In welchem Kanton ist der Prämienanstieg am höchsten?

Die Krankenkassenprämien sind bekannt und im Durchschnitt sind die Prämien um 4 Prozent gestiegen. Die Prämien für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind mit 5% überdurchschnittlich gestiegen. Junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 25 Jahren müssen mit 4,4 % höheren Prämien rechnen.

Besonders hart trifft die Prämienerhöhung die Romandie. Die Westschweizer Kantone Waadt (6,4 %), Wallis (5,9 %), Neuenburg (5,4 %) und Genf (5,4 %) sind am meisten von den höheren Prämien betroffen.  Am geringsten ist der Prämienanstieg in den Kantonen Schwyz (1,6  %), Uri (1,8 %), Appenzell Innerrhoden, Glarus und Nidwalden (je 1,9 %).  Der Kanton Zürich liegt mit einer Erhöhung um 4 % im Durchschnitt.

Krankenkassen bezahlen Hepatitis-C-Patienten die Medikamente

Bis vor kurzem bekamen nur Hepatitis-C Patienten, bei denen die Erkrankung der Leber fortgeschritten war, die sehr teuren aber hochwirksamen Medikamente von der Krankenkasse vergütet. Die übrig Erkrankten konnten sich jedoch diese teuren Medikamente nicht leisten und griffen daher auf Alternativen vom Ausland.

Doch nun sollen die Krankenkassen alle Behandlungen von den Hepatitis C Patienten bezahlen. Das bedeutet auch, dass die Kosten der teuren Medikamente neu für alle Patienten von den Krankenkassen übernommen werden. Die Kosten der Behandlungen sollen ebenfalls gesenkt werden. Die Behandlung mit einem der beiden Medikamente, für die man bis jetzt zwischen 40 000 und 50 000 Franken bezahlt hat, soll künftig nur noch 30’000.- kosten.

Rettungskosten sollen von der Krankenkasse übernommen werden

Wer die Rettungs- bzw. Transportkosten festlegt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In einigen Kantonen ist es der Spital in anderen die Regierung. Dies verunsichert und verärgert verständlicherweise viele Betroffene!

Wie gravierend die Kosten Unterschiede sind, können anhand von einem Beispiel aufgezeigt werden.

Eine Fahrt von 100 km kostet im Kanton Luzern 900 Franken. Ab dem 100. Kilometer fallen pro Kilometer sechs Franken zusätzlich an. In diesen Kosten ist die medizinische Betreuung nicht inbegriffen. Im Kanton Zug wird hingegen eine Grundtaxe von 500 Franken berechnet. Darin sind die Kosten für die medizinische Versorgung jedoch enthalten.

Aktuell übernehmen die Krankenkassen nur 50% der Transportkosten. Der Interverband für Rettungswesen möchte jedoch veranlassen, dass die Krankenkassen 90% der Kosten übernehmen. Zusätzlich sollen die Rettungskosten ganz von der Krankenkasse bezahlt werden. Sie sind bereits auf der Bundesebene aktiv.

Welche Schönheitsoperationen bezahlen die Krankenkassen?

Kosmetische Mängel am Körper stellen grundsätzlich keine Krankheiten dar.  Eine Schönheitsoperation ist daher keine Pflichtleistung der Krankenkassen.

Da die Leistungspflicht in jedem einzelnen Fall abgeklärt werden muss, sollte vor einem kosmetischen Eingriff unbedingt bei der Krankenkasse nachgefragt werden, ob die Kosten übernommen werden können.

 

Brustkorrektur

In der Regel stellt eine zur Brustvergrösserung durchgeführte Operation keine Pflichtleistung dar. Eine Ausnahme bilden Fälle, in denen die Patientin die von der IV geforderten Bedingungen erfüllt (Poland-Syndrom, Amastie, angeborene Hypoplasie etc.). Der Ersatz eines defekten Implantats durch ein anderes wird vom Versicherer nur dann getragen, wenn es sich bei der ersten Operation bereits um eine Pflichtleistung gehandelt hatte (z. B. bei Brustkrebs).

Die Korrektur von asymmetrischen Brüsten wird in der Regel nicht von den Krankenkassen bezahlt. Die Deckung eines solchen Eingriffs bleibt eine Ausnahme.

Fettschürzenoperation nach Gewichtsverlust

Nach einem grossen Gewichtsverlust bleibt oft eine Fettschürze zurück. Die überschüssige Haut kann durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden. Die Leistungspflicht dieser Operation ist umstritten. Da diese Massnahme aber keinen Krankheitswert besitzt wurde beschlossen, dass diese Operation nicht von der Krankenversicherung getragen werden muss.

Korrektur abstehende Ohren

Wenn der Krankheitswert nicht gegeben ist, gilt die Korrektur von abstehenden Ohren als kosmetischer Eingriff und die Kosten werden daher auch nicht von der Krankenkasse übernommen.

