Franchisen steigen mit den Gesundheitskosten

Der Bundesrat möchte, dass zukünftig die Franchisen angepasst werden, sobald die Gesundheitskosten einen gewissen Wert überschreiten. Einen Vorschlag wurde bereits auserarbeitet. Er schlägt vor, Franchisen und Bruttokosten zu Lasten der Grundversicherung im Verhältnis 1:12 zu halten. Sobald die Kosten pro Person 13-mal höher liegen als die ordentliche Franchise, müssen alle Franchisen um 50 Franken angehoben werden. Dies wäre das nächste Mal bei Kosten von 3’900 Franken der Fall. Man geht davon aus, dass diese Erhöhung sicher im Jahr 2020 fällig ist und es danach alle 4 Jahre erhöht wird. Dieser Vorschlag muss nun vom Parlament angenommen werden.

Ziel dieser Erhöhung ist, dass die Versicherten mehr Eigenverantwortung übernehmen und zukünftig nur dann medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, wenn es auch wirklich nötig ist.

Bonus Programm bei Krankenkassen

Wer gesünder lebt, soll davon profitieren. Das sieht das Bonusprogramm verschiedener Krankenkassen vor.

In der Kritik stehen diese Programme jedoch, denn nicht alle können von den Bonus Leistungen profitieren. Beispielsweise diejenigen, die krank, körperlich beeinträchtigt oder alt sind. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Datenerhebung und die dadurch entstehende Frage zum Datenschutz. Doch es werden nicht nur Sportlichkeit belohnt, sondern auch Vorsorge, soziales und gesellschaftliches Engagement. Bezüglich des Datenschutzes haben die verschiedenen Krankenkassen verschiedene Wege. Man sammelt z.B. nur Schrittdaten von Versicherten oder die Bonusleistungen basieren nur auf Befragungsbogen.

Insgesamt kann man sagen, dass alle Versicherten vom Bonus Programm profitieren, weil die Kosten und Prämien für alle weniger ansteigen, wenn der Grossteil der Versicherten gesund lebt.

Lohnt sich eine Tierkrankenversicherung?

Muss ein Haustier zum Arzt, können die Ausgaben für Behandlungen und Medikamente richtig teuer werden. Daher bieten einige Krankenkassen auch Versicherungen für Tiere an. Aber lohnt sich überhaupt solch eine Versicherung?

Die Versicherung übernimmt die Kosten bei Unfällen, Erkrankungen oder für spezielle Operationen. Standardleistungen wie Impfungen und Kastration sind allerdings nicht mitversichert. Die Höhe des Jahresbeitrags richtet sich nach der Tierart, Rasse, Alter, Größe und Gewicht. Je älter das Tier bei Ver­tragsabschluss ist, desto teurer wird es. Ab einem bestimmten Alter werden Haustiere nicht mehr oder nur gegen einen Aufschlag versichert.

Im Durchschnitt zahlt ein Besitzer jährlich zwischen 120 und 450 Franken für einen Hund. Bei einer Katze beginnen die Tarife bei 80 Franken und enden bei 350 Franken. Je nach Prämie hat man noch eine Franchise von bis zu 1000 Franken. Dazu kommt, dass die Versicherungen die Kosten je nach Police nur bis zu einem gewissen Betrag decken.

Eine Krankenversicherung für Tiere lohnt sich nach unseren Recherchen zumeist nicht.

Böse Überraschungen nach Krankenkassen-Makler Besuch

Immer wieder erleben Versicherte böse Überraschungen, nachdem der Versicherungs-Makler zu Besuch war. Die meisten Personen sind der Meinung, dass sie eine Versicherungs-Offerte anfordern würden. In Wirklichkeit unterschreiben sie jedoch einen Antrag für eine Versicherung.

Oft wollen die Versicherten vom Vertrag zurücktreten. Die Krankenkassen stellen sich jedoch häufig auf den Standpunkt, dass sich der Kunde mit dem Antrag verpflichtet hätte. Vom Vertrag könne ein Versicherter nur zurücktreten, wenn die Krankenkasse die Aufnahmefrist von 14 Tagen nicht eingehalten hat.

