Franchise bald nicht mehr änderbar?

Wer sich behandeln lassen muss, kann seine Franchise heute noch wechseln.

Für viele Versicherte ist die Möglichkeit, die Franchise in ihrer Versicherung zu wechseln, ein entscheidender und wichtiger Spar Punkt. So lässt sich beispielsweise mit der höchsten Franchise von 2’500 Franken eine Menge Geld sparen. Davon profitiert aktuell mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung: Rund 56 Prozent nutzen nicht das Standard Modell von 300 Fr., sondern wählen eine andere Franchise, 18 Prozent davon die Höchste.

Im aktuellen System können die Versicherten ihre Franchise jedes Jahr neu wählen. Dies hat einen grossen Vorteil: Wer sich einem grösseren Eingriff unterziehen muss oder eine längere Therapie plant, kann also seine Franchise senken und somit Kosten sparen, solange die Behandlungen laufen. Diese Art von Wechsel möchte das Parlament nun verbieten. Zukünftig darf die Franchise drei Jahre lang nicht mehr geändert werden. Krankenkassen Wechsel hingegen sollen erlaubt sein.

Diese geplante Änderung soll das Solidaritätsprinzip stärken und bei den Krankenkassen Kosten sparen. Parteien, die gegen diesen Vorstoss sind, argumentieren damit, dass höhere Franchisen damit nur noch für kerngesunde und finanziell abgesicherte Personen attraktiv wären.

Merken

Wie kann ich das Versicherungsmodell wechseln?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Oftmals lohnt es sich, das Modell zu wechseln.

Das Krankenversicherungssystem besteht bekanntlich aus der Krankenkassen Grundversicherung sowie der Zusatzversicherung. Zusatzversicherungen sind freiwillig und  je nach Bedürfnis frei wählbar. Doch auch bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es genügend Komponenten, welche einen Unterschied machen (Alter, Wohnort, Höhe der Franchise etc.). Zudem gibt es diverse Versicherungsmodelle.

Da sich im Laufe des Lebens die Bedürfnisse an die Leistungen der Krankenversicherung ändern, ist es sinnvoll, die Krankenkasse regelmässig zu überprüfen und allenfalls das Modell zu wechseln. Dies, damit man nur für die Leistungen bezahlt, die man wirklich benötigt. Um das Versicherungsmodell der Grundversicherung per Anfang Jahr am 1. Januar zu wechseln, muss man dies seiner Krankenkasse in der Regel bis zum 30. November schriftlich mitteilen. Unterjährige Wechsel sind teilweise möglich, zum Beispiel bei einem Wechsel bestimmter Modelle oder bei einer Änderung des Wohnortes. Bei den Zusatzversicherungen ist eine Reduktion oder Kündigung per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen je nach Prämienhöhe 1 bis 3 Monate.

Möchte man die Vesicherungsdeckung generell heraufsetzen, ist dies per Anfang des nächsten Monats möglich. Geht es um eine Herabsetzung, beträgt die Frist drei Monate.

Wie versichere ich mich als Grenzgänger?

Grenzgänger unsterstehen einer Krankenversicherungspflicht.

Es ist klar dass jeder, der in der Schweiz wohnhaft ist, eine Krankenkassen Grundversicherung abschliessen muss. Doch was ist mit jenen, die nicht in der Schweiz wohnen aber hier erwerbstätig sind?

Seit dem Inkrafttreten der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und den EU/EFTA Staaten untersteht jeder, der in der Schweiz einer Erwebstätigkeit nachgeht, grundsätzlich der Krankenversicherungspflicht. Dies nennt man Erwerbsortprinzip. Dasselbe gilt für Nicht erwerbstätige Familienangehörige, die sich ebenfalls in dem Staat gegen Krankheit versichern lassen müssen, in dem der Erwerbstätige arbeitet. Bei der Krankenkassen Versicherung für Grenzgänger gelten die gleichen Bedingungen wie für Schweizer Bürger. So herrschen die üblichen Kündigungsfristen sowie das Recht auf eine Individuelle Prämienverbilligung. Zuständig ist der Kanton, in dem man arbeitet. Wenn man behandelt werden muss, können Grenzgänger und ihre nicht erwerbstätigen Familienangehörige selber wählen, ob sie sich in der Schweiz oder in ihrem Wohnland behandeln lassen. Im Wohnsitzland gelten dann die dortigen gesetzlichen Pflichtleistungen und Kostenbeteiligungen.

Personen, die in Österreich, Deutschland, Italien oder Frankreich wohnen, sind von den Regelungen weitgehend befreit. Das heisst, dass sie ein „Optionsrecht“ haben. Somit dürfen sie wählen, ob sie sich in der Schweiz oder trotzdem in ihrem Wohnland versichern lassen möchten. So müssen jene Erwebstätige innerhalb 3 Monate nach Arbeitsbeginn eine Schweizer Krankenkasse wählen oder ein Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht bei der zuständigen Behörde einreichen.

