CSS: Krankenkassen Prämien neu im Voraus

Die neue Regelung  stellt für Viele eine finanzielle Hürde dar.

Bisher war es bei der CSS Versicherung so, dass die Kunden ihre Krankenkassen Prämien immer im Nachhinein bezahlt haben. Dies hat die Krankenkasse als kundenfreundlicher empfunden, obwohl die meisten Versicherungen dies anders handhaben. Doch nach einer Prüfung des Bundesamtes für Gesundheit BAG hat sich herausgestellt, dass diese Rechnungspraxis gegen Artikel 90 der sogenannten Verordnung über die Krankenversicherung verstösst. Dort wurde einst festgelegt, dass die Prämienrechnung und Bezahlung im Voraus zu erfolgen hat.

Von der Umstellung sind weitere Krankenkassen betroffen, darunter Sanagate, Intras und Arcosana. Für die Kunden ist es ebenfalls mit Mühe verbunden. Aufgrund der Änderung müssen diese nämlich im Monat Mai zwei Rechnungen begleichen. Dies stellt für viele Versicherte eine grosse finazielle Belastung dar. Daher ist es den Betroffenen anzuraten, die Krankenkassen nicht gleich zu wechseln, sondern mit ihnen Kontakt aufzunehmen und eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Krankenkasse Visana prüft sündige Spitäler

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Visana nimmt Spitäler unter die Lupe!

In diesen Tagen überrascht die Krankenkasse Visana ca. 20 Schweizer Spitäler. Die Kasse wirft ihnen vor, dass sie in den letzten Jahren für gewisse Behandlungen zu hohe Rechnungen gestellt haben und fordert aus diesem Grund von den Kliniken eine Rückerstattung für die Jahre 2012 und 2013.
Das die Visana so unkonventionell vorgeht, lässt viele Gesundheitsexperten staunen, denn die Kasse wendet ein neues Verfahren an. Es besteht nicht mehr darin, einzelne Rechnungen zu prüfen und sie dem Spitalverantwortlichen unter die Nase zu halten.

Visana hält den vermutlich sündigen Spitälern vor, bestimmte Fallpauschalen zu hoch abgerechnet zu haben, wenn man dies mit anderen Spitälern vergleicht.
Wenn man es einfach ausdrücken möchte, dann wirft Visana den Spitälern vor, die Patienten kränker darzustellen als sie eigentlich sind und somit können sie höhere Kosten verrechnen.

So ist das Vorgehen der Visana Krankenkasse:
Vom Bundesamt für Statistik forderte sie die jährlich rund 1,2 Millionen Spitalbehandlungen schweizweit. Danach wurden die Daten nach Krankheiten und Diagnosen gefiltert.
Durch dieses Vorgehen weiss die Kasse von jedem Spital genau, welche Fallpauschale wie oft, mit welchem Schweregrad und bei welcher Krankheit berechnet wurde.
Wenn ein Spital bei einer bestimmten Krankheit überdurchschnittlich oft einen hohen Schweregrad diagnostizierte wird dies von Visana bemerkt. Die Differenz zu den normalen Kosten fordert die Kasse vom betroffenen Spital nun zurück.

Visana lässt mitteilen, dass sie alle Akutspitäler in der ganzen Schweiz mit dieser neuen Methode durchleutet hat. Jedoch waren nicht alle davon auffällig.
Da diese neue Methode das erste Mal geprüft wurde, hat Visana nicht bei allen Spitälern die Rückforderungen sofort gelten gemacht.
Der Grossteil der beanstandeten Kliniken stammt aus dem Kanton Bern, da dort der Geschäftsmittelpunkt der Kasse ist. Die Namen der Spitäler möchte Visana jedoch nicht nennen.

Wenn Visana sich dazu entscheidet das ­System auszubauen und andere Krankenkassen nachziehen, könnten jährlich zwei bis dreistellige Millionenbeträge eingetrieben werden.

Krankenkasse – die „schwarze Liste“ erfüllt ihren Zweck nicht

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Die schwarze Liste!

Man wollte Prämienzahler, welche ihre Rechnungen nicht begleichen auf einer sogenannten schwarzen Liste erfassen. In Luzern hat man dies bereits eingeführt und wir haben bereits einmal darüber informiert. Gelange hier zum Artikel!

In Zürich stand die „schwarze Liste“ vor rund drei Jahren zur Diskussion. Man wollte Versicherte, welche trotz Mahnung und Betreibung ihre Rechnungen nicht bezahlen auf die Liste setzen. Jedoch war sowohl die Regierung, als auch das Parlament überzeugt, dass der Aufwand viel zu hoch sei.

Es wurde eine Studie durchgeführt, welche über die Kosten und Nutzen solcher Listen berichten sollte. Verglichen wurde die Entwicklung der Zahlungsmoral in drei Kantonen mit derjenigen in drei Kantonen ohne Liste.

Man fand heraus, dass die Unterschiede statistisch nicht signifikant seien. In gewissen Kantonen sei die Zahlungsmoral ohne Liste sogar besser. Somit konnte man keinen Nutzen der Liste belegen. Nach wie vor ist man jedoch der Meinung, dass der Aufwand für eine solche Liste sehr gross sei.

Es käme zudem zu enorm hohen Kosten, denn gemäss einer Studie müsste der Kanton Zürich mit ca. 500’000 Franken für die Einführung der Liste rechnen. Dazu kämen jährlich weitere 1 bis 2 Millionen Franken für die Führung der Liste.

Krankenkasse – die schwarze Luzerner Liste

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Die schwarze Liste in Luzern!

Luzern führt seit drei Jahren eine schwarze Liste für Prämienzahler, welche die Beträge nicht begleichen. Die Ertwartungen haben sich diesbezüglich nicht erfüllt und trotzdem ist der Kanton vollen Optimismus für dieses Projekt.

Personen welche im Kanton Luzern ihre Krankenkassenprämien nicht bezahlen droht ein Eintrag auf der schwarzen Liste, welche seit 3 Jahren existiert. Hat man einen solchen Eintrag, dann beudeutet dies, dass die Krankenkassen die medizinischen Leistungen nicht mehr bezahlen, ausser es handle sich um eine Notfallbehandlung. Obwohl die Konsequenzen hart sind steigt die Anzahl der eingetragenen Versicherten. Ende August lag die Zahl bei ca. 6’600 Personen, welche ihre Rechnungen nicht bezahlt haben.