Trotz Prämienerhöhung sparen

Im Durchschnitt zahlen wir im Jahr 2018 ca. 156 Franken mehr Prämien. Mit einem Krankenkassenwechsel kann der Versicherte trotz Prämienerhöhung im Durchschnitt über 450 Franken sparen. Mit einem Wechsel zu einem günstigeren Sparmodell wäre sogar eine Ersparnis von 735 pro Person möglich. Folgende Sparmodelle gibt es:

  • Telemed-Modell
  •  HMO-Modell
  • Apotheken- oder Hausarzt-Modelle

 

Auch die Streichung der Unfalldeckung bei der Krankenkasse, wenn man vom Arbeitgeber versichert ist, gehört zu einer weiteren möglichen Sparmassnahme. Ebenfalls sollte sich der Versicherte über seine Franchisen Gedanken machen, denn nur die Franchisen von 300.- und 2’500.- zahlen sich aus. Die tiefste Franchise eignet sich für Versicherte mit sehr hohen Gesundheitskosten und die 2500 Franken werden bei geringen Gesundheitskosten empfohlen.

Mit einem Anbieter, Modell- und Franchisen-Wechsel kann man also nicht nur die Prämienerhöhung umgehen, sondern noch weniger bezahlen als im vorherigen Jahr.

In welchem Kanton ist der Prämienanstieg am höchsten?

Die Krankenkassenprämien sind bekannt und im Durchschnitt sind die Prämien um 4 Prozent gestiegen. Die Prämien für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind mit 5% überdurchschnittlich gestiegen. Junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 25 Jahren müssen mit 4,4 % höheren Prämien rechnen.

Besonders hart trifft die Prämienerhöhung die Romandie. Die Westschweizer Kantone Waadt (6,4 %), Wallis (5,9 %), Neuenburg (5,4 %) und Genf (5,4 %) sind am meisten von den höheren Prämien betroffen.  Am geringsten ist der Prämienanstieg in den Kantonen Schwyz (1,6  %), Uri (1,8 %), Appenzell Innerrhoden, Glarus und Nidwalden (je 1,9 %).  Der Kanton Zürich liegt mit einer Erhöhung um 4 % im Durchschnitt.

Krankenkassenprämien steigen weiter an

Heute berichtete Bundesrat Alain Berset, über die Krankenkassenprämien Erhöhung. Die Standardprämien steigen durchschnittlich um 4% Prozent.

Am Limit sind nicht nur die Krankenkassen, sondern auch die Prämienzahler. Zu über 60 Prozent werden diese Kosten direkt von den Schweizer Bürgern bezahlt. Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes 1996 haben sich die Prämien verdoppelt.

Es gibt viele Gründe, weshalb die Prämien immer weiter steigen. Die grössten Kostentenpunkte im Gesundheitswesen sind das Personal und die Medikamente. Es werden immer mehr Medikamente verkauft und trotz Sparbemühungen wuchs das Beschäftigungswachstum um 40%. Ein weiteren Grund ist, dass die Lebenserwartung steigt und daher auch die Pflegekosten.

Der Staat bemüht sich um Sparmassnahmen, jedoch sind diese ohne die Zusammenarbeit mit den Ärzten nur sehr schwer umsetzbar.  Einige Kantone, haben eine Liste mit Eingriffen veröffentlicht, welche in der Zukunft nur noch ambulant durchgeführt werden sollen. Viele Ärzte halten sich jedoch nicht daran und untergraben diese Bemühungen. Für viele Ärzte bedeuten nämlich diese Sparmassnahmen auch finanzielle Einbussen.

Rettungskosten sollen von der Krankenkasse übernommen werden

Wer die Rettungs- bzw. Transportkosten festlegt, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In einigen Kantonen ist es der Spital in anderen die Regierung. Dies verunsichert und verärgert verständlicherweise viele Betroffene!

