Was sind Zusatzversicherungen?

Ist dein Wissen über Zusatzversicherungen auf dem neusten Stand? Wenn nicht, bekommst du hier auf krankenkasse-wechsel.ch die wichtigsten Informationen kompakt.

Krankenkasse-Zusatzversicherungen lassen sich in zwei Kategorien unterscheiden: Ambulante Zusatzversicherungen und Spital-Zusatzversicherungen. Die ambulante Zusatzversicherung deckt Fälle im Bereich Alternativmedizin, Nicht-Pflichtmedikamente und Therapien (z.B. Psychotherapie, Psychologie). In diesen Bereich fallen ebenso Abonnemente für Fitnesscenter, Hallenbäder etc. sowie Schutz- und Reiseimpfungen, Brillen und Kontaktlinsen, Hilfsmittel, Verlegungstransporte etc. Also eigentlich alles, bei dem es nicht um einen stationären Spitalaufenthalt geht.

Diesen Teil übernimmt die Spital-Zusatzversicherung. Diese regelt zum Beispiel also den Anspruch auf die Bezahlung eines Zweibettzimmers. Man unterscheidet in dieser Versicherungsklasse zusätzlich zwischen halbprivate und private Abteilung. Es werden auch Flex- oder Hotellerie-Modelle angeboten. Diese unterscheiden sich nochmals hinsichtlich der abgedeckten Zusatzleistungen in stationären Aufenthalten.

Wechsel der Grundversicherung – sind Sie vorbereitet?

Mit dem Herbst kommt nebst dem sich Verfärben der Blätter wie gewohnt auch das Wechseln der Grundversicherung auf uns zu. Dies gilt für Kunden, welche mit ihrer Prämie oder dem Service ihrer Grundversicherung nicht mehr zufrieden sind. In diesem Abschnitt lesen Sie Tipps, damit beim Wechsel der Grundversicherung alles klappt.

Zuerst das Wichtigste: Die Frist. Am 30. November muss Ihre Kündigung bei der alten Versicherung spätestens eintreffen. Das gleiche gilt für die Anmeldung beim neuen Versicherer. Nach diesem Datum – Achtung, es gelten Bürozeiten – ist es für den Wechsel zu spät. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt übrigens, die Kündigung und Anmeldung früh genug sowie per Einschreiben oder A-Post Plus zu verschicken.

In der kommenden Zeit haben Krankenkassen-Makler Hochkonjunktur. Doch nehmen Sie sich in Acht: Diese Krankenkasse-Vermittler sind Profis im Verkauf und Verhandeln. Nehmen Sie sich die Zeit, welche Sie brauchen, um die neue Police genau zu studieren. Beim ersten Verkaufsgespräch also besser noch nichts unterschreiben! Um transparent Prämien vergleichen zu können, gibt es im Internet zahlreiche Prämien-Rechner (nutzen Sie zum Beispiel unseren Prämienrechner!). Weitere Prämienrechner sind auf comparis.ch oder moneyland.ch zu finden.

Es lohnt sich zudem, sich bereits jetzt darüber Gedanken zu machen, wie Ihr nächstes Gesundheits-Jahr aussehen wird. Stehen irgendwelche teuren Behandlungen an? Oder stehen Sportanlässe oder eine grosse Reise auf dem Programm? Nach diesen Faktoren richten Sie sich danach ihre Prämie aus. Dabei raten Experten entweder zur Wahl der teuersten oder günstigsten – alles dazwischen lohnt sich nicht.

Hautkrebs in der Schweiz – Krankenkassen fordern Prävenzion

Nur Australien und Neuseeland haben eine noch höhere Hautkrebsrate als die Schweiz, damit belegt die Schweiz den Spitzenplatz in Europa. Schwarzer Hautkrebs ist die fünfthäufigste Krebsart. Wie bei jedem Krebs ist eine frühe Diagnose entscheidend für ein positives Ergebnis. Daher wird empfohlen, sich regelmässig auf Hautveränderungen zu untersuchen. Risikopatienten sollten auch jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zum Facharzt oder Dermatologen gehen. Diese Untersuchungen werden in den meisten Fällen von der Krankenkasse übernommen.

Jedoch ist nicht nur die Früherkennung wichtig, sondern vor allem auch die Prävention. Speziell jetzt im Sommer ist es notwendig in der Sonne immer Sonnenschutzmittel zu benutzen. Auch sollte die Mittagsonne gemieden und entsprechende Schutzkleidung getragen werden.

Krank in den Ferien

Wer in den Ferien krank wird muss so einiges beachten. So sollte man immer eine Notfalltelefonnummer der Krankenkasse dabei haben. Falls du ins Spital musst, solltest du direkt die Krankenkasse kontaktieren. Alle Belege, Papiere und Quittungen unbedingt sammeln und mit nachhause nehmen.

Grundsätzlich übernimmt die Krankenkasse nur notfallmässige Behandlungen. Medikamente, die im Ausland gekauft werden, werden nicht zurückerstattet.

Je nach Feriendestination werden verschiedene Kosten zurück erstattet: In einem EU-Land wird von der Grundversicherung der Betrag zurückerstattet, den auch Einheimische vergütet bekommen. In Ländern ausserhalb der EU wird maximal der Doppelte Betrag einer gleichwertigen Behandlung in der Schweiz erstattet. Um hohe Kosten zu verhindern, kann es sich lohnen eine Reiseversicherung abzuschliessen.

Krankenkassen Prämien direkt vom Lohn abziehen?

Vor einiger Zeit sorgten die schwarzen Listen von Krankenkassen für Schlagzeilen. Vor allem der Vorfall von einem Patienten, der an AIDS starb erschütterte die Bevölkerung. Dieser erhielt keine Medikamente mehr, da er im Verzug mit den Krankenkassenprämien war.

