App zur Schnell-Diagnose

Young woman covers her face screen smartphone on a background of the city

Das googlen nach Symptomen ist ein weitverbreitetes Handeln und hat oft eine negative Wirkung, denn viele Patienten erhalten eine schwerwiegende Krankheit als Diagnose. Die Swica will nun mit einer App dagegen steuern. Die App soll anhand eines Symptom-Checks erkennen wie schlimm das medizinische Problem ist und was als Folge getan werden soll, also ob der Patient abwarten soll, sich beim Arzt melden oder gar zum Notfall muss. Damit erhofft sich die Krankenkasse eine Verkleinerung der Anzahl Patienten, die wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen und so die Gesundheitskosten in die Höhe treiben.

Die App mit dem Name Benecura muss einiges beachten, so muss die App den Datenschutz der User gewährleisten, was Swica bestätigt. Auch Swissmedic ist involviert, da die App als Medizinprodukt gehandelt wird und daher unter gesetzlichen Vorgaben läuft.

Das Prinzip mit einer Symptom-Check App ist relativ neu und muss sich erst noch etablieren, aber es ist ein guter Schritt in die Zukunft!

Krankenkassen Prämien direkt vom Lohn abziehen?

Vor einiger Zeit sorgten die schwarzen Listen von Krankenkassen für Schlagzeilen. Vor allem der Vorfall von einem Patienten, der an AIDS starb erschütterte die Bevölkerung. Dieser erhielt keine Medikamente mehr, da er im Verzug mit den Krankenkassenprämien war.

Nun befasst sich der Bundesrat mit dem Thema. Es wird diskutiert, ob die Krankenkassenprämien direkt vom Lohn abgezogen werden soll. Die Krankenkassenprämien würden so regelmässig bezahlt und alle Versicherten würden direkt medizinisch versorgt werden.

Vorschlag für 10’000 Franken Franchise erntet Kritik

Die Chefin der CSS Krankenkasse schlug eine Erhöhung der Mindestfranchise auf bis zu 10’000.- vor. Hand in Hand würde dann aber auch die Prämien bis zu 170.- sinken. Dies würde bedeuten, dass jede Person ihre Krankenkassen Rechnungen bis zu einem Wert von 10’000.- bezahlen müsste, was für chronisch Kranke oder die weniger gutverdienende Bevölkerung schwierig ist. Andererseits wäre es ein Vorteil für diejenigen, die wenig oder nie zum Arzt müssen, denn für sie ändert sich dann nur die Prämien, welche sinken.

Der Vorschlag kam bei den wenigsten gut an, der Ansatz der Franchisenerhöhen jedoch schon, nur nicht so drastisch. Denn die Gesundheitskosten steigen stetig an und müssen irgendwie bezahlt werde. Wenn die Strategie der Franchisenerhöhung gut umgesetzt würde, könnte es sich positiv auf die Gesundheitskosten auswirken.

Bonus Programm bei Krankenkassen

Wer gesünder lebt, soll davon profitieren. Das sieht das Bonusprogramm verschiedener Krankenkassen vor.

In der Kritik stehen diese Programme jedoch, denn nicht alle können von den Bonus Leistungen profitieren. Beispielsweise diejenigen, die krank, körperlich beeinträchtigt oder alt sind. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Datenerhebung und die dadurch entstehende Frage zum Datenschutz. Doch es werden nicht nur Sportlichkeit belohnt, sondern auch Vorsorge, soziales und gesellschaftliches Engagement. Bezüglich des Datenschutzes haben die verschiedenen Krankenkassen verschiedene Wege. Man sammelt z.B. nur Schrittdaten von Versicherten oder die Bonusleistungen basieren nur auf Befragungsbogen.

Insgesamt kann man sagen, dass alle Versicherten vom Bonus Programm profitieren, weil die Kosten und Prämien für alle weniger ansteigen, wenn der Grossteil der Versicherten gesund lebt.

Franchise bald nicht mehr änderbar?

Wer sich behandeln lassen muss, kann seine Franchise heute noch wechseln.

Für viele Versicherte ist die Möglichkeit, die Franchise in ihrer Versicherung zu wechseln, ein entscheidender und wichtiger Spar Punkt. So lässt sich beispielsweise mit der höchsten Franchise von 2’500 Franken eine Menge Geld sparen. Davon profitiert aktuell mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung: Rund 56 Prozent nutzen nicht das Standard Modell von 300 Fr., sondern wählen eine andere Franchise, 18 Prozent davon die Höchste.

