Spezialtransport ins Altersheim: Besteht für die Krankenkasse Leistungspflicht?

Das Bundesgericht hat geurteilt: Krankentransport ist nur dann eine Pflichtleistung für Krankenkassen,  wenn er im konkreten Fall aufgrund spezifischer, medizinischer Anforderung nötig ist. Das Urteil folgte auf Beschwerde einer Krankenversicherung.

Es ging konkret um einen 90 Jahre alten Mann, der notfallmässig vom Alters- und Pflegezentrum in ein Spital eingeliefert wurde. Nach neun Tagen wurde der Mann entlassen, dabei wurde er mit einem Spezialtransporter, wo er in seinem Rollstuhl sitzend mitfahren konnte, ins Pfegezentrum zurück transportiert.

Die Fahrt vom Altersheim ins Spital übernahm die Krankenkasse. Nicht jedoch die Rückfahrt per Spezialtransporter. Dies ist nun vom Bundesgericht gutgeheissen worden.

Der Mann wäre in der Lage gewesen, in einem Auto sitzend (ohne Rollstuhl) mitzufahren. Deshalb sei es nicht nötig gewesen, einen Spezialtransport beizuziehen. Deshalb bestete keine Leistungspflicht für die Krankenkasse.

Krank in den Ferien

Wer in den Ferien krank wird muss so einiges beachten. So sollte man immer eine Notfalltelefonnummer der Krankenkasse dabei haben. Falls du ins Spital musst, solltest du direkt die Krankenkasse kontaktieren. Alle Belege, Papiere und Quittungen unbedingt sammeln und mit nachhause nehmen.

Grundsätzlich übernimmt die Krankenkasse nur notfallmässige Behandlungen. Medikamente, die im Ausland gekauft werden, werden nicht zurückerstattet.

Je nach Feriendestination werden verschiedene Kosten zurück erstattet: In einem EU-Land wird von der Grundversicherung der Betrag zurückerstattet, den auch Einheimische vergütet bekommen. In Ländern ausserhalb der EU wird maximal der Doppelte Betrag einer gleichwertigen Behandlung in der Schweiz erstattet. Um hohe Kosten zu verhindern, kann es sich lohnen eine Reiseversicherung abzuschliessen.

Schwarze Liste der Krankenkassen

Manche Krankenkassen haben ein sogenannte «schwarze Liste», mit allen Versicherten, die die Prämien nicht bezahlen können. Leute, die auf dieser Liste sind bekommen nur noch im Notfall Medikamente oder andere Leistungen.

Dies führte letztes Jahr zu einem Todesfall, da ein Mann mit HIV-Infektion keine Medikamente bekam. Daher ist die «schwarze Liste» nun wieder in den Schlagzeilen und es wird debattiert, ob so eine Liste ethisch ist und wann genau ein Notfall vorliegt. Ein anderer Streitpunkt ist, ob die Liste überhaupt noch einen Nutzen hat. Einige Kantone werden daher die Liste wieder abschaffen, da sie die Grundversorgung einer wirtschaftlich und sozial schwachen Bevölkerungsgruppe gefährde, während es gleichzeitig keine Hinweise auf eine bessere Zahlungsmoral gäbe. Aber auch ohne Liste muss ein Weg gefunden werden, wie mit Versicherten umgegangen wird, die die Prämien nicht bezahlen können. Denn zurzeit sind insgesamt über 33’000 Leute auf dieser Liste.

Reisekrankenversicherung

Erfahre hier alles über die Reisekrankenversicherung!

Im Ausland ist man nur teileweise durch die gesetzliche Krankenkasse versichert. Je nach Land und je nach Art der Erkrankung oder Behandlung übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Ist die Behandlung im Ausland teurer, als in der Schweiz übernimmt die Krankenkasse die angefallenen Mehrkosten ebenfalls nicht. Wenn du in ein Land reist, welches nicht zu den Schengen-Staaten gehört, dann bist du ohne eine Reisekrankenversicherung auch nicht krankenversichert. Alle Kosten einer Arzt-Behandlung oder eines Spitalaufenthaltes fallen so auf dich zurück.