Muttermalentfernung​

Die Entfernung von Muttermalen, bei denen ein Verdacht auf eine bösartige Entwicklung besteht, muss von den Krankenkassen übernommen werden.

​Ausserdem ist eine kosmetische Beeinträchtigung erheblich, wenn das Muttermal sichtbar ist (z.B. Hals, Kopf) und das äussere Ansehen stark beeinflusst. In diesem Fall ist die Leistungspflicht des Krankenversicherers ebenfalls gegeben.

Narbenkorrekturen

Normalerweise sind ästhetische Mängel des Körpers keine Symptome einer Krankheit. Viele Narben verursachen dennoch funktionelle Behinderungen, die Kosten deren Korrektur müssen übernommen werden.

Das Bundesgericht hat drei Voraussetzungen definiert, die erfüllt werden müssen:

  • der Krankenversicherer oder der Unfallversicherer hat  schon die Behandlungskosten der Grunderkrankung oder der Unfallfolgen übernommen
  • die ästhetischen Narben müssen ausgedehnt sein und sie müssen sich an einem sichtbaren Ort befinden
  • die Behandlungskosten müssen angemessen sein und dem ästhetischen Schaden entsprechen

Familien Krankenversicherung

Familien Krankenversicherung ist wie der Name schon sagt eine Versicherung für die ganze Familie. Ist der Vater der Hauptverdiener und die Mutter Hausfrau ohne festes Einkommen, dann sind die Frau sowie die gemeinsamen Kinder ebenfalls versichert. Dasselbe gilt natürlich auch im umgekehrten Fall, wenn also die Mutter die Hauptverdienerin ist und der Mann zu Hause bleibt. Das geht aber nur, solange die Frau/Mann nicht arbeitet. Wenn die Frau bzw. der Mann ein bestimmtes Einkommen verdient, fällt diese/dieser aus der Familienversicherung heraus. Sie/Er muss sich demnach selbst krankenversichern.

Bei einem sogenannten Minijob ist die Krankenkassen Versicherung nicht obligatorisch. Man ist demnach immer noch über die Familienversicherung versichert. Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer kann selber entscheiden, ob man sich freiwillig krankenversichert.

Obligatorische Zahnversicherung

Obligatorische Zahnversicherung

Zahnarzt Rechnungen für Kontrolle, Korrekturen oder Zahnreinigungen müssen in der Schweiz die Patienten zu 90% selber tragen. Zahnbehandlungen werden in der Schweiz nur in Ausnahmefällen von den Krankenkassen übernommen. Vor allem Gewerkschaften und linke Parteien wehren sich gegen dieses System. Sie haben diverse Initiativen aufgegleist, die eine obligatorische Zahnversicherung forcieren.

Die Zahnversicherung sollte gleich wie die AHV über den Lohn finanziert werden. 1% des Lohnes soll in die Versicherung fliessen. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen sich mit je 0.5%. Die restlichen Kosten müssen über die Kantone und die Steuern finanziert werden.

Die obligatorische Zahnversicherung sollte die Bevölkerung dazu veranlassen öfters zur Kontrolle zu gehen und bei Zahnschmerzen frühzeitig einen Zahnarzt aufzusuchen. Viele Personen verzichten aus finanziellen Gründen auf einen Zahnarztbesuch. Es besteht daher ein klarer Zusammenhang zwischen sozialem Status und Zahngesundheit.

Jedoch gibt es auch kritische Stimme von den Seiten der Zahnärzte. Sie widersprechen einigen Argumenten der Initianten. Sie finden, dass die Zähne der Schweizer Bevölkerung in einem sehr guten Zustand sind und die Karieserkrankungen bei Kindern und jungen Erwachsenen extrem zurückgegangen sind.

Ob sich die Initiative durchsetzen kann wird sich zeigen. Befürworter sowie Gegner räumen sich erhebliche Chancen ein.

Die 6 grössten Fehler bei der Krankenkassen-Wahl

Bald kommt wieder der leidige Krankenkassen-Wechsel. Wir verraten euch, welche Fehler Ihr bei der Krankenkassenwahl unbedingt vermeiden sollt.

Kein genauer Krankenkassen-Vergleich

Die Prämien können pro Krankenkasse sehr stark variieren, deshalb lohnt es sich bei der Krankenkassenwahl ein wenig mehr Zeit zu investieren. Ebenfalls sollte man rechtzeitig damit beginnen Krankenkassen zu vergleichen. So hat man genügend Zeit die Grund- und Zusatzversicherung zu kündigen und eine neue Versicherung abzuschliessen. Mit einem Krankenkassenwechsel kann man jährlich bis zu 1000.- Franken Prämien einsparen.

Falsche Franchisen-Wahl

Bei der Franchisen Wahl gilt folgende Regel: Entweder die tiefste (300.-) oder die höchste Franchise (2’500.-) wählen. Die mittlere Franchise lohnt sich nicht. Viele Schweizer haben die falsche Franchise gewählt und zahlen jährlich bis zu 100.- zu viel.