Wie gravierend die Kosten Unterschiede sind, können anhand von einem Beispiel aufgezeigt werden.

Eine Fahrt von 100 km kostet im Kanton Luzern 900 Franken. Ab dem 100. Kilometer fallen pro Kilometer sechs Franken zusätzlich an. In diesen Kosten ist die medizinische Betreuung nicht inbegriffen. Im Kanton Zug wird hingegen eine Grundtaxe von 500 Franken berechnet. Darin sind die Kosten für die medizinische Versorgung jedoch enthalten.

Aktuell übernehmen die Krankenkassen nur 50% der Transportkosten. Der Interverband für Rettungswesen möchte jedoch veranlassen, dass die Krankenkassen 90% der Kosten übernehmen. Zusätzlich sollen die Rettungskosten ganz von der Krankenkasse bezahlt werden. Sie sind bereits auf der Bundesebene aktiv.

Obligatorische Zahnversicherung

Obligatorische Zahnversicherung

Zahnarzt Rechnungen für Kontrolle, Korrekturen oder Zahnreinigungen müssen in der Schweiz die Patienten zu 90% selber tragen. Zahnbehandlungen werden in der Schweiz nur in Ausnahmefällen von den Krankenkassen übernommen. Vor allem Gewerkschaften und linke Parteien wehren sich gegen dieses System. Sie haben diverse Initiativen aufgegleist, die eine obligatorische Zahnversicherung forcieren.

Die Zahnversicherung sollte gleich wie die AHV über den Lohn finanziert werden. 1% des Lohnes soll in die Versicherung fliessen. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen sich mit je 0.5%. Die restlichen Kosten müssen über die Kantone und die Steuern finanziert werden.

Die obligatorische Zahnversicherung sollte die Bevölkerung dazu veranlassen öfters zur Kontrolle zu gehen und bei Zahnschmerzen frühzeitig einen Zahnarzt aufzusuchen. Viele Personen verzichten aus finanziellen Gründen auf einen Zahnarztbesuch. Es besteht daher ein klarer Zusammenhang zwischen sozialem Status und Zahngesundheit.

Jedoch gibt es auch kritische Stimme von den Seiten der Zahnärzte. Sie widersprechen einigen Argumenten der Initianten. Sie finden, dass die Zähne der Schweizer Bevölkerung in einem sehr guten Zustand sind und die Karieserkrankungen bei Kindern und jungen Erwachsenen extrem zurückgegangen sind.

Ob sich die Initiative durchsetzen kann wird sich zeigen. Befürworter sowie Gegner räumen sich erhebliche Chancen ein.

Krankenkassenprämien steigen um vier bis fünf Prozent

Auch dieses Jahr befürchtet der Krankenkassenverband Santésuisse wieder ein Ansteigen der Krankenkassenprämien. Laut ersten Schätzungen geht man von vier bis fünf Prozent aus.

Es gibt zwei wesentliche Gründe für den Kostenanstieg. Der erste Grund sind die steigenden Kosten bei den stationären Spitalkosten. Es handelt sich um eine stationäre Behandlung, wenn der Patient im Spital übernachtet. Die stationären Spitalkosten werden unter den Kantonen und Krankenkassen aufgeteilt. Die Kantone haben in den letzten Jahren ihren Anteil auf 55 Prozent erhöht. Diese konstante Erhöhung des Kostenanteils wird im 2018 nicht mehr stattfinden. Es wird aber davon ausgegangen, dass die stationären Spitalbehandlungen zunehmen. Dies bedeutet, dass die Versicherten mehr von den Kosten übernehmen müssen.

Der zweite Grund sind die Kosten der ambulanten Behandlungen. Da ambulante Behandlungen von den Kantonen forciert werden, gibt es immer mehr ambulante Behandlungen. Die ambulanten Spitalkosten tragen die Krankenkassen allein und somit auch die Krankenkassen Versicherten.  Mehr ambulante Behandlungen bedeuten also auch höhere Prämien für den Versicherten.