Nun befasst sich der Bundesrat mit dem Thema. Es wird diskutiert, ob die Krankenkassenprämien direkt vom Lohn abgezogen werden soll. Die Krankenkassenprämien würden so regelmässig bezahlt und alle Versicherten würden direkt medizinisch versorgt werden.

Explosion an Krankenkasseninitiativen

In der Schweiz werden immer mehr Unterschriften für Initiativen bezüglich Krankenkassen gesammelt. Doch wie kommt es dazu? Die Kosten der Krankenkassen steigen stetig und lasten auf den Familien in der Schweiz. Es gibt immer mehr, welche die Prämien nicht bezahlen können. Daher sehen es viele als dringend an, die Entwicklung der Prämien zu ändern und gehen mit Initiativen dagegen vor. Das direktdemokratische System in der Schweiz erscheint auf den ersten Blick sehr geeignet dafür. Doch auch hier tummeln sich die unterschiedlichsten Akteure, so dass dieser Weg steiniger ist, als man meinen möchte.

Die insgesamt vier Krankenkasseninitiativen, für die jetzt schon oder bald Unterschriften gesammelt werden, werden es schwer haben. Auch wenn für die vier Krankenkasseninitiativen die erforderlichen Unterschriften zustande kommen würden, wird es alles andere als einfach, bei einer Volksabstimmung eine Mehrheit zu finden. Obwohl alle Versicherten wegen der steigenden Prämienlast reklamieren, hat das Stimmvolk bis heute fast alle vorgeschlagenen Änderungen abgelehnt.

Riesige Provisionen im Krankenkassengeschäft


Provisionen sind in vielen Geschäftsbereichen gang und gäbe, so auch bei Krankenkassen. Nun wurde vor ein paar Monaten aufgedeckt, wie viel von den Verwaltungskosten wirklich als Provision ausbezahlt werden. So bekommen manche Vermittlerprovisionen von bis zu 1500 Franken für einen neuen Kunden in der Grundversicherung.

Nun diskutieren Marktleiter verschiedener Krankenkassen, ob in der Grundversicherung nur noch 50 Franken pro Neukunde vergütet werden darf. Diese gilt zurzeit nur für das obligatorische Geschäft. In Zukunft sollten auch die Höchstbeiträge für Zusatzversicherungen festgelegt werden.

Im Moment wollen es die Krankenkassen noch versuchen selbst zu lösen. Falls sie zu keiner Einigung kommen würde die Politik eingreifen.

Tracking-Programme auf Krankenkassen Websites

Die Swica schiesst in Kundenumfragen regelmässig obenaus. Doch die Krankenkasse mit ihren 1,4 Millionen Versicherten ist nicht nur bei der Zufriedenheit Spitze, sie ist auch der Krankenversicherer in der Schweiz, der am meisten Kundendaten im Netz sammelt. Mit insgesamt 33 Tracking-Programmen wurde man ausspioniert, hat ein Programm der Universität Hamburg herausgefunden. Nachdem dies publik wurde, hat Swica 30 von den Programmen gelöscht und jetzt sind nur noch 3 Spion Programme auf der Website.

Neu sind solche Tracking-Programme nicht, es ist jedoch ein Problem, wenn im Gesundheitsbereich «spioniert» wird, denn die Menschen sind sich oft nicht im Klaren, welche Infos die Seite speichert.  Dass solche Newsartikel die Krankenkassen ihre Tracking-Programme überdenken ist sicher ein guter Anfang im Kampf gegen die Ausspionierung der Nutzer.

Schwarze Liste der Krankenkassen

Manche Krankenkassen haben ein sogenannte «schwarze Liste», mit allen Versicherten, die die Prämien nicht bezahlen können. Leute, die auf dieser Liste sind bekommen nur noch im Notfall Medikamente oder andere Leistungen.

Dies führte letztes Jahr zu einem Todesfall, da ein Mann mit HIV-Infektion keine Medikamente bekam. Daher ist die «schwarze Liste» nun wieder in den Schlagzeilen und es wird debattiert, ob so eine Liste ethisch ist und wann genau ein Notfall vorliegt. Ein anderer Streitpunkt ist, ob die Liste überhaupt noch einen Nutzen hat. Einige Kantone werden daher die Liste wieder abschaffen, da sie die Grundversorgung einer wirtschaftlich und sozial schwachen Bevölkerungsgruppe gefährde, während es gleichzeitig keine Hinweise auf eine bessere Zahlungsmoral gäbe. Aber auch ohne Liste muss ein Weg gefunden werden, wie mit Versicherten umgegangen wird, die die Prämien nicht bezahlen können. Denn zurzeit sind insgesamt über 33’000 Leute auf dieser Liste.

Vorschlag für 10’000 Franken Franchise erntet Kritik

Die Chefin der CSS Krankenkasse schlug eine Erhöhung der Mindestfranchise auf bis zu 10’000.- vor. Hand in Hand würde dann aber auch die Prämien bis zu 170.- sinken. Dies würde bedeuten, dass jede Person ihre Krankenkassen Rechnungen bis zu einem Wert von 10’000.- bezahlen müsste, was für chronisch Kranke oder die weniger gutverdienende Bevölkerung schwierig ist. Andererseits wäre es ein Vorteil für diejenigen, die wenig oder nie zum Arzt müssen, denn für sie ändert sich dann nur die Prämien, welche sinken.

Der Vorschlag kam bei den wenigsten gut an, der Ansatz der Franchisenerhöhen jedoch schon, nur nicht so drastisch. Denn die Gesundheitskosten steigen stetig an und müssen irgendwie bezahlt werde. Wenn die Strategie der Franchisenerhöhung gut umgesetzt würde, könnte es sich positiv auf die Gesundheitskosten auswirken.