Im aktuellen System können die Versicherten ihre Franchise jedes Jahr neu wählen. Dies hat einen grossen Vorteil: Wer sich einem grösseren Eingriff unterziehen muss oder eine längere Therapie plant, kann also seine Franchise senken und somit Kosten sparen, solange die Behandlungen laufen. Diese Art von Wechsel möchte das Parlament nun verbieten. Zukünftig darf die Franchise drei Jahre lang nicht mehr geändert werden. Krankenkassen Wechsel hingegen sollen erlaubt sein.

Diese geplante Änderung soll das Solidaritätsprinzip stärken und bei den Krankenkassen Kosten sparen. Parteien, die gegen diesen Vorstoss sind, argumentieren damit, dass höhere Franchisen damit nur noch für kerngesunde und finanziell abgesicherte Personen attraktiv wären.

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Wie kann ich das Versicherungsmodell wechseln?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Oftmals lohnt es sich, das Modell zu wechseln.

Das Krankenversicherungssystem besteht bekanntlich aus der Krankenkassen Grundversicherung sowie der Zusatzversicherung. Zusatzversicherungen sind freiwillig und  je nach Bedürfnis frei wählbar. Doch auch bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es genügend Komponenten, welche einen Unterschied machen (Alter, Wohnort, Höhe der Franchise etc.). Zudem gibt es diverse Versicherungsmodelle.

Da sich im Laufe des Lebens die Bedürfnisse an die Leistungen der Krankenversicherung ändern, ist es sinnvoll, die Krankenkasse regelmässig zu überprüfen und allenfalls das Modell zu wechseln. Dies, damit man nur für die Leistungen bezahlt, die man wirklich benötigt. Um das Versicherungsmodell der Grundversicherung per Anfang Jahr am 1. Januar zu wechseln, muss man dies seiner Krankenkasse in der Regel bis zum 30. November schriftlich mitteilen. Unterjährige Wechsel sind teilweise möglich, zum Beispiel bei einem Wechsel bestimmter Modelle oder bei einer Änderung des Wohnortes. Bei den Zusatzversicherungen ist eine Reduktion oder Kündigung per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen je nach Prämienhöhe 1 bis 3 Monate.

Möchte man die Vesicherungsdeckung generell heraufsetzen, ist dies per Anfang des nächsten Monats möglich. Geht es um eine Herabsetzung, beträgt die Frist drei Monate.

Wie versichere ich mich als Grenzgänger?

Grenzgänger unsterstehen einer Krankenversicherungspflicht.

Es ist klar dass jeder, der in der Schweiz wohnhaft ist, eine Krankenkassen Grundversicherung abschliessen muss. Doch was ist mit jenen, die nicht in der Schweiz wohnen aber hier erwerbstätig sind?

Seit dem Inkrafttreten der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und den EU/EFTA Staaten untersteht jeder, der in der Schweiz einer Erwebstätigkeit nachgeht, grundsätzlich der Krankenversicherungspflicht. Dies nennt man Erwerbsortprinzip. Dasselbe gilt für Nicht erwerbstätige Familienangehörige, die sich ebenfalls in dem Staat gegen Krankheit versichern lassen müssen, in dem der Erwerbstätige arbeitet. Bei der Krankenkassen Versicherung für Grenzgänger gelten die gleichen Bedingungen wie für Schweizer Bürger. So herrschen die üblichen Kündigungsfristen sowie das Recht auf eine Individuelle Prämienverbilligung. Zuständig ist der Kanton, in dem man arbeitet. Wenn man behandelt werden muss, können Grenzgänger und ihre nicht erwerbstätigen Familienangehörige selber wählen, ob sie sich in der Schweiz oder in ihrem Wohnland behandeln lassen. Im Wohnsitzland gelten dann die dortigen gesetzlichen Pflichtleistungen und Kostenbeteiligungen.

Personen, die in Österreich, Deutschland, Italien oder Frankreich wohnen, sind von den Regelungen weitgehend befreit. Das heisst, dass sie ein „Optionsrecht“ haben. Somit dürfen sie wählen, ob sie sich in der Schweiz oder trotzdem in ihrem Wohnland versichern lassen möchten. So müssen jene Erwebstätige innerhalb 3 Monate nach Arbeitsbeginn eine Schweizer Krankenkasse wählen oder ein Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht bei der zuständigen Behörde einreichen.

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Datenbasierte Prämien – Wer ungesund lebt, zahlt mehr

Wer gesund lebt, soll künftig weniger Prämien bezahlen.