Die 6 grössten Fehler bei der Krankenkassen-Wahl

Bald kommt wieder der leidige Krankenkassen-Wechsel. Wir verraten euch, welche Fehler Ihr bei der Krankenkassenwahl unbedingt vermeiden sollt.

Kein genauer Krankenkassen-Vergleich

Die Prämien können pro Krankenkasse sehr stark variieren, deshalb lohnt es sich bei der Krankenkassenwahl ein wenig mehr Zeit zu investieren. Ebenfalls sollte man rechtzeitig damit beginnen Krankenkassen zu vergleichen. So hat man genügend Zeit die Grund- und Zusatzversicherung zu kündigen und eine neue Versicherung abzuschliessen. Mit einem Krankenkassenwechsel kann man jährlich bis zu 1000.- Franken Prämien einsparen.

Falsche Franchisen-Wahl

Bei der Franchisen Wahl gilt folgende Regel: Entweder die tiefste (300.-) oder die höchste Franchise (2’500.-) wählen. Die mittlere Franchise lohnt sich nicht. Viele Schweizer haben die falsche Franchise gewählt und zahlen jährlich bis zu 100.- zu viel.

Falsches Modell wählen

Viele Schweizer haben das teure Standard-Modell versichert. Es gibt jedoch viele günstigere Modelle, wie zum Beispiel das Hausarzt-, Apotheken- oder Telmed-Modell. Der Unterschied ist, dass der Versicherte zuerst den Hausarzt, die Apotheke oder ein telemedizinisches Callcenter kontaktieren muss bevor dieser ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen kann.

Das Vergessen von Prämienverbilligungen

Schweizer mit einem geringen Einkommen können Prämienverbilligungen beantragen. Die Prämienverbilligungen gelangen jedoch nicht automatisch zu den Krankenkassen. Viele Versicherte kümmern sich nicht um die Prämienverbilligung und so entgeht Ihnen bis zu 1000.- im Jahr. Verpasste Prämienverbilligungen können bis zu zwei Jahre später nachgereicht werden.

Arztrechnung nicht einsenden

Wichtig ist, dass man bei der „Tiers Garant“ Methode die Arztrechnungen immer der  Krankenkasse zu sendet. Oft vergessen viele Versicherte dies jedoch und verpassen so den Rückvergütungsanspruch.

Prämienrabatte verpassen

Einige Krankenkassen gewähren, gegen Vorauszahlungen, einen Prämien Rabatt. Der Rabatt kann bis zu 2% betragen. Ist es finanziell möglich, dann lohnt sich solch eine Skonto-Zahlung auf jeden Fall.

Krankenkasse für Ihr Baby

Krankenkassen für Babys

Jedes Baby muss innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Krankenkasse gegen Krankheit und Unfall versichert werden. Kinder und Eltern müssen nicht bei der gleichen Kasse versichert sein. Die Wahl der Krankenkasse steht den Familien demnach frei.

Das Kind wird durch die Anmeldung rückwirkend auf den Zeitpunkt der Geburt versichert. Melden Eltern ihr Kind verspätet an, entsteht eine Deckungslücke. Bei verspäteter Anmeldung beginnt der Versicherungsschutz also erst ab Beitrittsdatum. Die Krankenkasse vergütet also die Auslagen, die seit der Geburt entstanden sind, nicht. Wird keine Versicherung abgeschlossen wird einem automatisch eine beliebige Krankenkasse zugewiesen.

Die Krankenkassen sind verpflichtet auch kranke Kinder in die Grundversicherung aufzunehmen. Möchte man jedoch ein krankes Kind für eine Zusatzversicherung anmelden, kann die Krankenkasse den Antrag ablehnen. Es empfiehlt sich demnach den Antrag für die Grundversicherung sowie auch für die Zusatzversicherung vor der Geburt zustellen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nicht bei allen Krankenkassen.