Falsches Modell wählen

Viele Schweizer haben das teure Standard-Modell versichert. Es gibt jedoch viele günstigere Modelle, wie zum Beispiel das Hausarzt-, Apotheken- oder Telmed-Modell. Der Unterschied ist, dass der Versicherte zuerst den Hausarzt, die Apotheke oder ein telemedizinisches Callcenter kontaktieren muss bevor dieser ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen kann.

Das Vergessen von Prämienverbilligungen

Schweizer mit einem geringen Einkommen können Prämienverbilligungen beantragen. Die Prämienverbilligungen gelangen jedoch nicht automatisch zu den Krankenkassen. Viele Versicherte kümmern sich nicht um die Prämienverbilligung und so entgeht Ihnen bis zu 1000.- im Jahr. Verpasste Prämienverbilligungen können bis zu zwei Jahre später nachgereicht werden.

Arztrechnung nicht einsenden

Wichtig ist, dass man bei der „Tiers Garant“ Methode die Arztrechnungen immer der  Krankenkasse zu sendet. Oft vergessen viele Versicherte dies jedoch und verpassen so den Rückvergütungsanspruch.

Prämienrabatte verpassen

Einige Krankenkassen gewähren, gegen Vorauszahlungen, einen Prämien Rabatt. Der Rabatt kann bis zu 2% betragen. Ist es finanziell möglich, dann lohnt sich solch eine Skonto-Zahlung auf jeden Fall.

Fitness Abo oder Ernährungsberatung – Was zahlt die Krankenkasse?

Was zahlt die Krankenkasse an die Gesundheit

Gesundheit ist unser grösstes Gut. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Fitness oder Wellness-Behandlungen, um fit zu bleiben und seine Gesundheit zu fördern. Doch werden diese Kosten auch von der Krankenkasse übernommen?

Den Krankenkassen liegt verständlicherweise viel an der Gesundheit Ihrer Kunden, denn gesunde Kunden sind günstiger als kranke. Wer die richtigen Zusatzversicherungen abschliesst kann daher sehr viel Geld sparen. Einige Zusatzversicherungen übernehmen bis zu 500.- Franken an das Fitness Abonnement und auch Ernährungsanalysen werden entsprechend unterstützt.

Die geistliche Verfassung hat ebenfalls grossen Einfluss auf unsere Gesundheit, daher beteiligen sich einige Zusatzversicherung auch bei Entspannungsmassnahmen wie Wellness-Behandlungen (z. B. Massagen, Sauna-Besuche etc.) oder Yogakurse. Damit der aktuelle Gesundheitszustand auch beibehalten werden kann, übernehmen sogar einige Krankenkassen die Kosten für regelmässige Check-Up Untersuchungen.

Die Leistungsarten und Leistungshöhen sowie die Kosten für die jeweiligen Zusatzversicherungen können von Krankenkasse zu Krankenkasse stark variieren. Einen Vergleich lohnt sich vorher auf jeden Fall!

Mehr Bewegung – tiefere Prämien

Immer mehr Krankenkassen belohnen Kunden, die sich viel bewegen und einen gesunden Lebensstil pflegen, mit einem Prämienrabatt. Die Kunden müssen jedoch zur Überprüfung eine Fitness-App oder eine Smartwatch benutzen und die Daten der Krankenkasse vorlegen. Immer mehr Gesundheits-App werden entwickelt um das Krankenkassensystem zu revolutionieren.

Ein Bonus-Malus System soll die Gesundheitskosten senken. Das bedeutet, wer gesund lebt bezahlt weniger und wer nicht so gesund lebt soll mehr Prämien bezahlen. Jedoch gibt es viele kritische Stimmen, die gegen dieses System sind. Einige Fachleute sind der Meinung, dass nur die Personen motiviert sind, die sowieso schon gesundheitsbewusst leben. Ebenfalls sind Krankenkassen verpflichtet gesunde sowie auch kranke Menschen zu versichern.

Wer bezahlt den Notfall-Transport?

Wenn ein Patient wegen Krankheit oder Unfall nicht selber reisen kann werden die Transportkosten bei Unfall von der Unfallversicherung und bei Krankheit von der Krankenkassen übernommen. Der Unterschied ist, dass die obligatorische Unfallversicherung in allen Fällen die anfallenden Kosten bezahlt die Krankenkassen hingegen nicht für alle Kosten aufkommt.

 

Anbei werden die Leistungen im Vergleich aufgezeigt:

Unfallversicherung

Bei Medizinisch notwendigen Fahrten (Spitalverlegung, Fahrten vom Spital nach Hause etc.) übernimmt die Unfallversicherung die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel wie Taxis in jedem Fall.

Grundversicherung der Krankenkasse

Krankenkassen übernehmen die Fahrten mit Taxis zu medizinisch notwenigen Untersuchungen nur, wenn eine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht machbar ist. Die Krankenkassen übernimmt auch nur die Hälfte der Kosten und bezahlt maximal 500 Franken pro Jahr.