App zur Schnell-Diagnose

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Das googlen nach Symptomen ist ein weitverbreitetes Handeln und hat oft eine negative Wirkung, denn viele Patienten erhalten eine schwerwiegende Krankheit als Diagnose. Die Swica will nun mit einer App dagegen steuern. Die App soll anhand eines Symptom-Checks erkennen wie schlimm das medizinische Problem ist und was als Folge getan werden soll, also ob der Patient abwarten soll, sich beim Arzt melden oder gar zum Notfall muss. Damit erhofft sich die Krankenkasse eine Verkleinerung der Anzahl Patienten, die wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen und so die Gesundheitskosten in die Höhe treiben.

Die App mit dem Name Benecura muss einiges beachten, so muss die App den Datenschutz der User gewährleisten, was Swica bestätigt. Auch Swissmedic ist involviert, da die App als Medizinprodukt gehandelt wird und daher unter gesetzlichen Vorgaben läuft.

Das Prinzip mit einer Symptom-Check App ist relativ neu und muss sich erst noch etablieren, aber es ist ein guter Schritt in die Zukunft!

Medikamente in der Schweiz viel teurer als im Ausland

Schweizer geben pro Jahr etwa 800 Franken für Medikamente aus, ein hoher Wert. Der Krankenversicherungsverband Santésuisse fordert daher eine Anpassung aller Medikamentenpreisen, damit könnte viel Geld eingespart werden. Ein grosses Problem ist, dass bei gleichen Medikamenten (Generika und patentabgelaufenes Medikament) nur das günstigere von der Krankenkasse übernommen wird.

Ein weiterer Punkt ist, dass Generika in der Schweiz im Vergleich zum Ausland mehr als 50% mehr kosten. Auch patentgeschützte Medikamente sind in der Schweiz immer noch 14% teurer.

Mit Anpassungen bei den Kosten von Medikamenten in der Schweiz könnten also insgesamt die Krankenkassen Prämien für alle Kunden vergünstigt werden.

Riesige Provisionen im Krankenkassengeschäft


Provisionen sind in vielen Geschäftsbereichen gang und gäbe, so auch bei Krankenkassen. Nun wurde vor ein paar Monaten aufgedeckt, wie viel von den Verwaltungskosten wirklich als Provision ausbezahlt werden. So bekommen manche Vermittlerprovisionen von bis zu 1500 Franken für einen neuen Kunden in der Grundversicherung.

Nun diskutieren Marktleiter verschiedener Krankenkassen, ob in der Grundversicherung nur noch 50 Franken pro Neukunde vergütet werden darf. Diese gilt zurzeit nur für das obligatorische Geschäft. In Zukunft sollten auch die Höchstbeiträge für Zusatzversicherungen festgelegt werden.

Im Moment wollen es die Krankenkassen noch versuchen selbst zu lösen. Falls sie zu keiner Einigung kommen würde die Politik eingreifen.

Schwarze Liste der Krankenkassen

Manche Krankenkassen haben ein sogenannte «schwarze Liste», mit allen Versicherten, die die Prämien nicht bezahlen können. Leute, die auf dieser Liste sind bekommen nur noch im Notfall Medikamente oder andere Leistungen.

Dies führte letztes Jahr zu einem Todesfall, da ein Mann mit HIV-Infektion keine Medikamente bekam. Daher ist die «schwarze Liste» nun wieder in den Schlagzeilen und es wird debattiert, ob so eine Liste ethisch ist und wann genau ein Notfall vorliegt. Ein anderer Streitpunkt ist, ob die Liste überhaupt noch einen Nutzen hat. Einige Kantone werden daher die Liste wieder abschaffen, da sie die Grundversorgung einer wirtschaftlich und sozial schwachen Bevölkerungsgruppe gefährde, während es gleichzeitig keine Hinweise auf eine bessere Zahlungsmoral gäbe. Aber auch ohne Liste muss ein Weg gefunden werden, wie mit Versicherten umgegangen wird, die die Prämien nicht bezahlen können. Denn zurzeit sind insgesamt über 33’000 Leute auf dieser Liste.

Kosten von Komplementärmedizin

Sei es Akupunktur gegen chronische Schmerzen oder Homöo­pathie gegen Migräne: Wenn ein Arzt eine solche Behandlung verschreibt, muss die Krankenkasse diese Kosten übernehmen. 2017 belastete die Komplementärmedizin die Grundversicherung mit rund 30 Millionen Franken. Die Krankenkassen müssen aber bezahlen, denn als Folge einer Volksinitiative müssen sie zusätzlich zur Akupunktur seit 2012 die anthroposophische Medizin, die Homöopathie, die Neuraltherapie, die Phytotherapie und die traditionelle chinesische Medizin vergüten. Seit vergangenem August gilt die Regel definitiv.

