Makler-Provisionen treiben Krankenkassen-Kosten hoch

Makler-Provisionen treiben Krankenkassen-Kosten hoch!

500 Millionen Franken jährlich geben Krankenkassen laut einer Analyse für Makler-Abschlussprovisionen aus! Der Kampf um neue Kunden bei den Krankenversicherern läuft auf Hochtouren.

Abschlussprovisionen für Grund- und Zusatzversicherungen sind immer ein Thema. Vor allem dann, wenn die Krankenversicherer ihre Tarife für die Grundversicherung bekannt geben, was vor ein paar Wochen der Fall war.

Moneyland.ch zeigt mit einer Auswertung, dass besonders die Zahlungen der Krankenkassen für Makler-Abschlussprovisionen im Bereich der Zusatzversicherungen hoch ausfallen.

Nur ein kleiner Teil der Provisionen für Grundversicherung

Benjamin Manz, Geschäftsführer von Moneyland.ch, sagt: «Abschlussprovisionen in der Höhe von mehr als 500 Millionen Franken treiben die Verwaltungskosten der Krankenversicherer in die Höhe.» Davon entfielen nur 33 Millionen auf die Grundversicherung.

In der Grundversicherung 2016 betrugen die Provisionen 33 Millionen Franken. Das entspricht 2,4 Prozent der gesamten Verwaltungskosten in der Grundversicherung. Die vom BAG erfassten Zusatzversicherungen weisen laut Manz rund 56 Millionen an Provisionen aus. Der Anteil der Provisionen an den Verwaltungskosten im Bereich Zusatzversicherungen beträgt hohe 25,6 Prozent.

Finma erfasst Zusatzversicherer zusätzlich

Die meisten grossen Anbieter von Zusatzversicherungen werden allerdings nicht vom BAG erfasst, sondern unterliegen der Finma-Kontrolle. Gemäss Finma-Daten haben Krankenkassen für Versicherungsprovisionen von Maklern und Agenten 428 Millionen Franken aufgewendet. «Das entspricht rund 29 Prozent der totalen Verwaltungskosten», heisst es bei Moneyland.ch.

Verwaltungsaufwand von 163 Franken pro Person

Der Verwaltungsaufwand in der obligatorischen Grundversicherung (Personalkosten, Werbung, Provisionen, Administration) beträgt pro versicherte Person im Schnitt 163 Franken laut Moneyland.ch. Vor fünf Jahren lag dieser noch bei 153 Franken.

Merken

Was, wenn die Kasse nicht zahlt?

Was, wenn die Krankenkasse nicht zahlt?

Wenn die Krankenkasse nicht zahlt bzw. die Zahlung verweigert, sind wir völlig hilf- und machtlos. Wie du im Streitfall vorgehen solltest und an wen du dich wenden kannst, zeigen wir dir hier:

Verlange Erklärungen: Die Krankenkassen haben eine gesetzliche Informationspflicht. Beharre auf einer schriftlichen Stellungnahme, falls du Zweifel an der Auskunft hast.

Verlange eine schriftliche Verfügung: Die Krankenkasse wird dir einen begründeten Entscheid zustellen und dich über die Rechtsmittel informieren. Den Entscheid musst du innert 30 Tagen nach deiner Eingabe erhalten.

Erwäge eine Einsprache: Innerhalb von 30 Tagen kannst du bei deiner Kasse gegen die Verfügung Einsprache erheben. Das kannst du auch mündlich machen – empfehlenswert ist aber ein eingeschriebener Brief. Die Kasse muss dir daraufhin einen Einspracheentscheid zustellen, der eine Begründung enthält und dich über deine weiteren Rechtsmittel informiert.

Erwäge eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid: Innerhalb von 30 Tagen nach Eingang des Einspracheentscheids kannst du beim kantonalen Versicherungsgericht schriftlich Beschwerde einreichen. Eine Beschwerde ist auch möglich, wenn die Kasse es unterlässt, dir die Verfügung oder den Einspracheentscheid zuzustellen. Die Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht kannst du nur einreichen, wenn du zuvor bei der Krankenkasse formell (mündlich oder schriftlich) Einsprache erhoben hast.

Ziehe das Urteil allenfalls weiter: Wenn du mit dem Entscheid des kantonalen Versicherungsgerichts nicht einverstanden bist, kannst du innert 30 Tagen mit einer weiteren schriftlichen Beschwerde ans Eidgenössische Versicherungsgericht in Luzern gelangen. Dessen Urteil ist endgültig und nicht weiter anfechtbar.

Krankenkassenschulden häufen sich

Immer mehr Jugendliche erhalten zum 18. Geburtstag von ihre Eltern einen Schuldenberg, wegen nicht bezahlter Prämien, übertragen.

