Krankenkassen Wechsel bei Sozialhilfe

Bei Prämienschulden kann die Krankenkasse nicht gewechselt werden.

Wer bei den Sozialdiensten der Kantone Sozialhilfe bezieht, wird oftmals verpflichtet, sich bei einer der billigsten Krankenkassen der Schweiz zu versichern. So schreibt der Kanton Bern um Beispiel vor, dass sich Sozialhilfebezüger bei einer der zehn günstigsten Krankenkassen versichern lassen und so auch einen Krankenkassen Wechsel vornehmen müssen.

Auch der Kanton Luzern hat eine Regelung: So müssen die Sozialhilfebezüger zu einer Versicherung wechseln, die nicht teurer als die maximale Prämienverbilligung ist. Solche kantonale Regelungen sind notwendig und günstiger für die Sozialdienste, da die Prämienunterschiede bei den Krankenkassen teil erheblich sind. So können bei einem Wechsel beispielsweise bis zu 1’000.- jährlich gespart werden.

Dennoch ist ein Krankenkassen Wechsel bei Sozialhilfebzügern nicht immer möglich. Grund dafür: Prämienschulden bei bestehenden Krankenversicherern. Gemäss Gesetz kann die Grundversicherung in dem Fall nicht gewechselt werden. Um bei den Krankenversicherungen der Sozialhilfebezüger zu sparen, sind die Kantone laufend auf der Suche nach Möglichkeiten, zum Beispiel bei der Wahl der Franchise.

Merken

Parlament: Schwarze Liste soll nicht abgeschafft werden

Vor- und Nachteile der schwarzen ListeWie bereits mehrmals darüber berichtet, werden Krankenversicherte im Kanton Luzern, welche ihre Prämien nicht zahlen, auf einer „schwarzen Liste“ aufgeführt und mit reduzierten Leistungen bestraft. Nun hat sich das Parlament mit 86 zu 23 Stimmen gegen eine Abschaffung der Liste ausgesprochen.

Im Herbst 2012 wurde die Liste eingeführt und die Hoffnung war gross, dass sich die Zahlungsmoral verbessert und damit die öffentlichen Kosten reduziert werden, da der Kanton 85 Prozent der ausstehenden Prämien übernehmen muss. Wer seine Prämien nicht bezahlt, der wird nur noch in medizinischen Notfällen behandelt.

Derzeit befinden sich knapp 7’000 Personen auf der „schwarzen Liste“. Dabei ist zu beachten, dass Personen, welche Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen oder Mutterschaftsbeihilfen beziehen, nicht auf der Liste sind. Auch Kinder werden nicht aufgelistet.
Nun zeigen sich aber drei Jahre nach der Einführung gewisse Schwierigkeiten. Zum Beispiel ist nicht definiert, was genau ein Notfall ist. Zudem hemme die Liste den Anreiz vom Sozialhilfebezug wegzukommen, da diese Personen nicht eingetragen werden.
Ein weiteres Problem sehen viele darin, dass zahlungsunfähige Personen beraten werden müssen, bevor ihnen einfach die Leistungen gestrichen werden.
Die Liste scheint jedoch auch einen gewissen Erfolg verzeichnen zu können, denn sie schützt Krankenkassen und Prämienzahler vor finanziellen Folgen. Wer das Geld lieber für Ferien, Schmuck oder Autos ausgibt, der soll wissen, dass ihm die medizinischen Leistungen gekürtzt werden.

Können Krankenkassen zukünftig die Alterspflege finanzieren?

Krankenkasse Tipps

Alterspflegekosten in der Zukunft!

Die Schweizer Bevölkerung wird immer älter und somit steigt der Anteil an alten Menschen. Die Kosten für die Alterspflege werden daher in den nächsten Jahren stark ansteigen. Doch wer bezahlt die zusätzlichen Kosten?

Gemäss einer Schätzung des Bundesamts für Statistik wird der Anteil der über 65-jährigen Pflegebedürftigen zwischen 2010 und 2030 um fast 50 Prozent zunehmen. Damit werden die Kosten für die Pflege langfristig steigen.

Von wem werden die Kosten heute bezahlt?

Der öffentliche Sektor sowie die Krankenversicherungen bezahlen einen Teil der Kosten. Den grössten Teil übernehmen jedoch die Pflegebedürftigen selbst. Wenn die privaten Mittel aufgebraucht sind, können die Betroffenen Ergänzungsleistungen oder sogar Sozialhilfe beantragen.

Pflegezusatzversicherung

Bei dieser Zusatzversicherung sorgt der Versicherte für sich selbst vor und entlastet seine Familie sowie die öffentliche Hand und dadurch den Steuerzahler.
Möchtest du detailiertere Informationen? Kontaktiere deine Krankenkasse und informiere dich über die Zusatzversicherung, sie werden dir weiterhelfen. Vergleiche die Leistungen von verschiedenen Krankenkassen, damit du die Richtige Pflegezusatzversicherung für dich findest.

Helsana

Die Helsana-Gruppe hat sich ausgiebig mit diesem Thema veschäftigt und einen ausführlichen Artikel dazu erfasst.
Möchtest du mehr erfahren? Gelange hier zum Helsana Artikel!