Krankenkassen Prämien für Kinder & Jugendliche bald gesenkt

Familien sollen durch eine neue Regelung deutlich entlastet werden.

Die Höhe der Krankenkassen Prämien ist ein allgegenwärtiges Thema, vor allem für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Der Ständerat hat nun diesbezüglich einer Gesetzesvorlage der Nationalrats-Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) zugestimmt. Grundlegendes Ziel der Initiative ist es, Familien zu entlasten.

So sollen 19 bis 25 -Jährige bei den Krankenkassenprämien durch den Risikoausgleich entlastet werden. Dies, weil momentan nur rund 1/3 der Prämien für tatsächliche medizinische Leistungen benötigt wird und der Rest in den Risikoausgleich wandert. Diese Zahlungen sollen nun um rund 50% reduziert werden, was den Krankenkassen eine Gewährung von Prämienrabatten erlaubt. Dieser Rabatt soll sich durchschnittlich auf ca. 92 Franken im Monat belaufen. Im Gegenzug dazu steigen die Prämien für Erwachsene um etwa 10 Franken.

Durch eine solche Umteilung und Entlastung sollen junge Erwachsene nun weniger auf Prämienverbilligungen (IPV) angewiesen sein. Das Geld, welches die Kantone durch weniger zu gewährende Prämienverbilligungen spart, soll im Gegenzug in die Subventionierung von Prämien für Familien mit Kindern sowie junge Erwachsene in Ausbildung fliessen. Die Rede ist von einer Reduzierung der Prämien um 50 bis 80 Prozent.

Krankenkassen Wechsel ist auch Mitte Jahr möglich

Krankenkasse Wechsel

Jetzt Krankenkasse doch noch wechseln!

Der Krankenkassen Wechsel lohnt sich fast in jedem Fall. Oft verändern sich Situationen, so kommt zum Beispiel Nachwuchs dazu oder ein Paar trennt sich und schon sieht es mit den Krankenkassenkosten ganz anders aus. Mit der richtigen Krankenkasse und dem richtigen Modell lässt sich oft viel Geld sparen.
Hast du den Kündigungstermin Ende Jahr verpasst? Kein Problem! Unter gewissen Umständen kannst du deine Krankenkasse auch auf Mitte Jahr künden.

Grosser Prämienanstieg 2016

Viele Versicherte haben auf Ende Jahr ihre Krankenkasse gewechslet, da ihnen die Prämienerhöhung einfach zu hoch war. Vorallem in den Kantonen Jura und Neuenburg hat man die Unzufriedenheit gespührt, denn da fand schweizweit die stärkste Prämienerhöhung statt.

Jüngere wechseln häufiger ihre Krankenkasse

Ältere Versicherte bleiben ihrer Krankenkasse eher treu, während jüngere sich öfters für einen Krankenkassen Wechsel entscheiden. Auch hat sich gezeigt, dass Personen mit hohen Franchisen eher dazu bereit sind ihre Krankenkasse zu wechseln.

Alternativmodelle bewähren sich

Die Telemedizin-Modelle wie HMO- und das Hausarztmodell sind sehr beliebt. Es haben viele Versicherte vom Standard-Modell zu einem dieser Modelle gewechselt.

Achtung: Bei vielen Krankenkassen ist es möglich, dass man das Versicherungsmodell auf Ende Monat wechseln kann. Informiere dich diesbezüglich direkt bei deiner zuständigen Versicherung.

Standardmodell: Der Krankenkasen Wechsel ist auch Mitte Jahr möglich

Wenn du folgende Kriterien erfüllst und den Wechsel der Krankenkasse auf Ende Jahr verpasst hast, dann kannst du immernoch per 30. Juni 2016 wechseln, vorausgesetzt du kündigst bis am 31. März 2016.

  • 300 Franken Franchise (Kinder: 0 Franken)
  • Standardmodell (kein alternatives Versicherungsmodell)

Wenn dies auf dich zutrifft und du deine Krankenkasse wechseln möchtest, dann kannst du dein Kündigungsschreiben bis zum 31. März 2016 bei deiner Versicherung einreichen.
Beachte: Wie bei der Kündigung auf Ende Jahr muss es spätestens am 31. März bei Ihrer Versicherung eintreffen, der Poststempel ist irrelevant.

Umfrage: 700’000 Krankenkassen-Wechsel

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700’000 Schweizer wechselten die Krankenkasse!

Das Online-Vergleichportal comparis.ch hat bei einer Umfrage von rund 4’000 Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren aus allen Sprachregionen ermitteln können, dass rund 700’000 Versicherte in der Schweiz auf Anfang Jahr ihre Krankenkasse gewechselt haben. Dies entspricht einer Wechselquote von 8.6 Prozent und die Tendez ist seit 2012 steigend. Westschweizer wählen dabei viel häufiger eine neue Krankenkasse als Tessiner und Deutschschweizer.

12 Prozent war die Wechselquote in der Romandie, in der Deutschschweiz hingegen nur 8 Prozent. Der grosse Unterschied könnte darin liegen, dass die Kantone Jura und Neuenburg schweizweit die höchste Prämienerhöhung hatten.

Ein weiterer Grund könnte die Krankenkasse Assura, mit grossem Marktanteil in der Westschweiz, liefern. Wie bereits in einem Artikel berichtet, hat sie mit enormen Prämienerhöhungen geschockt. Gelange hier zum ausführlichen Artikel!
Bei vielen Kunden hatte dies zur Folge, dass sie die Krankenkasse wechselten, obwohl Assura immer noch zu den günstigsten Krankenkasse gehört.

