Rettungskosten sollen von der Krankenkasse übernommen werden

Wer die Rettungs- bzw. Transportkosten festlegt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In einigen Kantonen ist es der Spital in anderen die Regierung. Dies verunsichert und verärgert verständlicherweise viele Betroffene!

Wie gravierend die Kosten Unterschiede sind, können anhand von einem Beispiel aufgezeigt werden.

Eine Fahrt von 100 km kostet im Kanton Luzern 900 Franken. Ab dem 100. Kilometer fallen pro Kilometer sechs Franken zusätzlich an. In diesen Kosten ist die medizinische Betreuung nicht inbegriffen. Im Kanton Zug wird hingegen eine Grundtaxe von 500 Franken berechnet. Darin sind die Kosten für die medizinische Versorgung jedoch enthalten.

Aktuell übernehmen die Krankenkassen nur 50% der Transportkosten. Der Interverband für Rettungswesen möchte jedoch veranlassen, dass die Krankenkassen 90% der Kosten übernehmen. Zusätzlich sollen die Rettungskosten ganz von der Krankenkasse bezahlt werden. Sie sind bereits auf der Bundesebene aktiv.

Magenbypass Operation – wann zahlt die Krankenkasse?

Lange übernahmen die Krankenkassen die Kosten für die Magenbypass Operation erst ab einem BMI von über 40 und nur bis zu einem Alter von 65 Jahren.

Der Bund senkte jedoch die Mindestlimite für Übergewichts-Operationen. Seit 2011 ist die Operation bereits bei einem BMI von über 35 Krankenkassenpflichtig und das Alter des Übergewichtigen spielt keine Rolle mehr. Begründet wird der Entscheid damit, dass die Übergewichts-Operationen auch schon bereits bei einem BMI von über 35 wirksam sei. Die einzige Voraussetzung ist, dass der Versicherte bereits während zwei Jahren erfolglos versucht hat, sein Gewicht mit einer sogenannten konservativen Therapie zu senken. Diese besteht aus Ernährungsbe­ratung, Verhaltenstherapie, Bewegung und allenfalls Medikamenten.

Nun sollen die Einschlusskriterien für eine Übergewichts-Operation weiter gelockert werden. Einige Fachleute stehen nämlich der zwei Jährigen Wartezeit kritisch gegenüber. Sie sind der Meinung, dass viele Patienten sowieso schon mehrere erfolglose Abnehmversuche hinter sich haben und nach gründlicher Abklärung mit dem Arzt eine Wartezeit von zwei Jahre überflüssig sei.

Das Medical Board empfiehlt auch, dass Krankenkassen unter Umständen bei einem BMI zwischen 30 und 35 einen chirurgischen Eingriff bezahlen sollten. Wenn Patienten Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Gelenkbeschwerden haben, kann eine Operation ebenfalls notwendig sein. Man sollte sich demnach auch nicht zu stark nach dem BMI richten.

Die 6 grössten Fehler bei der Krankenkassen-Wahl

Bald kommt wieder der leidige Krankenkassen-Wechsel. Wir verraten euch, welche Fehler Ihr bei der Krankenkassenwahl unbedingt vermeiden sollt.

Kein genauer Krankenkassen-Vergleich

Die Prämien können pro Krankenkasse sehr stark variieren, deshalb lohnt es sich bei der Krankenkassenwahl ein wenig mehr Zeit zu investieren. Ebenfalls sollte man rechtzeitig damit beginnen Krankenkassen zu vergleichen. So hat man genügend Zeit die Grund- und Zusatzversicherung zu kündigen und eine neue Versicherung abzuschliessen. Mit einem Krankenkassenwechsel kann man jährlich bis zu 1000.- Franken Prämien einsparen.

Falsche Franchisen-Wahl

Bei der Franchisen Wahl gilt folgende Regel: Entweder die tiefste (300.-) oder die höchste Franchise (2’500.-) wählen. Die mittlere Franchise lohnt sich nicht. Viele Schweizer haben die falsche Franchise gewählt und zahlen jährlich bis zu 100.- zu viel.

Falsches Modell wählen

Viele Schweizer haben das teure Standard-Modell versichert. Es gibt jedoch viele günstigere Modelle, wie zum Beispiel das Hausarzt-, Apotheken- oder Telmed-Modell. Der Unterschied ist, dass der Versicherte zuerst den Hausarzt, die Apotheke oder ein telemedizinisches Callcenter kontaktieren muss bevor dieser ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen kann.