Wegen Krankenkassen-Schulden suchen immer mehr Jugendliche Rat bei Fachstellen für Schuldenfragen. In der Regel setzen die Eltern ihre Kinder nicht darüber in Kenntnis, dass sie die Prämien nicht bezahlt haben. Bereits jetzt wurden schon dutzende von Fällen vermerkt, die Dunkelziffer ist jedoch noch einiges höher.

Gemäss Bundesgericht besteht eine selbstständige Prämienpflicht des Kindes. Zwar müssen aufgrund der Unterhaltspflicht die Eltern dessen Krankenkassenprämien bezahlen. Schuldner bleibt aber das Kind.

Viele Fachleute fordern, dass die Krankenkassenprämien direkt vom Lohn abgezogen werden. So könne eine Verschuldung im Vornherein von allen Prämienzahlern verhindert werden. Ebenfalls sollten Jugendliche für Krankenkassenschulden, die von ihren Eltern verursacht wurden, nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können

Eine Motion, dass die Die Krankenkasse-Schulden, die bis zum 18. Altersjahr entstanden sind,  bei den Eltern verbleiben sollten, wurde beim Parlament eingereicht. Der Vorstoss wurde von 23 Nationalräten unterzeichnet. Der Bundesrat lehnt die Motion allerdings ab. Die Begründung lautet wie folgt: „Werde es den Krankenversicherungen untersagt, Versicherte aus der Zeit ihrer Minderjährigkeit zu betreiben, so könnten auch solche jungen Erwachsene nicht belangt werden, die über genügend finanzielle Mittel verfügten, so deren Begründung.“

Was ist in der Tierversicherung dabei?

Beste Betreuung, beste Deckung für deinen Liebling.

Die Tiermedizin bietet immer bessere und vielseitigere Behandlungsmöglichkeiten. Das kann mit entsprechend hohen Kosten verbunden sein. Mit eine Tierversicherung hat man medizinische Betreuung mit umfassender Deckung der Heilungskosten. Bei Krankheit und Unfall, auf Reisen, inklusive Rechtsschutz bei Streitigkeiten.

Kündigung Zusatzversicherung

Kündigung Zusatzversicherung

Kündigungsfristen bei einer Prämienerhöhung:

Die Kündigungsfristen sind von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden. Es gelten die Bestimmungen in den Versicherungsbedingungen. Bei einer Prämienerhöhung infolge eines Wechsels in eine höhere Altersgruppe ist eine Kündigung ebenfalls möglich.

Kündigungsfristen bei einer unveränderten Prämie:

Die Kündigungsfristen für die Zusatzversicherungen sind verschieden. Gewisse Zusatzversicherungen haben eine mehrjährige Mindestlaufzeit und eine Kündigungsfrist von sechs Monaten. Auch hier sollte der Versicherte die Versicherungsbedingungen durchlesen.

WICHTIG!

Kündige deine alte Zusatzversicherung erst, wenn von der neuen Kasse eine vorbehaltlose Aufnahmebestätigung vorliegt!

Fitnessarmbänder Prämienrabatt Falle

Einige Experten warnen vor den Angeboten von Krankenkassen, welche Träger und Trägerinnen von Fitnessarmbändern mit einem Prämienrabatt anlocken. Die Kunden geben mehr persönliche Daten preis als ihnen tatsächlich bewusst ist. Die Angebote, welche die Versicherten zu mehr Bewegung motivieren sollten sind trügerisch.  Denn mit Fitnessarmbändern ist eine Überwachung der Gesundheitsdaten wie Puls, Schlaf Rhythmus oder die Anzahl Schritte möglich.

Solche Angebote seien der Anfang eines neuen Bonus-Malus-System in der Grundversicherungen. Die Prämien würden dann nach den Risiken der einzelnen Versicherten bemessen. Das Grundprinzip der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken in der Grundversicherung werde es in einem solchen System nicht mehr geben

In welchem Kanton ist der Prämienanstieg am höchsten?

Die Krankenkassenprämien sind bekannt und im Durchschnitt sind die Prämien um 4 Prozent gestiegen. Die Prämien für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind mit 5% überdurchschnittlich gestiegen. Junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 25 Jahren müssen mit 4,4 % höheren Prämien rechnen.

Besonders hart trifft die Prämienerhöhung die Romandie. Die Westschweizer Kantone Waadt (6,4 %), Wallis (5,9 %), Neuenburg (5,4 %) und Genf (5,4 %) sind am meisten von den höheren Prämien betroffen.  Am geringsten ist der Prämienanstieg in den Kantonen Schwyz (1,6  %), Uri (1,8 %), Appenzell Innerrhoden, Glarus und Nidwalden (je 1,9 %).  Der Kanton Zürich liegt mit einer Erhöhung um 4 % im Durchschnitt.

Krankenkassen bezahlen Hepatitis-C-Patienten die Medikamente

Bis vor kurzem bekamen nur Hepatitis-C Patienten, bei denen die Erkrankung der Leber fortgeschritten war, die sehr teuren aber hochwirksamen Medikamente von der Krankenkasse vergütet. Die übrig Erkrankten konnten sich jedoch diese teuren Medikamente nicht leisten und griffen daher auf Alternativen vom Ausland.

