Schwarze Liste Krankenkasse

Wer seine Krankenkassen-Rechnungen nicht zahlt, hat in manchen Kantonen kein Anrecht mehr auf medizinische Behandlungen. Wer auf der sogenannten schwarzen Liste landet, bei dem übernimmt die Krankenkasse nur die Kosten im Falle eines Notfalls.

Das Hauptproblem ist, dass ein Notfall von der Krankenkassen und den Spitälern jeweils verschieden interpretiert wird. Das hat zur Folge, dass viele Spitäler auf ihren Rechnungen sitzen bleiben, weil die betroffenen Patienten auf der schwarzen Liste der Krankenkassen figurieren. Das, obwohl für die Patienten die ärztliche Behandlung und Medikamente teils lebensnotwendig sind, wie bei den Fällen von Geburten oder Krebspatienten.

Immer mehr kritische Stimmen äussern sich zu dieser Schwarzen Liste. Viele Politiker von Links bis Rechts sind der Meinung, dass sich hier etwas ändern sollte.

Parlament: Schwarze Liste soll nicht abgeschafft werden

Vor- und Nachteile der schwarzen ListeWie bereits mehrmals darüber berichtet, werden Krankenversicherte im Kanton Luzern, welche ihre Prämien nicht zahlen, auf einer „schwarzen Liste“ aufgeführt und mit reduzierten Leistungen bestraft. Nun hat sich das Parlament mit 86 zu 23 Stimmen gegen eine Abschaffung der Liste ausgesprochen.

Im Herbst 2012 wurde die Liste eingeführt und die Hoffnung war gross, dass sich die Zahlungsmoral verbessert und damit die öffentlichen Kosten reduziert werden, da der Kanton 85 Prozent der ausstehenden Prämien übernehmen muss. Wer seine Prämien nicht bezahlt, der wird nur noch in medizinischen Notfällen behandelt.

Derzeit befinden sich knapp 7’000 Personen auf der „schwarzen Liste“. Dabei ist zu beachten, dass Personen, welche Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen oder Mutterschaftsbeihilfen beziehen, nicht auf der Liste sind. Auch Kinder werden nicht aufgelistet.
Nun zeigen sich aber drei Jahre nach der Einführung gewisse Schwierigkeiten. Zum Beispiel ist nicht definiert, was genau ein Notfall ist. Zudem hemme die Liste den Anreiz vom Sozialhilfebezug wegzukommen, da diese Personen nicht eingetragen werden.
Ein weiteres Problem sehen viele darin, dass zahlungsunfähige Personen beraten werden müssen, bevor ihnen einfach die Leistungen gestrichen werden.
Die Liste scheint jedoch auch einen gewissen Erfolg verzeichnen zu können, denn sie schützt Krankenkassen und Prämienzahler vor finanziellen Folgen. Wer das Geld lieber für Ferien, Schmuck oder Autos ausgibt, der soll wissen, dass ihm die medizinischen Leistungen gekürtzt werden.

Krankenkasse – die „schwarze Liste“ erfüllt ihren Zweck nicht

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Die schwarze Liste!

Man wollte Prämienzahler, welche ihre Rechnungen nicht begleichen auf einer sogenannten schwarzen Liste erfassen. In Luzern hat man dies bereits eingeführt und wir haben bereits einmal darüber informiert. Gelange hier zum Artikel!

In Zürich stand die „schwarze Liste“ vor rund drei Jahren zur Diskussion. Man wollte Versicherte, welche trotz Mahnung und Betreibung ihre Rechnungen nicht bezahlen auf die Liste setzen. Jedoch war sowohl die Regierung, als auch das Parlament überzeugt, dass der Aufwand viel zu hoch sei.

Es wurde eine Studie durchgeführt, welche über die Kosten und Nutzen solcher Listen berichten sollte. Verglichen wurde die Entwicklung der Zahlungsmoral in drei Kantonen mit derjenigen in drei Kantonen ohne Liste.

Man fand heraus, dass die Unterschiede statistisch nicht signifikant seien. In gewissen Kantonen sei die Zahlungsmoral ohne Liste sogar besser. Somit konnte man keinen Nutzen der Liste belegen. Nach wie vor ist man jedoch der Meinung, dass der Aufwand für eine solche Liste sehr gross sei.

Es käme zudem zu enorm hohen Kosten, denn gemäss einer Studie müsste der Kanton Zürich mit ca. 500’000 Franken für die Einführung der Liste rechnen. Dazu kämen jährlich weitere 1 bis 2 Millionen Franken für die Führung der Liste.

Krankenkasse – die schwarze Luzerner Liste

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Die schwarze Liste in Luzern!

Luzern führt seit drei Jahren eine schwarze Liste für Prämienzahler, welche die Beträge nicht begleichen. Die Ertwartungen haben sich diesbezüglich nicht erfüllt und trotzdem ist der Kanton vollen Optimismus für dieses Projekt.

Personen welche im Kanton Luzern ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlen droht ein Eintrag auf der schwarzen Liste, welche seit 3 Jahren existiert. Hat man einen solchen Eintrag, dann beudeutet dies, dass die Krankenkassen die medizinischen Leistungen nicht mehr bezahlen, ausser es handle sich um eine Notfallbehandlung. Obwohl die Konsequenzen hart sind steigt die Anzahl der eingetragenen Versicherten. Ende August lag die Zahl bei ca. 6’600 Personen, welche ihre Rechnungen nicht bezahlt haben.