Merken

Merken

Merken

Merken

Datenbasierte Prämien – Wer ungesund lebt, zahlt mehr

Wer gesund lebt, soll künftig weniger Prämien bezahlen.

Die Krankenkassen Prämien steigen stetig, zum Unmut aller Versicherten. Dennoch ist kein Ende in Sicht. Gemäss einer Prognose verdoppeln sich die Krankenkassen Prämien bis im Jahr 2030.

Um dies zu verhindern, empfehlen Experten eine intensivere und bessere Nutzung der Patientendaten. Denn wenn die Ärzte die ganze Krankengeschichte kennen, können sie schneller und effizienter handeln. Auch Krankenkassen sollen die Daten dazu nutzen, um die Versicherten zu einem gesunden Verhalten zu bewegen und so Krankheiten zu verhindern. Ein beispiel dafür ist die CSS Versicherung: Wer ein Fitnessarmband trägt und die jeweiligen Daten übermittel, erhält eine Gutschrift. Somit profitiert nicht nur die Krankenkasse, sondern auch der Versicherte.

So soll auch ein Modell mit einem Gesundheitsindex enstehen. Wer einen positiven Indexwert unter anderem in den Bereichen Gewicht und Schlaf aufweist, soll weniger Prämien bezahlen müssen.

Merken

Merken

Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland einführen

Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland im Gesetz verankern.

Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland im Gesetz verankern.

Ausländische Dienstleistungen und Waren in Anspruch zu nehmen, ist für Schweizerinnen und Schweizer selbstverständlich. So wird zum Beispiel in Deutschland eingekauft, in England studiert oder importiertes Gemüse aus Portugal gegessen. Jedoch wenn es um die Gesundheit und Krankenkassen geht, sind für die Schweiz die Grenzen zum Ausland geschlossen. Dies soll geändert werden, ohne dass ein Krankenkassen Wechsel stattfinden muss.

Das Schweizer Gesetz schreibt vor, dass die Grundversicherung der Krankenkassen im Normalfall nur Leistungen zahlen darf, die in der Schweiz beansprucht wurden. Diese Regelung wird nun nochmals neu geprüft, nicht zuletzt auch aufgrund diverser Meinungsträger aus Politik und Wirtschaft, insbesondere seitens Versicherungsvertretungen. Die CSS Versicherung spricht sich beispielsweise für offene Grenzen im Gesundheitssystem aus. Dies soll tiefere Kosten und auch höhere Qualität bringen. Der Krankenkassenverband Santésuisse sowie Vertreter von Economiesuisse und der Preisüberwacher teilen dieselbe Meinung. Vor allem bei Medikamenten und Behandlungen, die im Ausland teils bedeutend tiefer sind macht es Sinn, dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen, auch wenn es nicht gesetzeskonform ist. Auch spielen gemäss Experten Qualitätsgründe eine grosse Rolle, so sollen ausländische Kliniken, die in bestimmten Behandlungen spezialisierter und qualifizierter als die Schweiz sind, bevorzugt werden dürfen.

Gegenstimmen, wie beispielsweise der Spitalverbund, argumentieren, dass durch ein solches neues System die Löhne im Gesundheitswesen so enorm unter Druck geraten würden. So würden wahrscheinlich Löhne gekürzt und Stellen gestrichen werden.

Junge sollen weniger, Ältere höhere Krankenkassenprämien zahlen

Nationalrat bittet ältere mehr Prämien zu zahlen

Junge Erwachsene sollen weniger Prämien zahlen

Gemäss der Gesundheitskommission des Nationalrats sollen die Krankenkassenprämien junger Erwachsener gesenkt werden. Im Gegenzug sollen ältere Bürger höhere Prämien zahlen. Der monatliche Mehrbetrag würde sich durchschnittlich auf 19 Franken belaufen.

Ziel dabei ist es zum einen, junge Erwachsene und Familien zu entlasten, sowie das komplizierte System der Prämienverbilligung einfacher zu machen. So müssen sich die Versicherten nicht nach einer neuen Krankenkasse umschauen, womit kein Krankenkassen Wechsel stattfindet. Ein Kernpunkt liegt dabei beim aktuellen Risikoausgleich – ein Ausgleichsmechanismus zwischen Krankenkassen mit vielen jungen, gesundern Erwachsenen und jenen mit mehr älteren, kränkeren Bürgern. Dazu wird etwa 2/3 des Prämienbetrags verwendet.

Dieser Mechanismus soll nun entlastet werden: Krankenkassen mit vielen jungen, gesunden Erwachsenen würden bei den Beiträgen von 19-25 Jährigen bis zu 50% erhalten, was monatlich im Durchschnitt etwa 92 Franken ausmacht. So müssten weniger Prämienverbilligungen beantragt werden, und das frei werdende Geld soll dann der Finanzierung von Kinderprämien dienen.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Spare viel Geld mit dem Telmed Krankenkassen Modell

Krankenkasse Modelle

Die wichtigsten Informationen zum Telmed Krankenkassen Modell!