Das Vergessen von Prämienverbilligungen

Schweizer mit einem geringen Einkommen können Prämienverbilligungen beantragen. Die Prämienverbilligungen gelangen jedoch nicht automatisch zu den Krankenkassen. Viele Versicherte kümmern sich nicht um die Prämienverbilligung und so entgeht Ihnen bis zu 1000.- im Jahr. Verpasste Prämienverbilligungen können bis zu zwei Jahre später nachgereicht werden.

Arztrechnung nicht einsenden

Wichtig ist, dass man bei der „Tiers Garant“ Methode die Arztrechnungen immer der  Krankenkasse zu sendet. Oft vergessen viele Versicherte dies jedoch und verpassen so den Rückvergütungsanspruch.

Prämienrabatte verpassen

Einige Krankenkassen gewähren, gegen Vorauszahlungen, einen Prämien Rabatt. Der Rabatt kann bis zu 2% betragen. Ist es finanziell möglich, dann lohnt sich solch eine Skonto-Zahlung auf jeden Fall.

Krankenkassenleitsung bei einer Schwangerschaft

Krankenkassen-Leistung für Schwangere

Bei einer Schwangerschaft bezahlt die Krankenkasse die Kosten der Kontrolluntersuchungen, Geburt, Nachkontrolle und Stillberatung. Für die Schwangere gibt es keine Kostenbeteiligung.  Das heisst, man zahlt weder Franchise noch Selbstbehalt oder Spitalbeitrag. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Geburt im Spital, im Geburtshaus oder für die Hausgeburt vollumfänglich. Zu den bezahlten Kontrolluntersuchungen gehören Ultraschalluntersuchungen sowie die Abklärung des Ersttrimestertest und der nicht-invasive Pränatal-Test (NIPT). Liegt ein erhöhtes Risiko vor, werden die Fruchtwasseruntersuchung und die Plazentauntersuchung vergütet. Du kannst deine Krankenkasse wechseln, sollte diese die genannten Leistungen nicht decken.

Der Spitalaufenthalt von Baby und Mutter wird von der Krankenkasse der Mutter übernommen, ebenfalls ohne Franchise, Selbstbehalt oder Spitalbeitrag. Wenn das Neugeborene jedoch eine Spitalbehandlung aufgrund von einer Krankheit benötigt, zahlt die Krankenkasse des Kindes und es fällt die Kostenbeteiligung des Selbstbehalts an.

Zu beachten gilt:

  • Frauen müssen sich ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis acht Wochen nach der Geburt bei Komplikationen oder Krankheit nicht an den Behandlungskosten beteiligen.
  • Komplikationen während der ersten bis Ende der zwölften Schwangerschaftswoche gelten weiterhin als Krankheit. Die Kostenbeteiligung bleibt während diesem Zeitraum der Schwangerschaft bestehen.
  • Wenn das Spital oder das Geburtshaus nicht auf der Liste des Wohnsitzkantons stehen, sollte die Deckung der Kosten mit der Krankenkasse überprüft werden.
  • Die Krankenversicherung beteiligt sich nur an den Kosten für Geburtsvorbereitungskurse wenn diese von einer Hebamme durchgeführt werden.

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Reisekrankenversicherung

Erfahre hier alles über die Reisekrankenversicherung!

Im Ausland ist man nur teileweise durch die gesetzliche Krankenkasse versichert. Je nach Land und je nach Art der Erkrankung oder Behandlung übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Ist die Behandlung im Ausland teurer, als in der Schweiz übernimmt die Krankenkasse die angefallenen Mehrkosten ebenfalls nicht. Wenn du in ein Land reist, welches nicht zu den Schengen-Staaten gehört, dann bist du ohne eine Reisekrankenversicherung auch nicht krankenversichert. Alle Kosten einer Arzt-Behandlung oder eines Spitalaufenthaltes fallen so auf dich zurück.

Es ist möglich für jede einzelne Reise eine Reisekrankenversicherung abzuschliessen oder eine ganzjährige Versicherung abzuschliessen. Wenn man mehrmals im Jahr verreist zahlt sich eine ganzjährige Reisekrankenversicherung mehr aus.