Eine weitere Tendenz ist erkennbar, wenn man sich auf das Alter der Versicherten achtet. Grundsätzlich sind Schweizer mit einer hoher Franchise schneller dazu bereit die Krankenkasse zu wechseln. Bei den 61 – 75-jährigen haben sich nur 3 Prozent für einen Wechsel entschieden, bei den 18 – 30-jährigen hingegen 15 Prozent.

Die Telemedizin-Modelle wie HMO- und das Hausarztmodell sind sehr beliebt. Es haben viele Versicherte vom Standard-Modell zu einem dieser Modelle gewechselt.

comparis.ch hat zudem die Teilnehmener bezüglich der vom Bundesrat vorgeschlagenen Aufhebung der Franchisen von 1’000 und 2’000 Franken befragt. Dabei kam heraus, dass je rund 45 Prozent der Befragten bei einer Abschaffung zur nächsttieferen oder -höheren Franchise wechseln würden.

Grosse Kritik erhielt die Absicht, dass die Prämienrabatte für Versicherte mit hohen Franchisen gekürzt werden sollen. Gerade einmal 19 Prozent der Befragten wären mit der Kürzung einverstanden.

Ein weiterer Vorschlag des Bundesrates war es, für Personen mit hohen Franchisen die Prämien zu erhöhen. Junge Versicherte müssten dadurch jedoch noch mehr bezahlen, genauso wie Familien und der Mittelstand.

Familien sollen bei Krankenkassenprämien finanziell entlastet werden

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Familien sollen entlastet werden!

Familien sollen bei den Krankenkassenprämien mit zwei sich ergänzenden Massnahmen weniger bezahlen müssen. Von der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates wird ein Vorentwurf in die Vernehmlassung gesendet.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates hat einen Vorentwurf ausgehend von den beiden parlamentarischen Initiativen „Prämienbefreiung für Kinder“ und „Änderung der Prämienkategorien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“, zur Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung ausgearbeitet. Bei beiden Initiativen ist es das Ziel, die Familien in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung finanziell zu entlasten.

Man möchte dieses Ziel mit zwei Massnahmen erreichen.
Erstens soll das System des Risikoausgleichs so verändert werden, dass die Krankenkassen den jungen Erwachsenen (19 – 25 Jahre) und den Versicherten (26 – 35 Jahre) abgestufte Prämienrabatte gewähren. Als zweiter Punkt soll die Prämienverbilligung für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung erhöht werden.

Bis am 15. März 2016 schickt die Kommission den Vorentwurf inklusive Bericht in die Vernehmlassung.

Ärzte reagieren kritisch auf das neue Krankenkassenmodell der Swica

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Neues Krankenkassenmodell von Swica sorgt für Diskussionsstoff!

Die Krankenkasse Swica führt per 01.01.2016 ein neues Versicherungsmodell in Zusammenarbeit mit TopPharm Apotheken ein. Versicherte sollen zuerst eine Apotheke aufsuchen bevor sie einen Arzt konsultieren. Im Gegenzug erhalten die Versicherungsnehmer hohe Prämienrabatte.

Doch nun führt das neue Modell für kräftigen Diskussionsstoff, denn Ärzte sprechen sich gegen das Modell aus. Sie sind der Meinung, dass Apotheker nicht dafür ausgebildet seien Diagnosen zu erstellen. Das neue Modell soll daher erst dann zugelassen werden, wenn Apotheker die nötige Ausbildung absolviert hätten.

Möchtest du mehr zu diesem Thema erfahren? Glange hier zum ausführlichen Artikel in der Basler Zeitung!

Krankenkasse – Prämien werden vom Bundesrat aufgeräumt

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Zu hohe Prämienrabatte werden nach unten korrigiert!

Der Bundesrat will die Zahl der Wahlfranchisen senken. Gleichzeitig will er zu hohe Prämienrabatte nach unten korrigieren. Das Resultat wird sein, dass die Prämien für Versicherte mit hohen Franchisen steigen.

Er möchte die Franchisen von 300, 1’000 und 2’000 Franken streichen, da diese gemäss BAG (Bundesamt für Gesundheit) nur noch von wenigen Versicherten beansprucht werden. Nach der Änderung würden nur noch die Franchisen von 500, 1’500 und 2’500 Franken zur Auswahl stehen.

Bei Kindern sollen nur noch die Franchisen von 400 Franken und diejenige von 600 Franken zur Verfügung stehen, nicht wie vorher 6 verschiedene Franchisen. Gemäss BAG sind ca. 590’000 Erwachsene und 66’600 Kinder von der Verordnungsänderung betroffen.

Der Bundesrat will zudem die Höhe des maximalen Prämienrabatts anpassen. Der Rabatt soll nur den Einsparungen entsprechen, die wegen der höheren Kostenbeteiligung der Versicherungsnehmer entstehen.
Der momentane Rabatt sei höher als die risikobereinigten Einsparungen.

Die Anhörung zur Verordnungsänderung dauert noch bis zum 12. November 2015. Geplant ist, dass die Änderungen per 1. Januar 2017 in Kraft treten und sich 2017 erstmals auf die Prämien auswirken.