Obligatorische Zahnversicherung

Obligatorische Zahnversicherung

Zahnarzt Rechnungen für Kontrolle, Korrekturen oder Zahnreinigungen müssen in der Schweiz die Patienten zu 90% selber tragen. Zahnbehandlungen werden in der Schweiz nur in Ausnahmefällen von den Krankenkassen übernommen. Vor allem Gewerkschaften und linke Parteien wehren sich gegen dieses System. Sie haben diverse Initiativen aufgegleist, die eine obligatorische Zahnversicherung forcieren.

Die Zahnversicherung sollte gleich wie die AHV über den Lohn finanziert werden. 1% des Lohnes soll in die Versicherung fliessen. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen sich mit je 0.5%. Die restlichen Kosten müssen über die Kantone und die Steuern finanziert werden.

Die obligatorische Zahnversicherung sollte die Bevölkerung dazu veranlassen öfters zur Kontrolle zu gehen und bei Zahnschmerzen frühzeitig einen Zahnarzt aufzusuchen. Viele Personen verzichten aus finanziellen Gründen auf einen Zahnarztbesuch. Es besteht daher ein klarer Zusammenhang zwischen sozialem Status und Zahngesundheit.

Jedoch gibt es auch kritische Stimme von den Seiten der Zahnärzte. Sie widersprechen einigen Argumenten der Initianten. Sie finden, dass die Zähne der Schweizer Bevölkerung in einem sehr guten Zustand sind und die Karieserkrankungen bei Kindern und jungen Erwachsenen extrem zurückgegangen sind.

Ob sich die Initiative durchsetzen kann wird sich zeigen. Befürworter sowie Gegner räumen sich erhebliche Chancen ein.

Krankenkassenprämien steigen um vier bis fünf Prozent

Auch dieses Jahr befürchtet der Krankenkassenverband Santésuisse wieder ein Ansteigen der Krankenkassenprämien. Laut ersten Schätzungen geht man von vier bis fünf Prozent aus.

Es gibt zwei wesentliche Gründe für den Kostenanstieg. Der erste Grund sind die steigenden Kosten bei den stationären Spitalkosten. Es handelt sich um eine stationäre Behandlung, wenn der Patient im Spital übernachtet. Die stationären Spitalkosten werden unter den Kantonen und Krankenkassen aufgeteilt. Die Kantone haben in den letzten Jahren ihren Anteil auf 55 Prozent erhöht. Diese konstante Erhöhung des Kostenanteils wird im 2018 nicht mehr stattfinden. Es wird aber davon ausgegangen, dass die stationären Spitalbehandlungen zunehmen. Dies bedeutet, dass die Versicherten mehr von den Kosten übernehmen müssen.

Der zweite Grund sind die Kosten der ambulanten Behandlungen. Da ambulante Behandlungen von den Kantonen forciert werden, gibt es immer mehr ambulante Behandlungen. Die ambulanten Spitalkosten tragen die Krankenkassen allein und somit auch die Krankenkassen Versicherten.  Mehr ambulante Behandlungen bedeuten also auch höhere Prämien für den Versicherten.

Die 6 grössten Fehler bei der Krankenkassen-Wahl

Bald kommt wieder der leidige Krankenkassen-Wechsel. Wir verraten euch, welche Fehler Ihr bei der Krankenkassenwahl unbedingt vermeiden sollt.

Kein genauer Krankenkassen-Vergleich

Die Prämien können pro Krankenkasse sehr stark variieren, deshalb lohnt es sich bei der Krankenkassenwahl ein wenig mehr Zeit zu investieren. Ebenfalls sollte man rechtzeitig damit beginnen Krankenkassen zu vergleichen. So hat man genügend Zeit die Grund- und Zusatzversicherung zu kündigen und eine neue Versicherung abzuschliessen. Mit einem Krankenkassenwechsel kann man jährlich bis zu 1000.- Franken Prämien einsparen.

Falsche Franchisen-Wahl

Bei der Franchisen Wahl gilt folgende Regel: Entweder die tiefste (300.-) oder die höchste Franchise (2’500.-) wählen. Die mittlere Franchise lohnt sich nicht. Viele Schweizer haben die falsche Franchise gewählt und zahlen jährlich bis zu 100.- zu viel.