Auf folgende Punkte musst du bei einer Reiseversicherung achten:

  • Ist dein Reiseland inbegriffen?
  • Sind deine Aktivitäten inbegriffen (Tauchen etc.)
  • Wie hoch ist dein Selbstbehalt?
  • Wann hast du keinen Anspruch auf die Leistungen der Versicherung? (Alkoholkonsum etc.)

 

Wenn du all das berücksichtigst kannst du sorglos in die Ferien verreisen und deine Auszeit in vollen Zügen geniessen!

Krankenkasse für Ihr Baby

Krankenkassen für Babys

Jedes Baby muss innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Krankenkasse gegen Krankheit und Unfall versichert werden. Kinder und Eltern müssen nicht bei der gleichen Kasse versichert sein. Die Wahl der Krankenkasse steht den Familien demnach frei.

Das Kind wird durch die Anmeldung rückwirkend auf den Zeitpunkt der Geburt versichert. Melden Eltern ihr Kind verspätet an, entsteht eine Deckungslücke. Bei verspäteter Anmeldung beginnt der Versicherungsschutz also erst ab Beitrittsdatum. Die Krankenkasse vergütet also die Auslagen, die seit der Geburt entstanden sind, nicht. Wird keine Versicherung abgeschlossen wird einem automatisch eine beliebige Krankenkasse zugewiesen.

Die Krankenkassen sind verpflichtet auch kranke Kinder in die Grundversicherung aufzunehmen. Möchte man jedoch ein krankes Kind für eine Zusatzversicherung anmelden, kann die Krankenkasse den Antrag ablehnen. Es empfiehlt sich demnach den Antrag für die Grundversicherung sowie auch für die Zusatzversicherung vor der Geburt zustellen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nicht bei allen Krankenkassen.

Bei vielen Kindern werden irgendwann teure Zahnkorrekturen nötig. Deshalb kann sich eine zusätzliche Zahnversicherung lohnen. Diese Zusatzversicherung sollte am besten kurz nach der Geburt abgeschlossen werden. Viele Krankenkassen verlangen nämlich eine zahnärztliche Untersuchung, bevor sie das Kind in die Versicherung aufnehmen.

Die verschiedenen Arten der Zusatzversicherung

Die verschiedenen Arten der Zusatzversicherung

Die verschiedenen Arten der Zusatzversicherung

Die obligatorische Krankenkassen Grundversicherung gewährleistet eine sehr gute medizinische Versorgung. Doch unvorhergesehene Kosten, wie teure Zahnbehandlungen oder eine Psychotherapie sind in der Leistung nicht inbegriffen. Bei solchen Fällen hilft eine Zusatzversicherung. Es gibt jedoch für verschiedene Gesundheits-Bereiche eine Zusatzversicherung und diese werden wir hier aufzeigen.

 

 

Spitalzusatzversicherung

Die obligatorische Versicherung deckt nur den Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung im Spital. Mit einer Spitalzusatzversicherung kann der Patient frei über die Leistungen und den Komfort des Spitalaufenthalts bestimmen. Die Versicherung übernimmt dabei die Kosten. Wer beispielsweise einen medizinisch nicht zwingend nötigen Spitalaufenthalt in der ganzen Schweiz versichern möchte, der bekommt diese Deckung bereits ab 2.40 Franken pro Monat. Man kann also schon für wenig Geld eine Leistungssteigerung erreichen. Die Versicherung für einen Aufenthalt in einer halbprivaten oder privaten Abteilung eines Spitals ist dagegen einiges teurer.

Ambulante Zusatzversicherung

Ambulante Zusatzversicherungen decken persönliche Gesundheitsbedürfnisse, die über die obligatorische Grundversicherung hinausgehen. Das können alternative Behandlungsmethoden sein, nichtkrankenkassenpflichtige Medikamente oder zahnärztliche Behandlungen.

Unfallzusatzversicherung

Die gesetzlichen Leistungen decken nicht alle unfallbedingten Heilungskosten. Die Zusatzunfallversicherung übernimmt meist Kosten, die sonst nicht komplett gedeckt sind. Wie zum Beispiel Haushaltshilfe, Kuren sowie Transport- und Rettungskosten. Wer auf solche Leistungen nicht verzichten möchte, sollte einen Unfallzusatz in Betracht ziehen.