Für den Versicherungsnehmer einer Krankenkasse ist es möglich viel Geld zu sparen.
So zum Beispiel mit dem Telmed Modell. Bei diesem Modell holst du dir zuerst telefonisch eine medizinische Auskunft, bevor du einen Arzt aufsuchst. Vorallem für Personen, welche selten gesundheitliche Probleme oder Fragen haben, kann sich dieses Modell lohnen.

Die telefonische Kontaktaufnahme ist nicht notwendig bei Notfällen, der jährlichen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung und der Kontrolluntersuchung beim Augenarzt.

Das Krankenkassen Modell bietet einen grossen Vorteil, denn die telefonische Auskunft erhält man Tag und Nacht. Man kann somit jederzeit jemanden erreichen und nachfragen, auch wenn es sich um kleine Angelegenheiten handelt. Man spart viel Zeit, indem man nicht den Weg zum Arzt auf sich nehmen muss. Zusätzlich sind die Prämien ca. 15 Prozent günstiger als bei der Standard Variante. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass die Beratung keine Behandlung ersetzt. Sofern es notwendig ist, wird man an einen Arzt oder ein Spital weitergeleitet.

Überlegst du, ob du zu diesem Modell wechseln möchtest?
Dann empfehlen wir dir die allgemeinen Vertragsbedingungen deiner Krankenkasse genau durchzulesen. Ob sich das Modell lohnt ist immer abhängig von der persönlichen Situation. Schreibe dir die Vor- und Nachteile auf und wäge ab, ob sich der Wechsel lohnt.

 

Krankenkasse Modelle der Schweiz

Krankenkassen-Modelle

Lerne alle Krankenkassen-Modelle kennen!

In der Schweiz kennen wir vier verschiedene Krankenkasse-Modelle, jede davon hat Vor- und Nachteile, die man berücksichtigen muss. Die Krankenkassenprämien steigen jährlich, um diese Steigerung zu umgehen, soll man sich für das ideale Modell entscheiden. Das Modell kannst du jederzeit wechseln, falls du mit dem jetzigen unzufrieden bist.

Kennst du die Eigenschaften der einzelnen Modelle nicht? Dann kannst du jetzt mitlesen…

Standard-Grundversicherung

Das ist die obligatorische Krankenpflege-Versicherung. Diese wird mit den identischen Leistungen von allen Krankenkassen angeboten. Die Arztauswahl darf man selber bestimmen.

Hausarztmodell

Bei dem Hausarztmodell verzichtet der Versicherte auf eine freie Arztwahl. In einem Krankheitsfall muss er sich also immer an den festen Hausarzt wenden. Diese Pflicht muss man jedoch bei Notfällen, Gynäkologische Untersuchungen und bei der Kontrolle bei dem Augenarzt nicht zwingend berücksichtigen.

Dem Versicherten werden von der Krankenkasse verschieden Ärzte zur Auswahl gestellt. Der gewählte Hausarzt ist somit für den Versicherten verantwortlich. Falls es medizinisch erforderlich ist, wird der Versicherte vom Hausarzt zu einem Spezialisten weitergeleitet.

HMO

Ausgeschrieben bedeutet HMO „Health Maintenance Organization“ und auf Deutsch „Gesundheitserhaltungsorganisation“.

Bei diesem Krankheitsversicherungsmodell wird wie bei dem Hausarztmodell vorgegangen, demgemäss wird bei diesem Modell die Arztauswahl ebenfalls vorgewiesen. Dieser Hausarzt ist ein so genannter „Gatekeeper“, übersetzt bedeutet Gatekeeper „Türsteher“. Der Begriff definiert die Aufgabe des Hausarztes. Im Falle der Fälle muss sich der Patient an den Gatekeeper wenden. Diese Formulierung wird im Hausarzt- und HMO-Modell häufig angewendet.

Alle internen Leistungen bei Spezialärzten oder Spitalaufenthalten werden von dem monatlichen Pauschal bezahlt, die der Versicherte für die medizinische Versorgung des Arztes auszahlen muss.

Würde es zu einem Notfall kommen, muss sich der Versicherte zuerst bei dem Hausarzt melden. Falls der Arzt nicht erreichbar ist oder der Versicherte befindet sich nicht am Wohn- oder Arbeitsort, sucht er den nächsten Notfallarzt auf. Nach der Untersuchung muss dann aber der HMO-Arzt informiert werden und dieser entscheidet wie es weiter geht.

Telmed

Bei dem Auftreten einer Krankheit informiert sich der Versicherte zuerst telefonisch bei einer Beratungsstelle, noch vor dem Arztbesuch. Am anderen Ende der Telefon Leitung teilt die medizinische Fachperson dem Versicherten mit, wie dieser sich verhalten soll oder leitet den Patienten an einen Arzt, Spital oder Therapeuten weiter.

Merken