Neue Methode: Wie Krankenkassen Millionen einsparen könnten

Der Krankenkassenverband Curafutura hat ein einfaches Sparrezept parat: Das sogenannte Referenzpreissystem. Damit müssten in der Grundversicherung nicht mehr alle Medikamente – unabhängig vom Preis – vergütet werden. Dieses System wird bereits in diversen europäischen Ländern praktiziert.

Doch wie funktioniert das System genau? Die kostensparende Wirkung wird erzielt, indem Ärzte anstatt einem teuren Markenprodukt wie zum Beispiel Pantoprazol von Sandoz (wirkt gegen Sodbrennen) nur noch dessen Wirkstoffe verschreiben. Für diese Wirkstoffe wird ein Höchstpreis festgelegt. Es gibt auf dem Medikamentenmarkt mittlerweile viele Produkte mit gleichen Wirkstoffen, jedoch starken Preisunterschieden. Sollte ein Patient auf das teuerste Medikament mit gleichen Wirkstoffen bestehen, müsste dieser jedoch die Kostendifferenz zum festgelegten Höchstpreis selber bezahlen. Gemäss dem Verband Curafutura (CSS, Helsana, Sanitas und KPT) könnten mit diesem System im Jahr 800 Millionen Franken eingespart werden. Das gute am System: Der Patient merkt davon nichts.

Die Preisgier kann unser Gesundheitssystem gefährden

Hepatitis-C-ErkrankteIn der Schweiz wird die Zahl der an Hepatitis-C-Erkrankten auf rund 80’000 geschätzt. Die schwersten Folgen davon können Lebertransplantation, Krebs oder Tod sein.

Viele Betroffene sind auf Medikamente wie beispielsweise das Harvoni Medikament angewiesen.
Man weiss von vielen Erkrankten, dass deren Ärzte sich bei der Krankenkasse für eine Kostengutsprache einsetzten. Krankenkassen sind jedoch der Meinung, dass dieses Medikament viel zu teuer ist und lehnen die Gutsprache ab, obwohl die Ärzte der Meinung sind, dass der Patient das Medikament benötigt.

Das Bundesamt für Gesundheit hat das Medikament Harvoni rationiert, da es so enorm teuer ist. Nur Patienten mit einer fortgeschrittenen Lebererkrankung bekommen die Medikamente bezahlt. Doch nun warnen Experten davor, dass diese Preisgier der Pharmaindustrie unser Gesundheitssystem gefährden kann.

Wie sich ein Patient mit Hepatitis-C zu verhalten hat, wenn er das Medikament benötigt, kannst du am Dienstag in unserem nächsten Beitrag erfahren.

Krankenkasse – ähnliche Prämien für mehr Leistungen

Krankenkasse Infos

Spitalzusatzversicherung

Die Leistungen und Prämien von Krankenversicherungen können individuell optimiert werden. Es muss also nicht sein, dass private Spitalzusatzversicherungen viel teurer sind als die Grundversicherung.

Wenn du je einmal notfallmässig ins Spital musstest und die Nacht in einem Zimmer mit fünf anderen Patienten verbracht hast, dann ist der erste Gedanke den du hast, dass du dein Krankenversicherungsmodell überdenken musst.

Von der Grundversicherung werden lediglich die Kosten für Behandlung und Aufenthalt übernommen. Dies bedeutet, dass man dementsprechend in Kauf nehmen muss, wenn man die Nacht zu sechst in einem Zimmer verbringt und kein Auge zumachen kann.

Wer nie mit einem solchen Ereignis Erfahrung machen will oder nicht mehr machen möchte, für den stellen flexible Spitalversicherungsmodelle eine intelligente Lösung dar.

Beachte die folgenden Versicherungsmodelle:

Freie Spitalwahl

Halbprivate und private Spitalzusatzversicherung

Spitalzusatzversicherung – freie Spitalwahl

Möchtest du dein Spital frei wählen?

Möchtest du dein Spital frei wählen?

Wenn du im Spital schon einmal in einem Zimmer mit fünf weiteren Betten übernachten musstest, dann weisst du wie unangenehm das sein kann. Es gibt aber auch Spitäler,  welche auch in der allgemeinen Abteilung hauptsächlich Zweibettzimmer haben. 2012 wurde die freie Spitalwahl eingeführt, dass heisst, der Patient kann sich in ein ein Spital begeben, welches mehrheitlich Zweibettzimmer hat.

 

Die Grundversicherung bezahlt nur die Kosten, welche auch in einem Spital im eigenen Wohnkanton anfallen würden. Wenn man sich nun in einem Spital ausserhalb des Wohnkantones behandeln lässt und diese teuerer sind, dann wird dies nicht von der Grundversicherung bezahlt. Der Patient muss dieses Differenz selbst begleichen.

Patienten, welche schon einmal eine solche Nacht zu sechst im Spital verbracht haben und dies nicht noch einmal erleben wollen oder Versicherte, die einen Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung sowieso von vornherein ausschliessen möchten, können eine halbprivate oder private Spitalzusatzversicherung abschliessen.
Ungefair ein Viertel der Schweizer Bevölkerung hat sich bereits dazu entschlossen. Die Krankenkassen verlangen jedoch, dass man detailierte Fragen zum Gesundheitszustand beantwortet und kann je nach Einschätzung die Zusatzversicherung ablehnen.

