CSS: Krankenkassen Prämien neu im Voraus

Die neue Regelung  stellt für Viele eine finanzielle Hürde dar.

Bisher war es bei der CSS Versicherung so, dass die Kunden ihre Krankenkassen Prämien immer im Nachhinein bezahlt haben. Dies hat die Krankenkasse als kundenfreundlicher empfunden, obwohl die meisten Versicherungen dies anders handhaben. Doch nach einer Prüfung des Bundesamtes für Gesundheit BAG hat sich herausgestellt, dass diese Rechnungspraxis gegen Artikel 90 der sogenannten Verordnung über die Krankenversicherung verstösst. Dort wurde einst festgelegt, dass die Prämienrechnung und Bezahlung im Voraus zu erfolgen hat.

Von der Umstellung sind weitere Krankenkassen betroffen, darunter Sanagate, Intras und Arcosana. Für die Kunden ist es ebenfalls mit Mühe verbunden. Aufgrund der Änderung müssen diese nämlich im Monat Mai zwei Rechnungen begleichen. Dies stellt für viele Versicherte eine grosse finazielle Belastung dar. Daher ist es den Betroffenen anzuraten, die Krankenkassen nicht gleich zu wechseln, sondern mit ihnen Kontakt aufzunehmen und eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Mehr als 100’000 Schweizer bezahlen Prämien nicht

Schweizer zahlen Prämien nicht

Einige Kantone haben Schwarze Listen für säumige Prämienzahler.

Auf einer Schwarzen Liste landen Personen, die sich nicht an bestimmte Regeln halten – seit geraumer Zeit ist dies auch bei den Krankenversicherungen und beim Zahlen der Prämien ein Thema.

Denn bei den Personen, die ihre Krankenkassen-Rechnungen nicht begleichen, ist ein stetiger Anstieg zu verzeichnen – gar eine Verdoppelung in den letzten 7 Jahren. Allein im Kanton Zürich blieben 2014 Rechnungen im Wert von 37.8 Millionen Franken offen, landesweit sind es über 236 Millionen Franken.

Diese immensen Kosten werden zwangsweise auf andere Versicherte, d.h die Steuerzahler, abgewälzt, denn der Kanton begleicht 85% der offenen Rechnungen. Zum einen ist es so, dass die Prämien mittlerweile ein sehr hohes Level erreichen, was für einige zu finanziellen Engpässen führt. Dennoch gibt es gemäss dem Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse auch die Kundenkategorie, welche die Prämien schlicht nicht zahlen möchten und das Geld lieber anders ausgeben.

Als Folge haben einige Kantone sogenannte Schwarze Listen eingeführt, wo Personen, welche ihre Prämien nicht zahlen wollen, eingetragen sind. Dies sind beispielsweise im Kanton Aargau 10’000 Personen, im Thurgau ca. 5’000. Diese Personen werden nicht zum Krankenkassen Wechsel gezwungen, sondern ihre Krankenkasse bezahlt in diesem Fall lediglich medizinische Notfallbehandlungen.

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