Teure Kassen: Immer mehr Krankenkassen Schuldner im Tessin

Krankenkassen Wechsel SchweizDie Anzahl Menschen, welche ihre Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen können, ist – vor allem im Tessin – angestiegen. Besonders betroffen sind alleinstehende Männer ohne Kinder. Eine mögliche Erklärung für diesen Umstand hat Sozialdirektor Paolo Beltraminelli. Er folgert, dass Kinder die Menschen verantwortungsbewusster machen. Eine Studie zum Profil des durchschnittlichen Krankenkassenschuldners hat die Tessiner Fachhochschule SUPSI erstellt und publiziert. Gemäss diesen Daten sind zwei Drittel der Schuldner Männer und davon sind 80 Prozent kinderlos.

Im Tessin kamen im Zeitraum von 2012 bis 2015 über 25’000 Menschen ihren Zahlungen an Krankenkassen nicht nach. Das Gefährliche dabei: Wird es besonders schlimm, kann man auf einer schwarzen Liste der Krankenkassen landen. In diesem Fall erhält man nur noch die allernötigsten medizinischen Leistungen. Ein weiteres Problem besteht für die Gesellschaft. Denn der grösste Anteil der fälligen Beträge der Schuldner übernimmt der Kanton.

Rückerstattung von zu viel bezahlten Krankenkassen Prämien

Total werden 800 Mio. zu viel bezahlte Krankenkassen Prämien zurückerstattet.

Vesicherte aus bestimmten Kantonen, welche in den letzten Jahren zu hohe Krankenkassen Prämien bezahlt haben, erhalten dieses Jahr eine dritte und letzte Rückerstattung. Der Betrag im Jahr 2017 beläuft sich auf rund 360 Millionen Franken. Insgesamt wurden in drei Etappen 800 Millionen Franken zurückerstattet.

Dieses Ungleichgewicht ist mit dem Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes im Jahre 1996 entstanden. Seit damals wurden die Krankenkassen Prämien in neun Kantonen zu hoch angesetzt, wobei betroffene Versicherte tiefe Prämien aus anderen Kantonen subventionierten. Um diesen Misstand aufzuheben hat der Bund beschlossen, die Prämien in drei Teilen zurückzuzahlen. Dabei war lange unklar, ob eine solche Rückzahlung überhaupt möglich ist. Zu den betroffenen Personen gehören Versicherte aus den Kantonen Graubünden, Thurgau, Tessin, Zürich, Zug, Freiburg, Appenzell Innerrhoden, Waadt und Genf.

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Krankenkasse: einige erhalten Geld, andere zahlen drauf

Schweiz Kantone KrankenkasseInsgesamt neun Kantone haben mehrere Jahre bei ihren Krankenkassenprämien zu viel einbezahlt. Darum erhalten diese nun ein wenig Geld zurück während andere Kantone nun tiefer ins Portemonnaie greifen müssen.
Am meisten rückerstattet erhält der Kanton Waadt mit 40.60 Franken und am wenigsten Graubünden mit 20 Rappen.

Zusätzlich teilte das Bundesamt für Gesundheit mit, dass die Versicherten von den neun Kantonen zwischen 25 Rappen und 45.45 Franken weniger Prämien bezahlen müssen.
Total profitieren die Versicherten somit von höchstens 86 Franken. Bei den Kantonen handelt es sich um Zürich, Zug, Freiburg, Appenzell-Innerrhoden, Graubünden, Thurgau, Tessin, Waadt und Genf.

Bereits schon letztes Jahr haben einige Versicherte zu viel bezahlt und somit eine Rückerstattung und Prämienabschläge von total 254.7 Millionen Franken erhalten.

Die Versicherten, welche mehrere Jahr zu wenig bezahlt haben müssen 2016 total 48 Franken nachliefern. Luzern bildet mit einer Nachlieferung von 18 Franken eine Ausnahme. Bei den Kantonen St. Gallen und Wallis haben sich die zu viel bezahlten und die zu wenig bezahlten Prämien ausgeglichen.
Bern, Luzern, Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Solothurn, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell-Ausserrhoden, St. Gallen, Wallis und Jura sind die Kantone, welche alle einen Betrag nachzubezahlen haben.