Auch wenn es nach viel Geld aussieht, gemäss einer von Dakomed in Auftrag gegebenen Auswertung ist die Alternativmedizin im Schnitt günstiger als die Schulmedizin. Demnach sind die Kosten pro Patient bei Komplementärmedizinern tiefer als bei Hausärzten, die ausschliesslich schulmedizinisch tätig sind. Bei homöopathischen Ärzten zum Beispiel waren es 2014 im Schnitt 705 Franken, bei ausschliesslich schulmedizinisch tätigen Grundversorgern 852 Franken. Teilweise werde die Alternativmedizin zusätzlich zur klassischen Medizin eingesetzt. Dies führe aber nicht unbedingt zu steigenden Kosten, da es dadurch teils weniger schulmedizinische Medikamente brauche. Insgesamt ist die Koordination von beiden Methoden wichtig, damit Kosten gesenkt werden können.

Bonus Programm bei Krankenkassen

Wer gesünder lebt, soll davon profitieren. Das sieht das Bonusprogramm verschiedener Krankenkassen vor.

In der Kritik stehen diese Programme jedoch, denn nicht alle können von den Bonus Leistungen profitieren. Beispielsweise diejenigen, die krank, körperlich beeinträchtigt oder alt sind. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Datenerhebung und die dadurch entstehende Frage zum Datenschutz. Doch es werden nicht nur Sportlichkeit belohnt, sondern auch Vorsorge, soziales und gesellschaftliches Engagement. Bezüglich des Datenschutzes haben die verschiedenen Krankenkassen verschiedene Wege. Man sammelt z.B. nur Schrittdaten von Versicherten oder die Bonusleistungen basieren nur auf Befragungsbogen.

Insgesamt kann man sagen, dass alle Versicherten vom Bonus Programm profitieren, weil die Kosten und Prämien für alle weniger ansteigen, wenn der Grossteil der Versicherten gesund lebt.

Böse Überraschungen nach Krankenkassen-Makler Besuch

Immer wieder erleben Versicherte böse Überraschungen, nachdem der Versicherungs-Makler zu Besuch war. Die meisten Personen sind der Meinung, dass sie eine Versicherungs-Offerte anfordern würden. In Wirklichkeit unterschreiben sie jedoch einen Antrag für eine Versicherung.

Oft wollen die Versicherten vom Vertrag zurücktreten. Die Krankenkassen stellen sich jedoch häufig auf den Standpunkt, dass sich der Kunde mit dem Antrag verpflichtet hätte. Vom Vertrag könne ein Versicherter nur zurücktreten, wenn die Krankenkasse die Aufnahmefrist von 14 Tagen nicht eingehalten hat.

Versicherungsmakler, die mit Krankenkassen zusammenarbeiten, sorgen seit Jahren für hitzige Gemüter. Nun wird der Nationalrat übernächste Woche über einen Vorstoss diskutieren. Viele Politiker fordern, dass künftig der Bundesrat die Provisionen der Vermittler regeln sollte.

Schwarze Liste Krankenkasse

Wer seine Krankenkassen-Rechnungen nicht zahlt, hat in manchen Kantonen kein Anrecht mehr auf medizinische Behandlungen. Wer auf der sogenannten schwarzen Liste landet, bei dem übernimmt die Krankenkasse nur die Kosten im Falle eines Notfalls.

Das Hauptproblem ist, dass ein Notfall von der Krankenkassen und den Spitälern jeweils verschieden interpretiert wird. Das hat zur Folge, dass viele Spitäler auf ihren Rechnungen sitzen bleiben, weil die betroffenen Patienten auf der schwarzen Liste der Krankenkassen figurieren. Das, obwohl für die Patienten die ärztliche Behandlung und Medikamente teils lebensnotwendig sind, wie bei den Fällen von Geburten oder Krebspatienten.

Immer mehr kritische Stimmen äussern sich zu dieser Schwarzen Liste. Viele Politiker von Links bis Rechts sind der Meinung, dass sich hier etwas ändern sollte.

Zahlen Krankenkassen Yoga-Kurse?

Eine Viertel-Million Schweizerinnen und Schweizer betreiben Yoga. Da stellt sich bei vielen die Fragen, ob die Krankenassen die Kosten der Yoga-Lektionen übernhemen?

Wenn sich Krankenkassen an den Yoga-Kosten beteiligen, dann in der Regel im Rahmen einer  Zusatzversicherung, welche seperat abgeschlossen werden muss. Gewisse Yoga-Praktiken werden bereits von einigen Schweizer Krankenkassen unterstützt. Entschädigt werden allerdings nur anerkannte Yoga-Lehrer. Wichtig ist vor Kursbeginn abzuklären, welche Kosten genau gedeckt werden. Häufig werden nur einige Hundert Franken entschädigt und manchmal sogar auch nur ein Prozentsatz der Gesamtkosten.

Lockerung des Vertragzwanges


Alle Krankenkassen müssen die kassenpflichtigen Leistungen aller zugelassenen Ärzte abrechnen. Dieser Vertragszwang treibt die Kosten, vor allem in den Kantonen mit einer hohen Anzahl von Spezialärzten, in die Höhen.

Die SGK fordert eine Festlegung einer Höchstzahl an zugelassenen Ärzten. Diese müssten gewisse Anforderungen wie Qualität und Wirtschaftlichkeit erfüllen. Zudem sollten die Ärzte einen Vertrag mit einer oder mehreren Krankenkassen abschliessen.

Die entsprechende parlamentarische Initiative hat die Nationalratskommission mit 7 zu 4 Stimmen angenommen. Diese könnte nun einen Erlassentwurf ausarbeiten.