Versicherungsmakler, die mit Krankenkassen zusammenarbeiten, sorgen seit Jahren für hitzige Gemüter. Nun wird der Nationalrat übernächste Woche über einen Vorstoss diskutieren. Viele Politiker fordern, dass künftig der Bundesrat die Provisionen der Vermittler regeln sollte.

Provisionen für Krankenkassen-Wechsel sollen verboten werden

Vermittlungsprovisionen in der obligatorischen Krankenversicherung sollten in der Zukunft untersagt werden.

Es konnte nachgewiesen werden, dass Krankenkassen Versicherungs-Maklern bis zu 1500 Franken pro neuen Abschluss bezahlen. Insgesamt überwiesen die Krankenkassen an die Vermittler jährlich hunderte von Millionen Franken an Provisionen.

Die Versicherten sind schlussendlich diejenigen, welche diese Kosten über ihre Prämien bezahlen müssen. Nur ein Verbot im Krankenversicherungsgesetz würde klare Bedingungen schaffen. Der St. Galler Kantonsrat hat am Montag eine Standesinitiative überwiesen. Die Regierung unterstützt dieses Verbot!

Zahlen Krankenkassen Yoga-Kurse?

Eine Viertel-Million Schweizerinnen und Schweizer betreiben Yoga. Da stellt sich bei vielen die Fragen, ob die Krankenassen die Kosten der Yoga-Lektionen übernhemen?

Wenn sich Krankenkassen an den Yoga-Kosten beteiligen, dann in der Regel im Rahmen einer  Zusatzversicherung, welche seperat abgeschlossen werden muss. Gewisse Yoga-Praktiken werden bereits von einigen Schweizer Krankenkassen unterstützt. Entschädigt werden allerdings nur anerkannte Yoga-Lehrer. Wichtig ist vor Kursbeginn abzuklären, welche Kosten genau gedeckt werden. Häufig werden nur einige Hundert Franken entschädigt und manchmal sogar auch nur ein Prozentsatz der Gesamtkosten.

Lockerung des Vertragzwanges


Alle Krankenkassen müssen die kassenpflichtigen Leistungen aller zugelassenen Ärzte abrechnen. Dieser Vertragszwang treibt die Kosten, vor allem in den Kantonen mit einer hohen Anzahl von Spezialärzten, in die Höhen.

Die SGK fordert eine Festlegung einer Höchstzahl an zugelassenen Ärzten. Diese müssten gewisse Anforderungen wie Qualität und Wirtschaftlichkeit erfüllen. Zudem sollten die Ärzte einen Vertrag mit einer oder mehreren Krankenkassen abschliessen.

Die entsprechende parlamentarische Initiative hat die Nationalratskommission mit 7 zu 4 Stimmen angenommen. Diese könnte nun einen Erlassentwurf ausarbeiten.

Krankenkassen-Leistungen während der Schwangerschaft

Die Krankenkassen übernehmen grundsätzlich die ärztliche Betreuung und Hilfe sowie die Hebammenhilfe während der Schwangerschaftsvorsorge und der Geburt. Es muss jedoch zwischen normaler Schwangerschaft und einer Risikoschwangerschaft unterschieden werden muss.

Folgende Leistungen werden grundsätzlich ohne Selbstbehalt und Anteil an der Franchise durch die Grundversicherung gewährleistet:

  • die sieben Vorsorgeuntersuchungen,
  • zwei Ultraschallkontrollen
  • Laboranalysen
  • Für die Geburtsvorbereitungskurse vergütet die Krankenkasse 150 Fr., wenn der Kurs von Hebammen geleitet wird.
  • Stationäre oder ambulante Entbindung in der allgemeinen Abteilung in einem der Vertragsspitäler im Wohnkanton bezahlt, in der Regel sind das 5 Tage bei einer normalen Geburt und 8 Tage bei einem Kaiserschnitt

 

Die Grundversicherung übernimmt nicht automatisch die gesamten Kosten für die Behandlung von  Risikoschwangerschaften. Diese Krankheitskosten anzusehen und deshalb von der Schwangeren im Rahmen der Franchise bzw. des Selbstbehalts mitzutragen.