Es ist möglich für jede einzelne Reise eine Reisekrankenversicherung abzuschliessen oder eine ganzjährige Versicherung abzuschliessen. Wenn man mehrmals im Jahr verreist zahlt sich eine ganzjährige Reisekrankenversicherung mehr aus.

Auf folgende Punkte musst du bei einer Reiseversicherung achten:

  • Ist dein Reiseland inbegriffen?
  • Sind deine Aktivitäten inbegriffen (Tauchen etc.)
  • Wie hoch ist dein Selbstbehalt?
  • Wann hast du keinen Anspruch auf die Leistungen der Versicherung? (Alkoholkonsum etc.)

 

Wenn du all das berücksichtigst kannst du sorglos in die Ferien verreisen und deine Auszeit in vollen Zügen geniessen!

Krankenkasse im Ausland

Krankenkasse im Ausland

Gilt meine Krankenversicherung im Ausland?

Planst du Ferien? Dann informiere dich jetzt über deine Krankenkasse!

Leider kommst es durchaus vor, dass man sich in den Ferien etwas einfängt. Auch wenn es den Meisten unangenehm ist, muss man auch im Ausland einen Arzt aufsuchen der die Krankheit analysieren kann.
Würdest du also bei einem Auslandsaufenthalt in der Notfallstation landen, übernimmt deine Krankenasse die notwendige medizinische Notfallbehandlung. Wenn es sich um eine freiwilligen Behandlung oder der Kauf von Medikamenten im Ausland handelt, musst du die Kosten selber übernehmen.
Wenn es aber keinen Notfall ist und dein Arzt dich ins Ausland für eine Behandlung schickt, solltest du die Deckung der Krankenkasse vorher abklären.
Die Reisedestination bestimmt die Höhe der Deckung bei Notfällen. Mit der europäischen Krankenversicherungskarte hast du in EU- / EFTA-Ländern Anspruch auf Vergütung der gleichen Leistungen wie die in diesem Land versicherten Personen.
Geht die Reise nicht in die EU- / EFTA-Ländern? Dann wird höchstens der doppelte Betrag der gleichen Behandlung in der Schweiz übernommen.

Reicht dir die Versicherung nicht? Dann empfehlen wir dir eine Zusatzversicherung.
Es ist sicher sinnvoll wenn du dir, für gewisse Nicht-EU- / EFTA-Staaten, eine höhere Deckung der ausländischen Behandlungskosten versicherst. Besonders hoch sind die Gesundheitskosten in den USA und Kanada, somit braucht es nicht viel damit sich die Kosten verdoppeln. Ab diesem Zeitpunkt zahlt die Krankenkasse nicht mehr.

Also denk daran, deine Versicherungskarte muss immer dabei sein wenn du in die Ferien gehst!

Parlament: Schwarze Liste soll nicht abgeschafft werden

Vor- und Nachteile der schwarzen ListeWie bereits mehrmals darüber berichtet, werden Krankenversicherte im Kanton Luzern, welche ihre Prämien nicht zahlen, auf einer „schwarzen Liste“ aufgeführt und mit reduzierten Leistungen bestraft. Nun hat sich das Parlament mit 86 zu 23 Stimmen gegen eine Abschaffung der Liste ausgesprochen.

Im Herbst 2012 wurde die Liste eingeführt und die Hoffnung war gross, dass sich die Zahlungsmoral verbessert und damit die öffentlichen Kosten reduziert werden, da der Kanton 85 Prozent der ausstehenden Prämien übernehmen muss. Wer seine Prämien nicht bezahlt, der wird nur noch in medizinischen Notfällen behandelt.

