Macht ein Studium krank?

In Deutschland fühlt sich jeder vierte Student gestresst. Dies hat eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse ergeben. Zu dieser Studie wurden mehr als 6000 Studentinnen und Studenten befragt. Etwa 25 Prozent gaben an, dass sie unter Stress leiden. 24 Prozent fühlen sich dauerhaft erschöpft. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer: Jede fünfte Studentin gab an, unter einer generalisierten Angststörung zu leiden. Erschreckend: Jede sechste zeigte Symptone einer Depression. Entscheidend für diese Werte seien vor allem die hohe Arbeitsbelastung sowie der Prüfungs- und Erfolgsdruck.

Wie sieht die Situation in der Schweiz aus? Gemäss der repräsentativen Jugendstudie „Juvenir“ der Jacobs Foundation entsteht bei uns Stress vor allem in der Schule, in der Ausbildung und an der Uni. Weniger Stress verursacht das Privatleben. Auch in der Schweiz sind Mädchen generell eher von Stresssymptomen betroffe.

Wie hoch fallen die Krankenkassen-Prämien im nächsten Jahr aus?

Im Jahr 2019 wird man in Schnitt 315 Franken Krankenkassenprämien bezahlen. Das sind 1,2 Prozent mehr als in diesem Jahr. Dennoch: Die leichte Prämienerhöhung liegt unter dem Durchschnitt der letzten Jahre: Seit 2008 betrug der durchschnittliche Prämienanstieg 3,5 Prozent.

Gesundheitsminister Alain Berset sieht im tieferen Prämienwachstum ein Anzeichen dafür, dass die Regierung – Bundesrat und Parlament – in den letzten Jahren einen guten Job gemacht hätten. Er meint, dass das Kostenbewusstsein der Akteure im Gesundheitswesen steige. Glecihzeitig betont er, das es weiteren Handlungsbedarf gibt.

Gesundheitsexperten wie Tilman Slembeck von der ZHAW sowie Krankenkassenexperte Felix Schneuwly vom Vergleichsdienst Comparis sind sich einig, dass eine stärkere Prämienerhöhung unausweichlich ist in der momentanen Situation. Die nächste grösse Prämienerhöhung sei nicht aufgehoben, sondern lediglich aufgeschoben.

Doch derzeit gibt es auch klare Gewinner im Prämienkampf: Das sind die jungen Erwachsenen zwischen 19 und 25 Jahren. Dieser Sachverhalt beruht auf einem Entscheid des Parlaments, den Risikoausgleich für diese Alterskategorie ab 2019 um 50 Prozent zu reduzieren. Das bedeutet, dass sie insgesamt fast 16 Prozent weniger an Prämien bezahlen müssen.

Spezialtransport ins Altersheim: Besteht für die Krankenkasse Leistungspflicht?

Das Bundesgericht hat geurteilt: Krankentransport ist nur dann eine Pflichtleistung für Krankenkassen,  wenn er im konkreten Fall aufgrund spezifischer, medizinischer Anforderung nötig ist. Das Urteil folgte auf Beschwerde einer Krankenversicherung.

Es ging konkret um einen 90 Jahre alten Mann, der notfallmässig vom Alters- und Pflegezentrum in ein Spital eingeliefert wurde. Nach neun Tagen wurde der Mann entlassen, dabei wurde er mit einem Spezialtransporter, wo er in seinem Rollstuhl sitzend mitfahren konnte, ins Pfegezentrum zurück transportiert.

Die Fahrt vom Altersheim ins Spital übernahm die Krankenkasse. Nicht jedoch die Rückfahrt per Spezialtransporter. Dies ist nun vom Bundesgericht gutgeheissen worden.

Der Mann wäre in der Lage gewesen, in einem Auto sitzend (ohne Rollstuhl) mitzufahren. Deshalb sei es nicht nötig gewesen, einen Spezialtransport beizuziehen. Deshalb bestete keine Leistungspflicht für die Krankenkasse.