Die Krankenkassen Prämien steigen stetig, zum Unmut aller Versicherten. Dennoch ist kein Ende in Sicht. Gemäss einer Prognose verdoppeln sich die Krankenkassen Prämien bis im Jahr 2030.

Um dies zu verhindern, empfehlen Experten eine intensivere und bessere Nutzung der Patientendaten. Denn wenn die Ärzte die ganze Krankengeschichte kennen, können sie schneller und effizienter handeln. Auch Krankenkassen sollen die Daten dazu nutzen, um die Versicherten zu einem gesunden Verhalten zu bewegen und so Krankheiten zu verhindern. Ein beispiel dafür ist die CSS Versicherung: Wer ein Fitnessarmband trägt und die jeweiligen Daten übermittel, erhält eine Gutschrift. Somit profitiert nicht nur die Krankenkasse, sondern auch der Versicherte.

So soll auch ein Modell mit einem Gesundheitsindex enstehen. Wer einen positiven Indexwert unter anderem in den Bereichen Gewicht und Schlaf aufweist, soll weniger Prämien bezahlen müssen.

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Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland einführen

Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland im Gesetz verankern.

Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland im Gesetz verankern.

Ausländische Dienstleistungen und Waren in Anspruch zu nehmen, ist für Schweizerinnen und Schweizer selbstverständlich. So wird zum Beispiel in Deutschland eingekauft, in England studiert oder importiertes Gemüse aus Portugal gegessen. Jedoch wenn es um die Gesundheit und Krankenkassen geht, sind für die Schweiz die Grenzen zum Ausland geschlossen. Dies soll geändert werden, ohne dass ein Krankenkassen Wechsel stattfinden muss.

Das Schweizer Gesetz schreibt vor, dass die Grundversicherung der Krankenkassen im Normalfall nur Leistungen zahlen darf, die in der Schweiz beansprucht wurden. Diese Regelung wird nun nochmals neu geprüft, nicht zuletzt auch aufgrund diverser Meinungsträger aus Politik und Wirtschaft, insbesondere seitens Versicherungsvertretungen. Die CSS Versicherung spricht sich beispielsweise für offene Grenzen im Gesundheitssystem aus. Dies soll tiefere Kosten und auch höhere Qualität bringen. Der Krankenkassenverband Santésuisse sowie Vertreter von Economiesuisse und der Preisüberwacher teilen dieselbe Meinung. Vor allem bei Medikamenten und Behandlungen, die im Ausland teils bedeutend tiefer sind macht es Sinn, dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen, auch wenn es nicht gesetzeskonform ist. Auch spielen gemäss Experten Qualitätsgründe eine grosse Rolle, so sollen ausländische Kliniken, die in bestimmten Behandlungen spezialisierter und qualifizierter als die Schweiz sind, bevorzugt werden dürfen.

Gegenstimmen, wie beispielsweise der Spitalverbund, argumentieren, dass durch ein solches neues System die Löhne im Gesundheitswesen so enorm unter Druck geraten würden. So würden wahrscheinlich Löhne gekürzt und Stellen gestrichen werden.

Junge sollen weniger, Ältere höhere Krankenkassenprämien zahlen

Nationalrat bittet ältere mehr Prämien zu zahlen

Junge Erwachsene sollen weniger Prämien zahlen

Gemäss der Gesundheitskommission des Nationalrats sollen die Krankenkassenprämien junger Erwachsener gesenkt werden. Im Gegenzug sollen ältere Bürger höhere Prämien zahlen. Der monatliche Mehrbetrag würde sich durchschnittlich auf 19 Franken belaufen.

Ziel dabei ist es zum einen, junge Erwachsene und Familien zu entlasten, sowie das komplizierte System der Prämienverbilligung einfacher zu machen. So müssen sich die Versicherten nicht nach einer neuen Krankenkasse umschauen, womit kein Krankenkassen Wechsel stattfindet. Ein Kernpunkt liegt dabei beim aktuellen Risikoausgleich – ein Ausgleichsmechanismus zwischen Krankenkassen mit vielen jungen, gesundern Erwachsenen und jenen mit mehr älteren, kränkeren Bürgern. Dazu wird etwa 2/3 des Prämienbetrags verwendet.

Dieser Mechanismus soll nun entlastet werden: Krankenkassen mit vielen jungen, gesunden Erwachsenen würden bei den Beiträgen von 19-25 Jährigen bis zu 50% erhalten, was monatlich im Durchschnitt etwa 92 Franken ausmacht. So müssten weniger Prämienverbilligungen beantragt werden, und das frei werdende Geld soll dann der Finanzierung von Kinderprämien dienen.

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