Trotz Prämienerhöhung sparen

Im Durchschnitt zahlen wir im Jahr 2018 ca. 156 Franken mehr Prämien. Mit einem Krankenkassenwechsel kann der Versicherte trotz Prämienerhöhung im Durchschnitt über 450 Franken sparen. Mit einem Wechsel zu einem günstigeren Sparmodell wäre sogar eine Ersparnis von 735 pro Person möglich. Folgende Sparmodelle gibt es:

  • Telemed-Modell
  •  HMO-Modell
  • Apotheken- oder Hausarzt-Modelle

 

Auch die Streichung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse, wenn man vom Arbeitgeber versichert ist, gehört zu einer weiteren möglichen Sparmassnahme. Ebenfalls sollte sich der Versicherte über seine Franchisen Gedanken machen, denn nur die Franchisen von 300.- und 2’500.- zahlen sich aus. Die tiefste Franchise eignet sich für Versicherte mit sehr hohen Gesundheitskosten und die 2500 Franken werden bei geringen Gesundheitskosten empfohlen.

Mit einem Anbieter, Modell- und Franchisen-Wechsel kann man also nicht nur die Prämienerhöhung umgehen, sondern noch weniger bezahlen als im vorherigen Jahr.

Kündigungsfristen für Krankenkassen

Grundversicherung

Bei der Grundversicherung gelten immer die gleichen Kündigungsfristen unabhängig, ob sich die Prämien erhöhen, gleichbleiben oder sich senken.

Ein Krankenkassenwechsel ist jeweils erst auf Ende des Kalenderjahres möglich. Für eine Kündigung per 31. Dezember muss das Kündigungsschreiben bis zum 30. Novemberresp. bis zum letzten Arbeitstag im November bei der Krankenkasse eingetroffen sein. Versicherte mit einer Franchise von 300.- und einer Standart-Grundversicherung können auch per 31. März kündigen.

Die Kündigung muss als eingeschriebener Brief versendet werden.

Zusatzversicherung

Bei einer Prämienerhöhungen gelten die Bestimmungen in den Versicherungsbedingungen.
Bei einer unveränderten Prämie wird geraten die alte Zusatzversicherung erst zu kündigen, wenn von der neuen Kasse eine Aufnahmebestätigung vorliegt. Die Krankenkassen können einen Vorbehalt anbringen, wenn sie den Antragssteller in gesundheitlicher Hinsicht als ein ungünstiges Risiko beurteilen. Dies bedeutet dann für den Versicherten, dass er keinen Anspruch auf Leistungen hat.

Rettungskosten sollen von der Krankenkasse übernommen werden

Wer die Rettungs- bzw. Transportkosten festlegt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In einigen Kantonen ist es der Spital in anderen die Regierung. Dies verunsichert und verärgert verständlicherweise viele Betroffene!

Wie gravierend die Kosten Unterschiede sind, können anhand von einem Beispiel aufgezeigt werden.

Eine Fahrt von 100 km kostet im Kanton Luzern 900 Franken. Ab dem 100. Kilometer fallen pro Kilometer sechs Franken zusätzlich an. In diesen Kosten ist die medizinische Betreuung nicht inbegriffen. Im Kanton Zug wird hingegen eine Grundtaxe von 500 Franken berechnet. Darin sind die Kosten für die medizinische Versorgung jedoch enthalten.

Aktuell übernehmen die Krankenkassen nur 50% der Transportkosten. Der Interverband für Rettungswesen möchte jedoch veranlassen, dass die Krankenkassen 90% der Kosten übernehmen. Zusätzlich sollen die Rettungskosten ganz von der Krankenkasse bezahlt werden. Sie sind bereits auf der Bundesebene aktiv.

Krankenkassenprämien steigen um vier bis fünf Prozent

Auch dieses Jahr befürchtet der Krankenkassenverband Santésuisse wieder ein Ansteigen der Krankenkassenprämien. Laut ersten Schätzungen geht man von vier bis fünf Prozent aus.

Es gibt zwei wesentliche Gründe für den Kostenanstieg. Der erste Grund sind die steigenden Kosten bei den stationären Spitalkosten. Es handelt sich um eine stationäre Behandlung, wenn der Patient im Spital übernachtet. Die stationären Spitalkosten werden unter den Kantonen und Krankenkassen aufgeteilt. Die Kantone haben in den letzten Jahren ihren Anteil auf 55 Prozent erhöht. Diese konstante Erhöhung des Kostenanteils wird im 2018 nicht mehr stattfinden. Es wird aber davon ausgegangen, dass die stationären Spitalbehandlungen zunehmen. Dies bedeutet, dass die Versicherten mehr von den Kosten übernehmen müssen.

Der zweite Grund sind die Kosten der ambulanten Behandlungen. Da ambulante Behandlungen von den Kantonen forciert werden, gibt es immer mehr ambulante Behandlungen. Die ambulanten Spitalkosten tragen die Krankenkassen allein und somit auch die Krankenkassen Versicherten.  Mehr ambulante Behandlungen bedeuten also auch höhere Prämien für den Versicherten.