Falsches Modell wählen

Viele Schweizer haben das teure Standard-Modell versichert. Es gibt jedoch viele günstigere Modelle, wie zum Beispiel das Hausarzt-, Apotheken- oder Telmed-Modell. Der Unterschied ist, dass der Versicherte zuerst den Hausarzt, die Apotheke oder ein telemedizinisches Callcenter kontaktieren muss bevor dieser ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen kann.

Das Vergessen von Prämienverbilligungen

Schweizer mit einem geringen Einkommen können Prämienverbilligungen beantragen. Die Prämienverbilligungen gelangen jedoch nicht automatisch zu den Krankenkassen. Viele Versicherte kümmern sich nicht um die Prämienverbilligung und so entgeht Ihnen bis zu 1000.- im Jahr. Verpasste Prämienverbilligungen können bis zu zwei Jahre später nachgereicht werden.

Arztrechnung nicht einsenden

Wichtig ist, dass man bei der „Tiers Garant“ Methode die Arztrechnungen immer der  Krankenkasse zu sendet. Oft vergessen viele Versicherte dies jedoch und verpassen so den Rückvergütungsanspruch.

Prämienrabatte verpassen

Einige Krankenkassen gewähren, gegen Vorauszahlungen, einen Prämien Rabatt. Der Rabatt kann bis zu 2% betragen. Ist es finanziell möglich, dann lohnt sich solch eine Skonto-Zahlung auf jeden Fall.

Fitness Abo oder Ernährungsberatung – Was zahlt die Krankenkasse?

Was zahlt die Krankenkasse an die Gesundheit

Gesundheit ist unser grösstes Gut. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Fitness oder Wellness-Behandlungen, um fit zu bleiben und seine Gesundheit zu fördern. Doch werden diese Kosten auch von der Krankenkasse übernommen?

Den Krankenkassen liegt verständlicherweise viel an der Gesundheit Ihrer Kunden, denn gesunde Kunden sind günstiger als kranke. Wer die richtigen Zusatzversicherungen abschliesst kann daher sehr viel Geld sparen. Einige Zusatzversicherungen übernehmen bis zu 500.- Franken an das Fitness Abonnement und auch Ernährungsanalysen werden entsprechend unterstützt.

Die geistliche Verfassung hat ebenfalls grossen Einfluss auf unsere Gesundheit, daher beteiligen sich einige Zusatzversicherung auch bei Entspannungsmassnahmen wie Wellness-Behandlungen (z. B. Massagen, Sauna-Besuche etc.) oder Yogakurse. Damit der aktuelle Gesundheitszustand auch beibehalten werden kann, übernehmen sogar einige Krankenkassen die Kosten für regelmässige Check-Up Untersuchungen.

Die Leistungsarten und Leistungshöhen sowie die Kosten für die jeweiligen Zusatzversicherungen können von Krankenkasse zu Krankenkasse stark variieren. Einen Vergleich lohnt sich vorher auf jeden Fall!

Krankenkasse für Ihr Baby

Krankenkassen für Babys

Jedes Baby muss innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei der Krankenkasse gegen Krankheit und Unfall versichert werden. Kinder und Eltern müssen nicht bei der gleichen Kasse versichert sein. Die Wahl der Krankenkasse steht den Familien demnach frei.

Das Kind wird durch die Anmeldung rückwirkend auf den Zeitpunkt der Geburt versichert. Melden Eltern ihr Kind verspätet an, entsteht eine Deckungslücke. Bei verspäteter Anmeldung beginnt der Versicherungsschutz also erst ab Beitrittsdatum. Die Krankenkasse vergütet also die Auslagen, die seit der Geburt entstanden sind, nicht. Wird keine Versicherung abgeschlossen wird einem automatisch eine beliebige Krankenkasse zugewiesen.

