kündigung die Krankenkasse erreicht haben.

Die Umfrage brachte weitere interessante Fakten und Resultate hervor. So scheint es, dass insbesondere junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren eher über einen schlechten Wissensstand bezüglich ihrer Krankenkassen und Prämien verfügen. So gibt rund ein Drittel an, die Prämie für das nächste Jahr nicht zu kennen. Auch können die jungen Erwachsenen nur schlecht einschätzen, ob ihre Krankenkasse eher günstig oder teuer ist. Grundsätzlich schliesst sich daraus, dass diese Altersgruppe eher wenig Interesse am Thema Krankenkasse hat wie beispielsweise ältere Gruppen.

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Versicherungsleistungen bei Spitalaufenthalten

Krankenkassen Wechsel Schweiz Spitalaufenthalte

Durch einen Spitalaufenthalt entstehen oft hohe Kosten.

Die Krankenkassen Grundversicherung sowie die Zusatzversicherung sind essentiell und schützen den Versicherten gegen immense Kosten bei Arztbesuchen und auch Spitalaufenthalten. Letztere sind besonders kostenintensiv. Oftmals stellt sich für den Versicherten die Frage, wie man sich versicherungs- und kostentechnisch am Besten auf einen Spitalaufenthalt vorbereitet und vor allem auch welche Leistungen und Kosten die eigene Krankenkasse übernimmt. Viele Versicherte wissen jedoch bei Spitaleintritt nicht umfassend bescheid, vor allem wenn es sich um einen unvorbereiteten Notfall-Eintritt handelt.

Bei einem Notfall-Eintritt in das Krankenhaus übernimmt daher das Personal die Formalitäten und klärt wichtige Dinge ab, die auch mit der Versicherung zu tun haben. Da auf den Versicherungskarten nur die Grundversicherung notiert ist und die Zusatzversicherung unklar ist, ist es für das Spitalpersonal z.B. nicht ersichtlich, ob jemand privat oder halbprivat versichert ist. Bei geplanten Operationen hingegen übernimmt der zuständige Hausarzt die Koordination mit dem Krankenhaus und die Versicherung wiederum regelt direkt mit dem Spital die Kostengutsprachen.

Möchte man sich bezüglich den Versicherungsleistungen bei Spitalaufenthalten genauer informieren oder die Zusatzversicherung anpassen, sollte man sich an die Krankenkasse wenden. Zudem ist es angebracht, die Leistungen der Krankenkassen zu vergleichen und allenfalls einen Wechsel in Betracht zu ziehen.

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Krankenkassen – Kostenbeteiligung bei Kindern

Krankenkassen Kostenbeteiligung bei Kindern

Die Kostenbeteiligung von Kindern variiert je nach Krankenkasse.

Vor allem für Familien mit Kindern stellt die Krankenkasse, die Prämienzahlung sowie Kostenbeteiligung ein grosser finanzieller Posten dar. Deshalb ziehen vor allem Familien jedes Jahr einen Wechsel der Krankenkasse und des Krankenversicherers in Betracht.

Um Familien zu entlasten, sieht das Krankenversicherungsgesetz genügend Spielraum vor, welcher je nach Krankenversicherer unterschiedlich stark genutzt wird. Wichtige Punkte sind dabei die Franchise, der Selbstbehalt und die Kostenbeteiligung. Bei Erwachsenen beträgt die Franchise frei wählbar zwischen 300.- und 2’500.-. Wurde die Franchise ausgeschöpft, wird bei folgenden Kosten mit einem Selbstbehalt von 10% gerechnet. Bei einem Kind sieht die Situation anders aus. Da diese tendenziell öfters den Arzt aufsuchen müssen, liegt die Franchice bei Kindern in der Regel bei 0 Franken, was bedeutet, dass Eltern sich nur mit dem Selbstbehalt beteiligen müssen. Dabei gilt gemäss dem Krankenversicherungsgesetz ein Maximalbetrag von 350 Franken bei einem Kind, 1’000 Franken bei mehreren Kindern.

Wie bereits erwähnt, ist dies je nach Krankenkasse unterschiedlich, die Sanagate legt beispielsweise einen tieferen Maximalbetrag von 600 Franken fest. Zudem gewähren einige Krankenkassen eine zusätzliche Entlastung indem sie Wahlfranchisen anbieten, die zu tieferen Prämien führen.

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