Umfrage: 700’000 Krankenkassen-Wechsel

Krankenkasse News

700’000 Schweizer wechselten die Krankenkasse!

Das Online-Vergleichportal comparis.ch hat bei einer Umfrage von rund 4’000 Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren aus allen Sprachregionen ermitteln können, dass rund 700’000 Versicherte in der Schweiz auf Anfang Jahr ihre Krankenkasse gewechselt haben. Dies entspricht einer Wechselquote von 8.6 Prozent und die Tendez ist seit 2012 steigend. Westschweizer wählen dabei viel häufiger eine neue Krankenkasse als Tessiner und Deutschschweizer.

12 Prozent war die Wechselquote in der Romandie, in der Deutschschweiz hingegen nur 8 Prozent. Der grosse Unterschied könnte darin liegen, dass die Kantone Jura und Neuenburg schweizweit die höchste Prämienerhöhung hatten.

Ein weiterer Grund könnte die Krankenkasse Assura, mit grossem Marktanteil in der Westschweiz, liefern. Wie bereits in einem Artikel berichtet, hat sie mit enormen Prämienerhöhungen geschockt. Gelange hier zum ausführlichen Artikel!
Bei vielen Kunden hatte dies zur Folge, dass sie die Krankenkasse wechselten, obwohl Assura immer noch zu den günstigsten Krankenkasse gehört.

Eine weitere Tendenz ist erkennbar, wenn man sich auf das Alter der Versicherten achtet. Grundsätzlich sind Schweizer mit einer hoher Franchise schneller dazu bereit die Krankenkasse zu wechseln. Bei den 61 – 75-jährigen haben sich nur 3 Prozent für einen Wechsel entschieden, bei den 18 – 30-jährigen hingegen 15 Prozent.

Die Telemedizin-Modelle wie HMO- und das Hausarztmodell sind sehr beliebt. Es haben viele Versicherte vom Standard-Modell zu einem dieser Modelle gewechselt.

comparis.ch hat zudem die Teilnehmener bezüglich der vom Bundesrat vorgeschlagenen Aufhebung der Franchisen von 1’000 und 2’000 Franken befragt. Dabei kam heraus, dass je rund 45 Prozent der Befragten bei einer Abschaffung zur nächsttieferen oder -höheren Franchise wechseln würden.

Grosse Kritik erhielt die Absicht, dass die Prämienrabatte für Versicherte mit hohen Franchisen gekürzt werden sollen. Gerade einmal 19 Prozent der Befragten wären mit der Kürzung einverstanden.

Ein weiterer Vorschlag des Bundesrates war es, für Personen mit hohen Franchisen die Prämien zu erhöhen. Junge Versicherte müssten dadurch jedoch noch mehr bezahlen, genauso wie Familien und der Mittelstand.

Kunden erhalten als Rückerstattung für zu viel bezahlte Prämien kaum etwas

Krankenkasse News

Rückerstattung für zuviel bezahlte Krankenkassenprämien!

Das Parlament entschied letztes Jahr, dass zu viel bezahlte Krankenkassenprämien zurückbezahlt werden müssen. Daraufhin rieben sich Versicherte der Kantone Zürich, Thurgau, Tessin, Genf und Waadt die Hände. Gemäss Berechnungen waren rund 15 Jahre lang zu viele Prämien einbezahlt worden.

Bei vielen Schweizern lag in den letzten Tagen ein Schreiben mit der neuen Police im Briefkasten. Mit der Hoffnung eine Rückerstattung zu erhalten öffnen die Kunden den Brief. Im Schreiben ist jedoch ein Einmalzuschlag vermerkt in der Höhe von knapp 3 Franken monatlich. Rechnet man diesen Betrag auf ein Jahr so kann man feststellen, dass die Versicherten die Prämienkorrektur direkt selbst bezahlen.

Laut dem SRF Magazin „Espresso“ sind rund 20 Krankenkassen davon betroffen, denn bei diesen Kassen sollen die Reserven aufgebraucht sein.

Das Bundesamt für Gesundheit erklärt dieses Vorgehen als legitim. Es sei der Versicherung freigestellt, wie diese den Beitrag erhebt. Die einzige Hoffnung für die Versicherten scheint zu sein, dass es nächstes Jahr einen Ausgleich geben soll.