Krankenkassenleitsung bei einer Schwangerschaft

Krankenkassen-Leistung für Schwangere

Bei einer Schwangerschaft bezahlt die Krankenkasse die Kosten der Kontrolluntersuchungen, Geburt, Nachkontrolle und Stillberatung. Für die Schwangere gibt es keine Kostenbeteiligung.  Das heisst, man zahlt weder Franchise noch Selbstbehalt oder Spitalbeitrag. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Geburt im Spital, im Geburtshaus oder für die Hausgeburt vollumfänglich. Zu den bezahlten Kontrolluntersuchungen gehören Ultraschalluntersuchungen sowie die Abklärung des Ersttrimestertest und der nicht-invasive Pränatal-Test (NIPT). Liegt ein erhöhtes Risiko vor, werden die Fruchtwasseruntersuchung und die Plazentauntersuchung vergütet. Du kannst deine Krankenkasse wechseln, sollte diese die genannten Leistungen nicht decken.

Der Spitalaufenthalt von Baby und Mutter wird von der Krankenkasse der Mutter übernommen, ebenfalls ohne Franchise, Selbstbehalt oder Spitalbeitrag. Wenn das Neugeborene jedoch eine Spitalbehandlung aufgrund von einer Krankheit benötigt, zahlt die Krankenkasse des Kindes und es fällt die Kostenbeteiligung des Selbstbehalts an.

Zu beachten gilt:

  • Frauen müssen sich ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis acht Wochen nach der Geburt bei Komplikationen oder Krankheit nicht an den Behandlungskosten beteiligen.
  • Komplikationen während der ersten bis Ende der zwölften Schwangerschaftswoche gelten weiterhin als Krankheit. Die Kostenbeteiligung bleibt während diesem Zeitraum der Schwangerschaft bestehen.
  • Wenn das Spital oder das Geburtshaus nicht auf der Liste des Wohnsitzkantons stehen, sollte die Deckung der Kosten mit der Krankenkasse überprüft werden.
  • Die Krankenversicherung beteiligt sich nur an den Kosten für Geburtsvorbereitungskurse wenn diese von einer Hebamme durchgeführt werden.

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Krankenkasse für Ihr Baby

Krankenkassen für Babys

Jedes Baby muss innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Krankenkasse gegen Krankheit und Unfall versichert werden. Kinder und Eltern müssen nicht bei der gleichen Kasse versichert sein. Die Wahl der Krankenkasse steht den Familien demnach frei.

Das Kind wird durch die Anmeldung rückwirkend auf den Zeitpunkt der Geburt versichert. Melden Eltern ihr Kind verspätet an, entsteht eine Deckungslücke. Bei verspäteter Anmeldung beginnt der Versicherungsschutz also erst ab Beitrittsdatum. Die Krankenkasse vergütet also die Auslagen, die seit der Geburt entstanden sind, nicht. Wird keine Versicherung abgeschlossen wird einem automatisch eine beliebige Krankenkasse zugewiesen.

Die Krankenkassen sind verpflichtet auch kranke Kinder in die Grundversicherung aufzunehmen. Möchte man jedoch ein krankes Kind für eine Zusatzversicherung anmelden, kann die Krankenkasse den Antrag ablehnen. Es empfiehlt sich demnach den Antrag für die Grundversicherung sowie auch für die Zusatzversicherung vor der Geburt zustellen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nicht bei allen Krankenkassen.

Bei vielen Kindern werden irgendwann teure Zahnkorrekturen nötig. Deshalb kann sich eine zusätzliche Zahnversicherung lohnen. Diese Zusatzversicherung sollte am besten kurz nach der Geburt abgeschlossen werden. Viele Krankenkassen verlangen nämlich eine zahnärztliche Untersuchung, bevor sie das Kind in die Versicherung aufnehmen.

Versicherung für dein Haustier

Krankenkasse Tipps

Die Tierversicherung für deinen geliebten Vierbeiner!

Eine Tierversicherung versichert dein Haustier vor Krankheit und Unfall. Die meisten Anbieter bietene eine Versicherung für Hunde und Katzen an. Eine Katzenversicherung kann man bereits ab 5.15 Franken und eine Hundeversicherung ab 10.40 Franken pro Monat abschliessen.

Eine Tierversicherung lohnt sich für jeden Hund und jede Katze. Denn wird das Tier plötzlich krank oder hat einen Unfall, fallen fast immer hohe und unvorhergesehene Kosten an. Eine Tierversicherung schützt Sie vor hohen finanziellen Ausgaben.

Bei Tieren, welche älter als 7 Jahre sind wird die Aufnahme in die Versicherung sehr schwierig. Es gibt wie auch bei der Krankenkasse für den Menschen verschiedene Versicherungsarten mit unterschiedlichen Selbstbehalten. Somit variieren auch die Prämien und Leistungen pro Anbieter.