Krankenkassen sollen Sportler belohnen

Krankenkasse News

Neue Joggingschuhe bald von der Krankenkasse bezahlt?

Stell dir vor du gehst aufgrund einiger Beschwerden zu deinem Hausarzt und er findet heraus, dass du einen zu hohen Blutdruck hast. Normalerweise denkst du dir, dass du Medikamente verschrieben bekommst, doch der Arzt sagt dir, du sollst mehr Sport machen und ein Fitnessabo lösen. Da du gerade nicht die finanziellen Mittel dafür hast, entgegnest du und sagst, dass du dir dies nicht leisten kannst. Dein Hausarzt meint daraufhin: Kein Problem, die Krankenkasse übernimmt die Kosten dafür.

Angeführt vom Verband der Fitness- und Gesundheitscenter führen dieses Vorhaben mehrere Fitnessexperten an und werden beim Bund beantragen, dass gegen gewisse Krankheiten auch Sportprogramme als medizinische Leistung anerkannt und vergütet werden.

Oft hat nämlich Sport oder Bewegung eine ähnliche Wirkung wie Medikamente und ist zudem noch gesünder. Wieso sollte man also die Patienten, welche lieber Sport machen als ein Medikament zu nehmen nicht unterstützen?

Mehrere Zeitungen haben über diese Neuigkeit berichtet.
Gelange hier zum jeweiligen Artikel:

Luzerner Zeitung

Tagblatt

NZZ

 

Verschreibungsfreudige Ärzte bremsen um zu sparen

Krankenkasse Tipps

Tipp: Hausmittel helfen auch!

Möchtest du bei deiner Krankenkasse sparen? Wir helfen dir mit ein paar nützlichen Tipps dabei!

Es gibt Ärzte die sehr grosszügig Medikamente verschreiben und den Patienten bei jedem kleinen Leiden, einer kleinen Grippe beispielsweise, Tabletten, Nasenspray und weitere Tinkturen oder Salben verschreiben. Doch muss das denn sein? Als Patient darf man dies ruhig hinterfragen und den Arzt auch mal darauf ansprechen. Wenn du das Gefühl hast, du brauchst einfach 1, 2 Tage Ruhe und keine Medizin, dann sag dies deinem Arzt. Zudem kann es sich auch lohnen, Arzt- und Spital­rechnungen zu prüfen.

Zudem gibt es eine Reihe an alt bewährten Hausmitteln die man verwenden kann um die Kosten zu umgehen.
Gerne zeigen wir dir einige auf:

Halsschmerzen
Brustwickel: Halbiere Zitronen und koche diese in einem halben Liter Wasser aus, lasse es etwas abkühlen, ritze die Schalen an damit das ätherische Öl austreten kann. Tuch in der warmen Flüssigkeit benetzen für den Brustwickel benutzen.

Schnupfen
Meerrettich: Meerrettich ist ein altbewährtes Hausmittel. Von einer frischen Wurzel reibt man etwas ab, mischt es mit Honig und nimmt bis zu dreimal täglich einen Teelöffel davon ein. Die Kur öffnet die Nase, verflüssigt zähes Sekret und beschleunigt die Heilung. Alternativ kann auch Meerrettich aus dem Glas oder der Tube gelöffelt werden.

Trockener Husten ohne Fieber
Zwiebel-Hustensirup: Je nach Bedarf ca. 2 gehackte Zwiebeln mit 2 Esslöffeln flüssigem Honig mischen und zwei Stunden ziehen lassen, danach absieben und mehrmals täglich einnehmen.

Ohrenschmerzen
Zwiebelpäckchen: gehackte Zwiebeln in ein Tuch packen und z.B. auf einer Bettflasche erwärmen, danach auf die Ohren legen.

Krankenkassen – zu wenig Rückstellung Zusatzversicherungsbereich

Krankenkasse Tipps

Rückstellungen der Krankenkassen!

Wie eine Krankheit verläuft, lässt sich nur sehr schwer und ungenau prognostizieren. Aus diesem Grund ist das Risiko enorm hoch, dass Krankenkassen im Zusatzversicherungsbereich zu wenig Rückstellungen bilden.

Wenn eine Kasse  von einer teuren Krebsbehandlung, einer schweren Erkrankung oder einem längeren Spitalaufenthalt erfährt, müsste sie eigentlich sofort einen Geldbetrag für diese Leistungsfälle auf die Seite legen. Dies geschieht jedoch nicht, denn die Krankenkassen stellen bei ihrer Rückstellungspraxis auf beglichene Rechnungen ab. Unglücklicherweise wird danach nicht darauf geachtet, ob die Möglichkeit besteht, dass der Patient in Zukunft nocheinmal ins Spital muss oder Folgebehandlungen nötig sind.

Die NZZ hat dazu einen interessanten Artikel erfasst. Interessierst du dich für dieses Thema? Dann gelange hier zum NZZ Artikel!