Die Krankenkassen sind verpflichtet auch kranke Kinder in die Grundversicherung aufzunehmen. Möchte man jedoch ein krankes Kind für eine Zusatzversicherung anmelden, kann die Krankenkasse den Antrag ablehnen. Es empfiehlt sich demnach den Antrag für die Grundversicherung sowie auch für die Zusatzversicherung vor der Geburt zustellen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nicht bei allen Krankenkassen.

Bei vielen Kindern werden irgendwann teure Zahnkorrekturen nötig. Deshalb kann sich eine zusätzliche Zahnversicherung lohnen. Diese Zusatzversicherung sollte am besten kurz nach der Geburt abgeschlossen werden. Viele Krankenkassen verlangen nämlich eine zahnärztliche Untersuchung, bevor sie das Kind in die Versicherung aufnehmen.

Warum gibt es unterschiedliche Prämien für dieselbe Leistung?

Je grösser die Gesundheitskosten in der Region, desto höher die Prämie.

Der Kern der Grundversicherung ist der, dass bei jeder Krankenkasse, egal aus welchem Kanton oder welcher Region, dieselben Leistungen angeboten werden. Dennoch unterscheidet sich die Höhe der Prämien. Doch warum sind die Prämienkosten je nach Ort unterschiedlich, obwohl die Leistung überall dieselbe bleibt?

Wer zum Beispiel im Kanton Genf wohnt zahlt mehr, als jemand der im Kanton Appenzell Innerhoden wohnt. Das mag auf den ersten Blick unfair erscheinen. Doch der Grund dafür ist die Kostenstruktur. Denn die Versicherten verursachen je nach Wohnsitz unterschiedlich hohe Kosten, was wiederum in unterschiedlichen Prämien resultiert. So stuft jeder Krankenversicherer die Prämien nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden ab. Dies nicht nur kantonal, sondern auch regional. Diese Prämienregionen werden vom Bundesrat einheitlich festgelegt. Je höher beispielsweise die Ärzte- und Apothekendichte in einer Region, desto höher sind die Gesundheitskosten und somit die Prämien für die jeweiligen Versicherten.

Wieso werden Neugeborene versichert?

Es ist sehr wichtig, Babys noch vor der Geburt zu versichern.

Viele Eltern die ein Kind erwarten, stehen vor einigen Herausforderungen: Nicht nur persönlich, sondern auch administrativ. Ein sehr wichtiger Punkt sind die Krankenversicherungen. Es stellen sich einige Fragen: Wie versichere ich mein Baby? Wieso soll ich es bereits vor der Geburt anmelden?

Da die Krankenkassen Grundversicherung in der Schweiz für alle obligatorisch ist, müssen auch Neugeborene schnellstmöglich angemeldet werden, spästestens aber 3 Monate nach der Geburt. Es ist jedoch zu empfehlen, das Baby noch vor der Geburt zu versichern. Der Sinn dieser vorgeburtlichen Anmeldung liegt darin, dem Neugeborenen einen optimalen und bestmöglichsten Versicherungsschutz zu gewähren, vor allem mit Zusatzversicherungen. So werden auch Kinder, die mit einem Leiden auf die Welt kommen umfassend geschützt. Wird die Versicherung nämlich nicht vorgeburtlich abgeschlossen, wird zunächst eine Risikoprüfung vorgenommen. So kann es sein, dass die Krankenkasse die Zusatzversicherung ablehnt und das Baby nicht aufgenommen wird. Dies kann hohe Kosten verursachen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Versicherung für das Baby noch vor der Geburt abzuschliessen.

Wieso braucht man eine Zusatzversicherung?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Viele stellen sich die Frage: Benötig man die Zusatzversicherung?

Dass ein Abschluss einer Krankenversicherung obligatorisch ist, ist in der Schweiz klar. Doch zwingend ist lediglich der Abschluss einer Grundversicherung. Die darin inbegriffenen Leistungen sind gesetzlich geregelt und daher bei jeder Krankenkasse gleich. Dennoch unterscheiden sich Zusatzversicherungen preislich, wobei es sich gelegentlich lohnt, Preise zu vergleichen und die Krankenkasse zu wechseln.