Bei vielen Kindern werden irgendwann teure Zahnkorrekturen nötig. Deshalb kann sich eine zusätzliche Zahnversicherung lohnen. Diese Zusatzversicherung sollte am besten kurz nach der Geburt abgeschlossen werden. Viele Krankenkassen verlangen nämlich eine zahnärztliche Untersuchung, bevor sie das Kind in die Versicherung aufnehmen.

Franchise bald nicht mehr änderbar?

Wer sich behandeln lassen muss, kann seine Franchise heute noch wechseln.

Für viele Versicherte ist die Möglichkeit, die Franchise in ihrer Versicherung zu wechseln, ein entscheidender und wichtiger Spar Punkt. So lässt sich beispielsweise mit der höchsten Franchise von 2’500 Franken eine Menge Geld sparen. Davon profitiert aktuell mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung: Rund 56 Prozent nutzen nicht das Standard Modell von 300 Fr., sondern wählen eine andere Franchise, 18 Prozent davon die Höchste.

Im aktuellen System können die Versicherten ihre Franchise jedes Jahr neu wählen. Dies hat einen grossen Vorteil: Wer sich einem grösseren Eingriff unterziehen muss oder eine längere Therapie plant, kann also seine Franchise senken und somit Kosten sparen, solange die Behandlungen laufen. Diese Art von Wechsel möchte das Parlament nun verbieten. Zukünftig darf die Franchise drei Jahre lang nicht mehr geändert werden. Krankenkassen Wechsel hingegen sollen erlaubt sein.

Diese geplante Änderung soll das Solidaritätsprinzip stärken und bei den Krankenkassen Kosten sparen. Parteien, die gegen diesen Vorstoss sind, argumentieren damit, dass höhere Franchisen damit nur noch für kerngesunde und finanziell abgesicherte Personen attraktiv wären.

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Wie versichere ich mich als Grenzgänger?

Grenzgänger unsterstehen einer Krankenversicherungspflicht.

Es ist klar dass jeder, der in der Schweiz wohnhaft ist, eine Krankenkassen Grundversicherung abschliessen muss. Doch was ist mit jenen, die nicht in der Schweiz wohnen aber hier erwerbstätig sind?

Seit dem Inkrafttreten der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und den EU/EFTA Staaten untersteht jeder, der in der Schweiz einer Erwebstätigkeit nachgeht, grundsätzlich der Krankenversicherungspflicht. Dies nennt man Erwerbsortprinzip. Dasselbe gilt für Nicht erwerbstätige Familienangehörige, die sich ebenfalls in dem Staat gegen Krankheit versichern lassen müssen, in dem der Erwerbstätige arbeitet. Bei der Krankenkassen Versicherung für Grenzgänger gelten die gleichen Bedingungen wie für Schweizer Bürger. So herrschen die üblichen Kündigungsfristen sowie das Recht auf eine Individuelle Prämienverbilligung. Zuständig ist der Kanton, in dem man arbeitet. Wenn man behandelt werden muss, können Grenzgänger und ihre nicht erwerbstätigen Familienangehörige selber wählen, ob sie sich in der Schweiz oder in ihrem Wohnland behandeln lassen. Im Wohnsitzland gelten dann die dortigen gesetzlichen Pflichtleistungen und Kostenbeteiligungen.

Personen, die in Österreich, Deutschland, Italien oder Frankreich wohnen, sind von den Regelungen weitgehend befreit. Das heisst, dass sie ein „Optionsrecht“ haben. Somit dürfen sie wählen, ob sie sich in der Schweiz oder trotzdem in ihrem Wohnland versichern lassen möchten. So müssen jene Erwebstätige innerhalb 3 Monate nach Arbeitsbeginn eine Schweizer Krankenkasse wählen oder ein Gesuch um Befreiung von der Versicherungspflicht bei der zuständigen Behörde einreichen.

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