Teure Kassen: Immer mehr Krankenkassen Schuldner im Tessin

Krankenkassen Wechsel SchweizDie Anzahl Menschen, welche ihre Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen können, ist – vor allem im Tessin – angestiegen. Besonders betroffen sind alleinstehende Männer ohne Kinder. Eine mögliche Erklärung für diesen Umstand hat Sozialdirektor Paolo Beltraminelli. Er folgert, dass Kinder die Menschen verantwortungsbewusster machen. Eine Studie zum Profil des durchschnittlichen Krankenkassenschuldners hat die Tessiner Fachhochschule SUPSI erstellt und publiziert. Gemäss diesen Daten sind zwei Drittel der Schuldner Männer und davon sind 80 Prozent kinderlos.

Im Tessin kamen im Zeitraum von 2012 bis 2015 über 25’000 Menschen ihren Zahlungen an Krankenkassen nicht nach. Das Gefährliche dabei: Wird es besonders schlimm, kann man auf einer schwarzen Liste der Krankenkassen landen. In diesem Fall erhält man nur noch die allernötigsten medizinischen Leistungen. Ein weiteres Problem besteht für die Gesellschaft. Denn der grösste Anteil der fälligen Beträge der Schuldner übernimmt der Kanton.

Junge Schweizer/-innen mit Krankenkassen unzufrieden

Die Krankenkassenprämien steigen mit jedem Jahr. Doch das heisst nicht, dass man dafür auch mehr Leistungen erhält. Der Geschäftsführer vom Vergleichsportal moneyland.ch, Benjamin Manz, spricht sogar von einer Kostenexplosion. Wenn diese nicht bald nachhaltig bekämpft würde, drohe die Stimmung bei den Versicherten endgültig zu kippen, so Manz.

Moneyland hat in einer Umfrage die Zufriedenheit der Krankenkassen-Kunden analysiert. Dabei wurden Faktoren wie Freundlichkeit und Einsatzbereitschaft des Personals, Erreichbarkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Kulanz bei Zahlungen an Kunden bewertet.

Unter dem Strich ist die Zufriedenheit der Kunden mit den Krankenkassen leicht zurückgegangen (verglichen zum Vorjahr). Die allgemeine Zufriedenheit kann jedoch nach wie vor als hoch bezeichnet werden, wenn auch mit grossen Unterschieden in den Alterskategorien: Am wenigsten Punkte (6.9 von 10) erhielten die Kassen von den 19- bis 25-jährigen Kunden. Zum Vergleich, Kunden zwischen 50 und 74 Jahren vergaben eine Punktzahl von 8.12. Am schlechtesten wurde übrigens – wenig überraschend – das Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet.

Wenn Krankenkassen Geld zurückzahlen

Krankenkasse TippsEin Aktueller Fall in Basel: Die dort ansässige Krankenkasse Sympany hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 55 Millionen Franken erzielt. Nun wird ein Drittel davon an die Kunden der Grundversicherung zurückgegeben. Das passiert, weil die Sympany im vergangenen Jahr besonders stark vom sogenannten Risikoaustausch profitiert hat. Beim Risikoaustausch bezahlen Kassen mit vielen jungen, gesunden Kunden einen Austauschbeitrag an Kassen mit einem grösseren Prozentanteil älterer Kunden. Da Krankenkassen nicht genau vorhersagen können, wieviel Geld sie für den Risikoausgleich erhalten oder bezahlen müssen, gestalte sich die exakte Prämienberechnung schwierig, so Sympany-CEO Michael Willer.

Neue Methode: Wie Krankenkassen Millionen einsparen könnten

Der Krankenkassenverband Curafutura hat ein einfaches Sparrezept parat: Das sogenannte Referenzpreissystem. Damit müssten in der Grundversicherung nicht mehr alle Medikamente – unabhängig vom Preis – vergütet werden. Dieses System wird bereits in diversen europäischen Ländern praktiziert.