Sogenannte Zusatzversicherungen gibt es in Form zahlreicher kleiner ambulanter Versicherungen. Ein Abschluss ist freiwillig. Viele Versicherte stellen sich daher eine Frage: Benötigt man eine Zusatzversicherung? Das muss jeder selbst abwägen und entscheiden. Grundsätzlich ist es aber für Viele nicht notwendig eine abzuschliessen. Doch es gibt einige Ausnahmen. Zum Beispiel eine Zusatzversicherung für den Zahnarzt, die vor allem bei Kindern sehr sinnvoll sein kann. Oder auch für Personen, die bei einem Spitalaufenthalt ein eigenes Zimmer möchten ist es angebracht, eine Zusatzversicherung für ein halbprivates oder privates Zimmer abzuschliessen. Des weiteren gibt es Zusatzversicherungen für Auslandsreisen, Komplementärmedizin, bei einer Brille etc.

Bei der Zusatzversicherung muss die Krankenkasse im Gegensatz zu der Grundversicherung nicht jede Person annehmen. So haben „Risikogruppen“, wie beispielsweise ältere Personen, bereits schwer Kranke oder Raucher schlechtere Chancen. Wird eine Zusatzversicherungen angenommen, bieten manche Krankenkassen dann Vergünstigungen, wenn der Versicherte beide Versicherungen bei ihnen abschliesst.

Krankenkassen Prämien für Kinder & Jugendliche bald gesenkt

Familien sollen durch eine neue Regelung deutlich entlastet werden.

Die Höhe der Krankenkassen Prämien ist ein allgegenwärtiges Thema, vor allem für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Der Ständerat hat nun diesbezüglich einer Gesetzesvorlage der Nationalrats-Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) zugestimmt. Grundlegendes Ziel der Initiative ist es, Familien zu entlasten.

So sollen 19 bis 25 -Jährige bei den Krankenkassenprämien durch den Risikoausgleich entlastet werden. Dies, weil momentan nur rund 1/3 der Prämien für tatsächliche medizinische Leistungen benötigt wird und der Rest in den Risikoausgleich wandert. Diese Zahlungen sollen nun um rund 50% reduziert werden, was den Krankenkassen eine Gewährung von Prämienrabatten erlaubt. Dieser Rabatt soll sich durchschnittlich auf ca. 92 Franken im Monat belaufen. Im Gegenzug dazu steigen die Prämien für Erwachsene um etwa 10 Franken.

Durch eine solche Umteilung und Entlastung sollen junge Erwachsene nun weniger auf Prämienverbilligungen (IPV) angewiesen sein. Das Geld, welches die Kantone durch weniger zu gewährende Prämienverbilligungen spart, soll im Gegenzug in die Subventionierung von Prämien für Familien mit Kindern sowie junge Erwachsene in Ausbildung fliessen. Die Rede ist von einer Reduzierung der Prämien um 50 bis 80 Prozent.

Rückerstattung von zu viel bezahlten Krankenkassen Prämien

Total werden 800 Mio. zu viel bezahlte Krankenkassen Prämien zurückerstattet.

Vesicherte aus bestimmten Kantonen, welche in den letzten Jahren zu hohe Krankenkassen Prämien bezahlt haben, erhalten dieses Jahr eine dritte und letzte Rückerstattung. Der Betrag im Jahr 2017 beläuft sich auf rund 360 Millionen Franken. Insgesamt wurden in drei Etappen 800 Millionen Franken zurückerstattet.

Dieses Ungleichgewicht ist mit dem Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes im Jahre 1996 entstanden. Seit damals wurden die Krankenkassen Prämien in neun Kantonen zu hoch angesetzt, wobei betroffene Versicherte tiefe Prämien aus anderen Kantonen subventionierten. Um diesen Misstand aufzuheben hat der Bund beschlossen, die Prämien in drei Teilen zurückzuzahlen. Dabei war lange unklar, ob eine solche Rückzahlung überhaupt möglich ist. Zu den betroffenen Personen gehören Versicherte aus den Kantonen Graubünden, Thurgau, Tessin, Zürich, Zug, Freiburg, Appenzell Innerrhoden, Waadt und Genf.

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