Macht ein Studium krank?

In Deutschland fühlt sich jeder vierte Student gestresst. Dies hat eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse ergeben. Zu dieser Studie wurden mehr als 6000 Studentinnen und Studenten befragt. Etwa 25 Prozent gaben an, dass sie unter Stress leiden. 24 Prozent fühlen sich dauerhaft erschöpft. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer: Jede fünfte Studentin gab an, unter einer generalisierten Angststörung zu leiden. Erschreckend: Jede sechste zeigte Symptone einer Depression. Entscheidend für diese Werte seien vor allem die hohe Arbeitsbelastung sowie der Prüfungs- und Erfolgsdruck.

Wie sieht die Situation in der Schweiz aus? Gemäss der repräsentativen Jugendstudie „Juvenir“ der Jacobs Foundation entsteht bei uns Stress vor allem in der Schule, in der Ausbildung und an der Uni. Weniger Stress verursacht das Privatleben. Auch in der Schweiz sind Mädchen generell eher von Stresssymptomen betroffe.

Teure Kassen: Immer mehr Krankenkassen Schuldner im Tessin

Krankenkassen Wechsel SchweizDie Anzahl Menschen, welche ihre Krankenkassenprämien nicht mehr bezahlen können, ist – vor allem im Tessin – angestiegen. Besonders betroffen sind alleinstehende Männer ohne Kinder. Eine mögliche Erklärung für diesen Umstand hat Sozialdirektor Paolo Beltraminelli. Er folgert, dass Kinder die Menschen verantwortungsbewusster machen. Eine Studie zum Profil des durchschnittlichen Krankenkassenschuldners hat die Tessiner Fachhochschule SUPSI erstellt und publiziert. Gemäss diesen Daten sind zwei Drittel der Schuldner Männer und davon sind 80 Prozent kinderlos.

Im Tessin kamen im Zeitraum von 2012 bis 2015 über 25’000 Menschen ihren Zahlungen an Krankenkassen nicht nach. Das Gefährliche dabei: Wird es besonders schlimm, kann man auf einer schwarzen Liste der Krankenkassen landen. In diesem Fall erhält man nur noch die allernötigsten medizinischen Leistungen. Ein weiteres Problem besteht für die Gesellschaft. Denn der grösste Anteil der fälligen Beträge der Schuldner übernimmt der Kanton.