Derzeit befinden sich knapp 7’000 Personen auf der „schwarzen Liste“. Dabei ist zu beachten, dass Personen, welche Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen oder Mutterschaftsbeihilfen beziehen, nicht auf der Liste sind. Auch Kinder werden nicht aufgelistet.
Nun zeigen sich aber drei Jahre nach der Einführung gewisse Schwierigkeiten. Zum Beispiel ist nicht definiert, was genau ein Notfall ist. Zudem hemme die Liste den Anreiz vom Sozialhilfebezug wegzukommen, da diese Personen nicht eingetragen werden.
Ein weiteres Problem sehen viele darin, dass zahlungsunfähige Personen beraten werden müssen, bevor ihnen einfach die Leistungen gestrichen werden.
Die Liste scheint jedoch auch einen gewissen Erfolg verzeichnen zu können, denn sie schützt Krankenkassen und Prämienzahler vor finanziellen Folgen. Wer das Geld lieber für Ferien, Schmuck oder Autos ausgibt, der soll wissen, dass ihm die medizinischen Leistungen gekürtzt werden.

Sind Zusatzversicherungen notwendig?

ZusatzversicherungAlle in der Schweiz lebhaften Personen sind gemäss Krankenkassengesetz dazu verpflichtet, eine obligatorische Grundversicherung abzuschliessen. Du hast immer die Möglichkeit auch ein alternatives Versicherungsmodell zu wählen, damit zu so Prämien sparen kannst. Alle Zusatzversicherungen sind freiwillig, daher schliesst du diese nur ab, wenn sie für dich einen Nutzen bringen können.
Für viele Versicherte lohnt sich der Abschluss einer Zusatzversicherung. Die Prämie wird erhöht, du erhälst aber zusätzliche Leistungen, welche die Grundversicherung nicht abdeckt. Bei gewissen Behandlungen, welche nicht von der obligarotischen Versicherung gedeckt werden, können die Kosten schnell in die Tausende oder sogar Zehntausende Franken gehen. Mit einer Zusatzversicherung können solche Kosten unter Umständen vermieden werden.
Schau dir die Übersichtslisten mit den Leistungen in der Grundversicherung und den Zusatzversicherungen an und entscheide dann, ob sich eine Zusatzversicherung vielleicht für dich lohnen könnte.

Leistungen bei der Grundversicherung:

Ambulante Behandlung
Verschriebene Medikamente
Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung in Spitäler im Wohnkanton
Ausserkantonaler Aufenthalt in Spitäler bei Notfall
Pflege zu Hause oder in Pflegeheim
Zahnbehandlungen
Brillengläser oder Kontaktlinsen
Präventionsmassnahmen
Medizinische Rehabilitation
Psychotherapie
Physiotherapie
Schwangerschaft
Transport und Rettung

Leistungen bei der Zusatzversicherung:

Freie Spitalwahl in der Schweiz
Freie Arztwahl (Oberarzt) im Spital
Spital-Komfort bei der Zimmerbelegung
Gesundheitsvorsorge wie Fitness- oder Hallenbadabonnemente
Schutz- und Reiseimpfungen
Zahnbehandlungskosten bei Korrektur der Zahnstellung
Beiträge bei Rettungs- und Bergungskosten
Ausländische Behandlungen
Brillen und Kontaktlinsen

Regierungsrat in Luzern will die „schwarze Liste“ nicht abschaffen

Krankenkasse News

Schwarze Liste in Luzern bleibt!

Die Partei der Grünen im Kanton Luzern verlangt, dass die Liste mit den säumigen Prämienzahlern wieder abgeschafft wird. Die Liste, welche im Oktober 2012 eingeführt wurde, hätte ihr Ziel verfehlt.

Der Kanton Luzern wollte mit der Liste die Zahlungsmoral der Versicherten verbessern und somit die öffentlichen Kosten reduzieren.
Drei Jahre später scheint es ein paar Schwierigkeiten zu geben, da der administrative Aufwand unverhältnismässig gross sei. Zudem scheinen immer wieder Kinder auf der Liste zu sein, was eine ungenügende Kontrolle zeigt.