Leistungen der Krankenkasse im Ausland

Wenn der Patient bei einem Auslandsaufenthalt krank wird, wird die notwendige medizinische Notfallbehandlung bezahlt. Die Kosten bei einer freiwilligen Behandlung oder der Kauf von Medikamenten im Ausland werden von der Krankenkasse nicht übernommen.

Die Höhe der Deckung hängt von den Ländern ab. In EU- / EFTA-Ländern hat der Versicherte mit einer europäischen Krankenkasse Anspruch auf Vergütung der gleichen Leistungen, wie die in diesem Land versicherten Personen. Ausserhalb der EU- / EFTA-Länder werden die Kosten von medizinischen Notfallbehandlungen vergütet. Jedoch nur bis höchstens zum doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte.

Zusatzversicherung für Reisen – wann?

In gewissen Nicht-EU- / EFTA-Staaten kann es sinnvoll sein, bei einem Krankenversicherer eine höhere Deckung der ausländischen Behandlungskosten zu versichern. In den USA und Kanada sind die Behandlungskosten sehr hoch, hier würde sich eine Zusatzversicherung lohnen!

Makler-Provisionen treiben Krankenkassen-Kosten hoch

Makler-Provisionen treiben Krankenkassen-Kosten hoch!

500 Millionen Franken jährlich geben Krankenkassen laut einer Analyse für Makler-Abschlussprovisionen aus! Der Kampf um neue Kunden bei den Krankenversicherern läuft auf Hochtouren.

Abschlussprovisionen für Grund- und Zusatzversicherungen sind immer ein Thema. Vor allem dann, wenn die Krankenversicherer ihre Tarife für die Grundversicherung bekannt geben, was vor ein paar Wochen der Fall war.

Moneyland.ch zeigt mit einer Auswertung, dass besonders die Zahlungen der Krankenkassen für Makler-Abschlussprovisionen im Bereich der Zusatzversicherungen hoch ausfallen.

Nur ein kleiner Teil der Provisionen für Grundversicherung

Benjamin Manz, Geschäftsführer von Moneyland.ch, sagt: «Abschlussprovisionen in der Höhe von mehr als 500 Millionen Franken treiben die Verwaltungskosten der Krankenversicherer in die Höhe.» Davon entfielen nur 33 Millionen auf die Grundversicherung.

In der Grundversicherung 2016 betrugen die Provisionen 33 Millionen Franken. Das entspricht 2,4 Prozent der gesamten Verwaltungskosten in der Grundversicherung. Die vom BAG erfassten Zusatzversicherungen weisen laut Manz rund 56 Millionen an Provisionen aus. Der Anteil der Provisionen an den Verwaltungskosten im Bereich Zusatzversicherungen beträgt hohe 25,6 Prozent.

Finma erfasst Zusatzversicherer zusätzlich

Die meisten grossen Anbieter von Zusatzversicherungen werden allerdings nicht vom BAG erfasst, sondern unterliegen der Finma-Kontrolle. Gemäss Finma-Daten haben Krankenkassen für Versicherungsprovisionen von Maklern und Agenten 428 Millionen Franken aufgewendet. «Das entspricht rund 29 Prozent der totalen Verwaltungskosten», heisst es bei Moneyland.ch.

Verwaltungsaufwand von 163 Franken pro Person

Der Verwaltungsaufwand in der obligatorischen Grundversicherung (Personalkosten, Werbung, Provisionen, Administration) beträgt pro versicherte Person im Schnitt 163 Franken laut Moneyland.ch. Vor fünf Jahren lag dieser noch bei 153 Franken.

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