Wenn Krankenkassen Geld zurückzahlen

Krankenkasse TippsEin Aktueller Fall in Basel: Die dort ansässige Krankenkasse Sympany hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von rund 55 Millionen Franken erzielt. Nun wird ein Drittel davon an die Kunden der Grundversicherung zurückgegeben. Das passiert, weil die Sympany im vergangenen Jahr besonders stark vom sogenannten Risikoaustausch profitiert hat. Beim Risikoaustausch bezahlen Kassen mit vielen jungen, gesunden Kunden einen Austauschbeitrag an Kassen mit einem grösseren Prozentanteil älterer Kunden. Da Krankenkassen nicht genau vorhersagen können, wieviel Geld sie für den Risikoausgleich erhalten oder bezahlen müssen, gestalte sich die exakte Prämienberechnung schwierig, so Sympany-CEO Michael Willer.

Krankenkassen Prämien für Kinder & Jugendliche bald gesenkt

Familien sollen durch eine neue Regelung deutlich entlastet werden.

Die Höhe der Krankenkassen Prämien ist ein allgegenwärtiges Thema, vor allem für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Der Ständerat hat nun diesbezüglich einer Gesetzesvorlage der Nationalrats-Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) zugestimmt. Grundlegendes Ziel der Initiative ist es, Familien zu entlasten.

So sollen 19 bis 25 -Jährige bei den Krankenkassenprämien durch den Risikoausgleich entlastet werden. Dies, weil momentan nur rund 1/3 der Prämien für tatsächliche medizinische Leistungen benötigt wird und der Rest in den Risikoausgleich wandert. Diese Zahlungen sollen nun um rund 50% reduziert werden, was den Krankenkassen eine Gewährung von Prämienrabatten erlaubt. Dieser Rabatt soll sich durchschnittlich auf ca. 92 Franken im Monat belaufen. Im Gegenzug dazu steigen die Prämien für Erwachsene um etwa 10 Franken.

Durch eine solche Umteilung und Entlastung sollen junge Erwachsene nun weniger auf Prämienverbilligungen (IPV) angewiesen sein. Das Geld, welches die Kantone durch weniger zu gewährende Prämienverbilligungen spart, soll im Gegenzug in die Subventionierung von Prämien für Familien mit Kindern sowie junge Erwachsene in Ausbildung fliessen. Die Rede ist von einer Reduzierung der Prämien um 50 bis 80 Prozent.

Junge sollen weniger, Ältere höhere Krankenkassenprämien zahlen

Nationalrat bittet ältere mehr Prämien zu zahlen

Junge Erwachsene sollen weniger Prämien zahlen

Gemäss der Gesundheitskommission des Nationalrats sollen die Krankenkassenprämien junger Erwachsener gesenkt werden. Im Gegenzug sollen ältere Bürger höhere Prämien zahlen. Der monatliche Mehrbetrag würde sich durchschnittlich auf 19 Franken belaufen.

Ziel dabei ist es zum einen, junge Erwachsene und Familien zu entlasten, sowie das komplizierte System der Prämienverbilligung einfacher zu machen. So müssen sich die Versicherten nicht nach einer neuen Krankenkasse umschauen, womit kein Krankenkassen Wechsel stattfindet. Ein Kernpunkt liegt dabei beim aktuellen Risikoausgleich – ein Ausgleichsmechanismus zwischen Krankenkassen mit vielen jungen, gesundern Erwachsenen und jenen mit mehr älteren, kränkeren Bürgern. Dazu wird etwa 2/3 des Prämienbetrags verwendet.

Dieser Mechanismus soll nun entlastet werden: Krankenkassen mit vielen jungen, gesunden Erwachsenen würden bei den Beiträgen von 19-25 Jährigen bis zu 50% erhalten, was monatlich im Durchschnitt etwa 92 Franken ausmacht. So müssten weniger Prämienverbilligungen beantragt werden, und das frei werdende Geld soll dann der Finanzierung von Kinderprämien dienen.

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Familien sollen bei Krankenkassenprämien finanziell entlastet werden

Krankenkassen News

Familien sollen entlastet werden!

Familien sollen bei den Krankenkassenprämien mit zwei sich ergänzenden Massnahmen weniger bezahlen müssen. Von der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates wird ein Vorentwurf in die Vernehmlassung gesendet.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat einen Vorentwurf ausgehend von den beiden parlamentarischen Initiativen „Prämienbefreiung für Kinder“ und „Änderung der Prämienkategorien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“, zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung ausgearbeitet. Bei beiden Initiativen ist es das Ziel, die Familien in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung finanziell zu entlasten.

Man möchte dieses Ziel mit zwei Massnahmen erreichen.
Erstens soll das System des Risikoausgleichs so verändert werden, dass die Krankenkassen den jungen Erwachsenen (19 – 25 Jahre) und den Versicherten (26 – 35 Jahre) abgestufte Prämienrabatte gewähren. Als zweiter Punkt soll die Prämienverbilligung für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung erhöht werden.

Bis am 15. März 2016 schickt die Kommission den Vorentwurf inklusive Bericht in die Vernehmlassung.

Chef der Krankenversicherung CSS tritt zurück

Georg Portmann

Georg Portmann

Georg Portmann, Vorsitzender der Konzernleitung der CSS Gruppe tritt auf den Herbst 2016 zurück. 30 Jahre verbrachte er in leitenden Positionen für die CSS, wovon er 15 Jahre als CEO tätig war. Unter seiner Aufsicht wuch die CSS Kasse zu einem der grössten Krankenversicherer in der Schweiz heran.

Portmann möchte dem Verwaltungsrat durch die frühe Ankündigung genug Raum schaffen, um einen geeigneten Nachfolger für die Krankenkasse zu finden. Für den Vorsitzenden war schon immer klar, dass er zurücktreten möchte, solange er noch fit und gesund ist.

Georg Portmann ist sich sicher, dass die CSS sich weiterhin für ein wettbewerbtaugliches Gesundheitssystem stark machen wird, denn die Grösse der Unternehmung verpflichtet einen dazu. Die CSS hat in den vergangenen Jahren den Risikoausgleich entscheidend vorangetrieben.