Doch nun sollen die Krankenkassen alle Behandlungen von den Hepatitis C Patienten bezahlen. Das bedeutet auch, dass die Kosten der teuren Medikamente neu für alle Patienten von den Krankenkassen übernommen werden. Die Kosten der Behandlungen sollen ebenfalls gesenkt werden. Die Behandlung mit einem der beiden Medikamente, für die man bis jetzt zwischen 40 000 und 50 000 Franken bezahlt hat, soll künftig nur noch 30’000.- kosten.

Rettungskosten sollen von der Krankenkasse übernommen werden

Wer die Rettungs- bzw. Transportkosten festlegt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In einigen Kantonen ist es der Spital in anderen die Regierung. Dies verunsichert und verärgert verständlicherweise viele Betroffene!

Wie gravierend die Kosten Unterschiede sind, können anhand von einem Beispiel aufgezeigt werden.

Eine Fahrt von 100 km kostet im Kanton Luzern 900 Franken. Ab dem 100. Kilometer fallen pro Kilometer sechs Franken zusätzlich an. In diesen Kosten ist die medizinische Betreuung nicht inbegriffen. Im Kanton Zug wird hingegen eine Grundtaxe von 500 Franken berechnet. Darin sind die Kosten für die medizinische Versorgung jedoch enthalten.

Aktuell übernehmen die Krankenkassen nur 50% der Transportkosten. Der Interverband für Rettungswesen möchte jedoch veranlassen, dass die Krankenkassen 90% der Kosten übernehmen. Zusätzlich sollen die Rettungskosten ganz von der Krankenkasse bezahlt werden. Sie sind bereits auf der Bundesebene aktiv.

Welche Schönheitsoperationen bezahlen die Krankenkassen?

Kosmetische Mängel am Körper stellen grundsätzlich keine Krankheiten dar.  Eine Schönheitsoperation ist daher keine Pflichtleistung der Krankenkassen.

Da die Leistungspflicht in jedem einzelnen Fall abgeklärt werden muss, sollte vor einem kosmetischen Eingriff unbedingt bei der Krankenkasse nachgefragt werden, ob die Kosten übernommen werden können.

 

Brustkorrektur

In der Regel stellt eine zur Brustvergrösserung durchgeführte Operation keine Pflichtleistung dar. Eine Ausnahme bilden Fälle, in denen die Patientin die von der IV geforderten Bedingungen erfüllt (Poland-Syndrom, Amastie, angeborene Hypoplasie etc.). Der Ersatz eines defekten Implantats durch ein anderes wird vom Versicherer nur dann getragen, wenn es sich bei der ersten Operation bereits um eine Pflichtleistung gehandelt hatte (z. B. bei Brustkrebs).

Die Korrektur von asymmetrischen Brüsten wird in der Regel nicht von den Krankenkassen bezahlt. Die Deckung eines solchen Eingriffs bleibt eine Ausnahme.

Fettschürzenoperation nach Gewichtsverlust

Nach einem grossen Gewichtsverlust bleibt oft eine Fettschürze zurück. Die überschüssige Haut kann durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden. Die Leistungspflicht dieser Operation ist umstritten. Da diese Massnahme aber keinen Krankheitswert besitzt wurde beschlossen, dass diese Operation nicht von der Krankenversicherung getragen werden muss.

Korrektur abstehende Ohren

Wenn der Krankheitswert nicht gegeben ist, gilt die Korrektur von abstehenden Ohren als kosmetischer Eingriff und die Kosten werden daher auch nicht von der Krankenkasse übernommen.

Muttermalentfernung​

Die Entfernung von Muttermalen, bei denen ein Verdacht auf eine bösartige Entwicklung besteht, muss von den Krankenkassen übernommen werden.

​Ausserdem ist eine kosmetische Beeinträchtigung erheblich, wenn das Muttermal sichtbar ist (z.B. Hals, Kopf) und das äussere Ansehen stark beeinflusst. In diesem Fall ist die Leistungspflicht des Krankenversicherers ebenfalls gegeben.

Narbenkorrekturen

Normalerweise sind ästhetische Mängel des Körpers keine Symptome einer Krankheit. Viele Narben verursachen dennoch funktionelle Behinderungen, die Kosten deren Korrektur müssen übernommen werden.

Das Bundesgericht hat drei Voraussetzungen definiert, die erfüllt werden müssen:

  • der Krankenversicherer oder der Unfallversicherer hat  schon die Behandlungskosten der Grunderkrankung oder der Unfallfolgen übernommen
  • die ästhetischen Narben müssen ausgedehnt sein und sie müssen sich an einem sichtbaren Ort befinden
  • die Behandlungskosten müssen angemessen sein und dem ästhetischen Schaden entsprechen