Doch wie funktioniert das System genau? Die kostensparende Wirkung wird erzielt, indem Ärzte anstatt einem teuren Markenprodukt wie zum Beispiel Pantoprazol von Sandoz (wirkt gegen Sodbrennen) nur noch dessen Wirkstoffe verschreiben. Für diese Wirkstoffe wird ein Höchstpreis festgelegt. Es gibt auf dem Medikamentenmarkt mittlerweile viele Produkte mit gleichen Wirkstoffen, jedoch starken Preisunterschieden. Sollte ein Patient auf das teuerste Medikament mit gleichen Wirkstoffen bestehen, müsste dieser jedoch die Kostendifferenz zum festgelegten Höchstpreis selber bezahlen. Gemäss dem Verband Curafutura (CSS, Helsana, Sanitas und KPT) könnten mit diesem System im Jahr 800 Millionen Franken eingespart werden. Das gute am System: Der Patient merkt davon nichts.

Good News: Krankenkassenprämien steigen weniger als erwartet

Sie ist schon fast so lästig wie die Steuererklärung: Die jährliche Krankenkassenrechnung. Dazu ist sie ebenfalls teuer und darum jedes Jahr immer wieder ein Thema. Doch dieses Jahr gibt es dazu gute Neuigkeiten. Die Prämien steigen weniger stark als erwartet. Auch auf diesem Blog wurde vor zwei Wochen von einer Krankenkassenprämien-Erhöhung von rund vier Prozent berichtet. Tatsächlich werden die Prämien jedoch nur um drei Prozent in die Höhe gehen. Diese Meldung bestätigten die Krankenversicherer gegenüber dem Schweizer Radio SRF.

Die drei Prozent sind ein Durchschnittswert. Dass die Prämien steigen ist mittlerweile nichts Neues mehr. Darum ist das eine gute Nachricht: Denn normalerweise steigen die Prämien deutlich mehr als um drei Prozent an.

Bund soll teure Arzneimittel durch Zwangslizenz vergünstigen

Dazu fordert die Organisation Public Eye den Bundesrat auf. Die Organisation klagt, zusammen mit der Krebsliga Schweiz, dass weltweit bereits zwei Milliarden Menschen kein Zugriff auf einfachste Medikamente hätten (Daten gemäss der Weltgesundheitsbehörde WHO). Doch auch in reichen Ländern, wie zum Beispiel der Schweiz, würde die Medikamentenversorgung zum Teil bereits problematisch, so die beiden Organisationen.

Public Eye fordert vom Bundesrat nun Massnahmen: So sollen die Pharma-Konzerne sogar faktisch teilweise enteignet werden. Das würde bedeuten, dass teure, patentierte Medikamente notfalls auch von anderen Herstellern produziert werden dürften. Das würde zu einer Vergünstigung der Preise führen. Normalerweise haben Pharmafirmen ein 20-jähriges Monopol auf die von ihnen entwickelten Medikamente. Dieser Patentschutz soll vom Bundesrat per Zwangslizenz aufgehoben werden können, fordert Public Eye.

Ob es so weit kommen wird, ist jedoch ungewiss: Die dafür benötigte Sammelbeschwerde wurde erst lanciert. Ob und wie der Vorstoss die Krankenkassen betrifft, ist daher noch unklar.

Krankenkassenprämien steigen um rund 4 Prozent

Wie bereits im Jahr 2018 erwartet die Versicherungsnehmer eine Erhöhung der Krankenkassenprämien. Gemäss dem Internetvergleichsdienst comparis.ch sollen die Grundversicherungsprämien um 4 Prozent in die Höhe gehen. Hauptsächlich für diesen Anstieg verantwortlich seien nebst den wachsenden Medikamentenkosten deren häufigere Verschreibung.

Dies, obschon die Abrechnungsdaten der Krankenversicherungskosten vom ersten Quartal 2018 den Eindruck erwecken, dass die Krankenkassen den Kostenanstieg der Krankenversicherungsprämien nun in den Griff bekommen haben. Doch der Online-Vergleichdienst comparis.ch wiederspricht dieser Annahme und rechnet für das Jahr 2019 erneut mit steigenden Prämien.

Es lohnt sich darum, sich auch dieses Jahr wieder über die verschiedenen Krankenkassen-Angebote zu informieren, um das bestmögliche Angebot zu finden!

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