CSS: Krankenkassen Prämien neu im Voraus

Die neue Regelung  stellt für Viele eine finanzielle Hürde dar.

Bisher war es bei der CSS Versicherung so, dass die Kunden ihre Krankenkassen Prämien immer im Nachhinein bezahlt haben. Dies hat die Krankenkasse als kundenfreundlicher empfunden, obwohl die meisten Versicherungen dies anders handhaben. Doch nach einer Prüfung des Bundesamtes für Gesundheit BAG hat sich herausgestellt, dass diese Rechnungspraxis gegen Artikel 90 der sogenannten Verordnung über die Krankenversicherung verstösst. Dort wurde einst festgelegt, dass die Prämienrechnung und Bezahlung im Voraus zu erfolgen hat.

Von der Umstellung sind weitere Krankenkassen betroffen, darunter Sanagate, Intras und Arcosana. Für die Kunden ist es ebenfalls mit Mühe verbunden. Aufgrund der Änderung müssen diese nämlich im Monat Mai zwei Rechnungen begleichen. Dies stellt für viele Versicherte eine grosse finazielle Belastung dar. Daher ist es den Betroffenen anzuraten, die Krankenkassen nicht gleich zu wechseln, sondern mit ihnen Kontakt aufzunehmen und eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Franchise bald nicht mehr änderbar?

Wer sich behandeln lassen muss, kann seine Franchise heute noch wechseln.

Für viele Versicherte ist die Möglichkeit, die Franchise in ihrer Versicherung zu wechseln, ein entscheidender und wichtiger Spar Punkt. So lässt sich beispielsweise mit der höchsten Franchise von 2’500 Franken eine Menge Geld sparen. Davon profitiert aktuell mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung: Rund 56 Prozent nutzen nicht das Standard Modell von 300 Fr., sondern wählen eine andere Franchise, 18 Prozent davon die Höchste.

Im aktuellen System können die Versicherten ihre Franchise jedes Jahr neu wählen. Dies hat einen grossen Vorteil: Wer sich einem grösseren Eingriff unterziehen muss oder eine längere Therapie plant, kann also seine Franchise senken und somit Kosten sparen, solange die Behandlungen laufen. Diese Art von Wechsel möchte das Parlament nun verbieten. Zukünftig darf die Franchise drei Jahre lang nicht mehr geändert werden. Krankenkassen Wechsel hingegen sollen erlaubt sein.

Diese geplante Änderung soll das Solidaritätsprinzip stärken und bei den Krankenkassen Kosten sparen. Parteien, die gegen diesen Vorstoss sind, argumentieren damit, dass höhere Franchisen damit nur noch für kerngesunde und finanziell abgesicherte Personen attraktiv wären.

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Wie kann ich das Versicherungsmodell wechseln?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Oftmals lohnt es sich, das Modell zu wechseln.

Das Krankenversicherungssystem besteht bekanntlich aus der Krankenkassen Grundversicherung sowie der Zusatzversicherung. Zusatzversicherungen sind freiwillig und  je nach Bedürfnis frei wählbar. Doch auch bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es genügend Komponenten, welche einen Unterschied machen (Alter, Wohnort, Höhe der Franchise etc.). Zudem gibt es diverse Versicherungsmodelle.

Da sich im Laufe des Lebens die Bedürfnisse an die Leistungen der Krankenversicherung ändern, ist es sinnvoll, die Krankenkasse regelmässig zu überprüfen und allenfalls das Modell zu wechseln. Dies, damit man nur für die Leistungen bezahlt, die man wirklich benötigt. Um das Versicherungsmodell der Grundversicherung per Anfang Jahr am 1. Januar zu wechseln, muss man dies seiner Krankenkasse in der Regel bis zum 30. November schriftlich mitteilen. Unterjährige Wechsel sind teilweise möglich, zum Beispiel bei einem Wechsel bestimmter Modelle oder bei einer Änderung des Wohnortes. Bei den Zusatzversicherungen ist eine Reduktion oder Kündigung per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen je nach Prämienhöhe 1 bis 3 Monate.

Möchte man die Vesicherungsdeckung generell heraufsetzen, ist dies per Anfang des nächsten Monats möglich. Geht es um eine Herabsetzung, beträgt die Frist drei Monate.