Soll eine Zahnversicherung obligatorisch werden?

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Wird die Zahnversicherung bald obligatorisch?

Die Krankenversicherung in der Schweiz ist obligatorisch. Wo du deine Krankenkasse abschliesst, kannst du selbst entscheiden, ebenso welche Zusatzversicherungen du hinzufügen lässt. Die Anbieter der Grundversicherung haben grundsätzlich genau den gleichen Leistungskatalog.
Grundsätzlich kannst du bei jeder Krankenkasse folgende Zusatzversicherungen abschliessen: Komplementärmedizin, Rettungs- und Transportkosten, Zahnbehandlungskosten, Brillen, Zahnstellungs-Korrekturen, Schutz- und Reiseschutzimpfungen sowie Bade- und Erholungskuren.

Bei allen Krankenkassen werden Zahnkosten nicht übernommen, sofern Behandlungen nicht im Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung stehen.

Wer also einen Zahnarzt aufsucht, der bezahlt die Rechnung selber, egal ob es sich dabei um eine Kontrolle, eine Korrektur oder die Behandlung von Karies geht.
Rund 90 Prozent der Zahnkosten zahlen Patienten aus der eigenen Tasche. Pro Monat gibt ein Einwohner so durchschnittlich knapp 40 Franken aus.

In der Romandie und im Tessin wehren sich Gewerkschaften und linke Parteien gegen dieses System. Sie haben eine ganze Reihe von kantonalen Initiativen und Vorstössen aufgegleist, die alle eine neue, obligatorische Zahnversicherung verlangen für ihren Kanton.

Im Kanton Waadt kommt es wahrscheinlich noch in diesem Jar zu einer kantonalen Initiative, die neben der obligatorischen Zahnversicherung auch öffentliche Zahnkliniken fordert.
Finanziert würde die Zahnversicherung, mit ca. 1 Prozent des Einkommens, über den Lohn. 0.5 Prozent müsste der Arbeitgeber und 0.5 Prozent Arbeitnehmer übernhemen. Bei der Annahme von 5’000 Franken Einkommen monatlich, müssten beide Parteien rund 25 Franken bezahlen.

Diese Kosten übernimmt deine Krankenkasse

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Das ABC der Krankenkasse!

Die Krankenversicherung in der Schweiz ist obligatorisch. Wo du deine Krankenkasse abschliesst, kannst du selbst entscheiden, ebenso welche Zusatzversicherungen du hinzufügen lässt. Die Anbieter der Grundversicherung haben grundsätzlich genau den gleichen Leistungskatalog. Erfahre hier, welche Leistungen von deiner Krankenkasse übernommen werden müssen.
Grundsätzlich kommt die Vergütung bei Krankheit und Mutterschaft zum Tragen. Bei Unfällen nur, wenn keine andere Versicherung dies abdeckt.

Hier siehst du ein ABC mit Beispielen, welche Leistungen von der Grundversicherung übernommen werden.

Arztkosten: Wenn der Arzt dem Verband FMH angeschlossen ist, werden die Kosten von der Grundversicherung übernommen. Der Arzt hat dich zu informieren, wenn die Versicherung für bestimmte Leistungen nicht aufkommt.

Medikamente: Grundsätzlich werden alle Arzneimittel, die dir von einem Arzt verschrieben wurden von der Grundversicherung übernommen. Falls ein Medikament nicht übernommen wird, dann hat dich dein Arzt darüber zu informieren.

Brillen/Kontaktlinsen: Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren werden pro Jahr 180 Franken für Brille oder Kontaktlinsen übernommen, sofern ein Rezept des Augenarztes vorliegt. Falls 180 Franken zu wenig sind, dann kannst du eine Zusatzversicherung abschliessen.

Zahnarzt: Sofern Behandlungen nicht im Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung stehen, werden die Kosten nicht übernommen.

Impfungen: Die Kosten für Impfungen werden gemäss Richtlinien und Empfehlungen des Schweizerischen Impfplans übernommen. Reiseimpfungen müssen selbst bezahlt werden.

Komplementärmedizin: Die antroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie und traditionelle Chinesische Medizin werden vergütet. Es ist jedoch zu beachten, dass ein Arzt mit entsprechender Weiterbildung die Behandlung durchführt.

Mutterschaft: Besondere Vorsorgeuntersuchungen vor und nach der Geburt sowie Geburtsvorbereitungskurse, Stillberatung und Hebammen-Leistungen werden teilweise übernommen.

Transport- und Rettungskosten: Von der Grundversicherung wird die Hälfte der Rettungskosten (bis 5000 Franken) bei der Rettung von Personen in Lebensgefahr übernommen. Für Transporte, bei denen keine unmittelbare Lebensgefahr besteht, zahlt die Grundversicherung 50 Prozent und höchstens 500 Franken.

Spitalbehandlungen: Von der Grundversicherungen werden Leistungen in der allgemeinen Abteilung eines Spitales übernommen, sofern das Spital auf der Spitalliste des Wohnkantons steht. Notfallbehandlungen werden immer übernommen, wenn die Behandlung in der Schweiz erfolgt.

Nicht-ärztliche Therapien (Physiotherapie, Ernährungsberatung etc.): Es wird von der Krankenpflege-Leistungsverordnung geregelt, ob eine solche Therapie von der Grundversicherung rückvergütet wird oder nicht. Es gelten zudem besondere Bestimmungen, so muss ein zugelassener Therapeut die Behandlungen übernehmen und die Sitzungen sind begrenzt (zum Beispiel neun Sitzungen innerhalb von drei Monaten).

Spitex: Wenn der Arzt die Bewilligung der Krankenkasse hat, kann er bis zu 60 Spitex-Stunden, von qualifiziert und anerkanntem Pflegefachpersonal, pro Quartal verordnen.

Vorsorge: Gewisse Präventivmassnahmen wie zum Beispiel Impfungen, gewisse Untersuchungen und Früherkennung oder Fitnessabos sind teilweise gedeckt.

Die genannten Leistungen werden dann von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen, wenn Franchise und Selbstbehalt bereits ausgereizt sind. Ansonsten übernimmt sie die Leistung abzüglich Franchise und Selbstbehalt.