Für eingetragenen Patienten, deren Behandlungen eingeschränkt werden, sind die gesundheitlichen Folgen teilweise fatal.
Die Grünen meinen zudem, dass die Liste den Anreiz hemme, von der Sozialhilfe wegzukommen, da Sozialhilfebezüger nicht eingetragen werden.

Der Regierungsrat ist anderer Meinung, denn die Liste soll einen nicht zu unterschätzenden Präventiveffekt haben. Die Betreibungen seien ohne die Liste niedriger ausgefallen, es bestehe kein zu grosser Aufwand und Kinder seien ebenfalls nicht auf der Liste aufgeführt.

Der Regierungsrat ist zudem der Meinung, dass es keine gesundheitlichen Folgen für Patienten gibt, da der jeweilige Arzt entscheidet, ob ein Notfall vorliegt oder nicht.
Zudem meint der Rat, dass ein Versicherter sich juristisch zur Wehr setzen kann, wenn die Krankenkasse die Kosten nicht bezahlt.

Kostenübernahme Krankenkasse – Fahrt ins Spital

Krankenkasse Tipps

Krankentransport ins Spital!

Muss ich bei einer Operation die Fahrt ins Spital selber zahlen? Was passiert bei einem Notfall oder wenn eine Ambulanz die Fahrt ins Spital übernehmen muss?

Sofern dir die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zumutbar ist, musst du selbst fahren und die Kasse übernimmt keine Kosten. Ist der Transport jedoch medizinisch notwendig, dann übernimmt die Grundversicherung 50 Prozent der Transportkosten, jedoch maximal 500 Franken. Wenn du keine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen hast, musst du die restlichen 50 Prozent selber bezahlen.

Einen interessanten Artikel mit konkretem Beispiel liefert der ktipp.ch. Gelange hier zum Beitrag!

Was übernimmt die Krankenkasse bei Rettungs- und Transportkosten?

Krankenkasse Infos

Kostenübernahme der Krankenkasse bei Rettungs-und Transportkosten

Nach einem Unfall mit Rettungs- oder Transportkosten flattert oft eine böse Überraschung ins Haus. Die Rechnung für eine Rettung oder einen Notfalltransport kann jemanden finanziell schnell ruinieren.
Aus diesem Grund sollte man sich gut darüber informieren, welche Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Denn obwohl es sich um medizisch notwendige Transporte handelt, sind die Leistungen der Krankenversicherer in der Grundversicherung limitiert.

Bezahlt die Grundversicherung für Rettungs- und Transportkosten?

Wenn dem Patienten eine Fahrt mit dem Privatauto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zugemutet werden kann, dann wird von der Grundversicherung nichts übernommen. Handelt es sich jedoch um einen Unfall, bei welchem der Patient notwendigerweise vom Rettungsfahrzeug abgeholt werden muss, dann beteiligt sich die Grundversicherung an den Kosten.

Mit wie viel Franken beteiligt sich die Grundversicherung?

Die Grundversicherung übernimmt nur die Hälfte der Kosten und höchstens 500 Franken für Krankentransporte und 5000 Franken für krankheitsbedingte Rettungskosten. Die Kostenbeteiligung versteht sich pro Jahr und nicht pro Rettung oder Notfall.

Gibt es eine Versicherung welche bessere finanzielle Unterstützung bietet?

Ja gibt es. Es gibt Versicherungen welche mit ihren Zusatzversicherungen einen höreren Teil der Rettungs- und Transportkosten übernehmen. Einige sind sogar unlimitiert und übernehmen die totalen Transport- oder Rettungskosten. Um Genaueres zu erfahren informierst du dich am besten bei deiner persönlichen Krankenkasse und lässt dir Offerten für Zusatzversicherungen erstellen.