Tierversicherungen decken bis zu 90 Prozent der Tierarztkosten. In den Leistungen sind die physiotherapeutische Behandlungen oder homöopathische Mittel inbegriffen. Tierversicherungen beteiligen sich zudem finanziell an Impfkosten, Anzeigekosten bei Verlust oder Diebstahl des Tiers und Unterbringungskosten. Ebenso von der Tierversicherung abgedeckt werden Notfalltransporte durch die Tierambulanz und eine finanzielle Beteiligung am Aufenthalt in einer Tierklinik.

Eine Tierversicherung ist auf jeden Fall für jeden Tierbesitzer zu empfehlen. Damit sind die Tiere bei Unfall oder Krankheit versorgt und die Kosten bleiben kalkulierbar.

CSS: Krankenkassen Prämien neu im Voraus

Die neue Regelung  stellt für Viele eine finanzielle Hürde dar.

Bisher war es bei der CSS Versicherung so, dass die Kunden ihre Krankenkassen Prämien immer im Nachhinein bezahlt haben. Dies hat die Krankenkasse als kundenfreundlicher empfunden, obwohl die meisten Versicherungen dies anders handhaben. Doch nach einer Prüfung des Bundesamtes für Gesundheit BAG hat sich herausgestellt, dass diese Rechnungspraxis gegen Artikel 90 der sogenannten Verordnung über die Krankenversicherung verstösst. Dort wurde einst festgelegt, dass die Prämienrechnung und Bezahlung im Voraus zu erfolgen hat.

Von der Umstellung sind weitere Krankenkassen betroffen, darunter Sanagate, Intras und Arcosana. Für die Kunden ist es ebenfalls mit Mühe verbunden. Aufgrund der Änderung müssen diese nämlich im Monat Mai zwei Rechnungen begleichen. Dies stellt für viele Versicherte eine grosse finazielle Belastung dar. Daher ist es den Betroffenen anzuraten, die Krankenkassen nicht gleich zu wechseln, sondern mit ihnen Kontakt aufzunehmen und eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Franchise bald nicht mehr änderbar?

Wer sich behandeln lassen muss, kann seine Franchise heute noch wechseln.

Für viele Versicherte ist die Möglichkeit, die Franchise in ihrer Versicherung zu wechseln, ein entscheidender und wichtiger Spar Punkt. So lässt sich beispielsweise mit der höchsten Franchise von 2’500 Franken eine Menge Geld sparen. Davon profitiert aktuell mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung: Rund 56 Prozent nutzen nicht das Standard Modell von 300 Fr., sondern wählen eine andere Franchise, 18 Prozent davon die Höchste.

Im aktuellen System können die Versicherten ihre Franchise jedes Jahr neu wählen. Dies hat einen grossen Vorteil: Wer sich einem grösseren Eingriff unterziehen muss oder eine längere Therapie plant, kann also seine Franchise senken und somit Kosten sparen, solange die Behandlungen laufen. Diese Art von Wechsel möchte das Parlament nun verbieten. Zukünftig darf die Franchise drei Jahre lang nicht mehr geändert werden. Krankenkassen Wechsel hingegen sollen erlaubt sein.

Diese geplante Änderung soll das Solidaritätsprinzip stärken und bei den Krankenkassen Kosten sparen. Parteien, die gegen diesen Vorstoss sind, argumentieren damit, dass höhere Franchisen damit nur noch für kerngesunde und finanziell abgesicherte Personen attraktiv wären.

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Wie kann ich das Versicherungsmodell wechseln?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Oftmals lohnt es sich, das Modell zu wechseln.

Das Krankenversicherungssystem besteht bekanntlich aus der Krankenkassen Grundversicherung sowie der Zusatzversicherung. Zusatzversicherungen sind freiwillig und  je nach Bedürfnis frei wählbar. Doch auch bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es genügend Komponenten, welche einen Unterschied machen (Alter, Wohnort, Höhe der Franchise etc.). Zudem gibt es diverse Versicherungsmodelle.

Da sich im Laufe des Lebens die Bedürfnisse an die Leistungen der Krankenversicherung ändern, ist es sinnvoll, die Krankenkasse regelmässig zu überprüfen und allenfalls das Modell zu wechseln. Dies, damit man nur für die Leistungen bezahlt, die man wirklich benötigt. Um das Versicherungsmodell der Grundversicherung per Anfang Jahr am 1. Januar zu wechseln, muss man dies seiner Krankenkasse in der Regel bis zum 30. November schriftlich mitteilen. Unterjährige Wechsel sind teilweise möglich, zum Beispiel bei einem Wechsel bestimmter Modelle oder bei einer Änderung des Wohnortes. Bei den Zusatzversicherungen ist eine Reduktion oder Kündigung per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen je nach Prämienhöhe 1 bis 3 Monate.

Möchte man die Vesicherungsdeckung generell heraufsetzen, ist dies per Anfang des nächsten Monats möglich. Geht es um eine Herabsetzung, beträgt die Frist drei Monate.