Krankenkassenprämien steigen um rund 4 Prozent

Wie bereits im Jahr 2018 erwartet die Versicherungsnehmer eine Erhöhung der Krankenkassenprämien. Gemäss dem Internetvergleichsdienst comparis.ch sollen die Grundversicherungsprämien um 4 Prozent in die Höhe gehen. Hauptsächlich für diesen Anstieg verantwortlich seien nebst den wachsenden Medikamentenkosten deren häufigere Verschreibung.

Dies, obschon die Abrechnungsdaten der Krankenversicherungskosten vom ersten Quartal 2018 den Eindruck erwecken, dass die Krankenkassen den Kostenanstieg der Krankenversicherungsprämien nun in den Griff bekommen haben. Doch der Online-Vergleichdienst comparis.ch wiederspricht dieser Annahme und rechnet für das Jahr 2019 erneut mit steigenden Prämien.

Es lohnt sich darum, sich auch dieses Jahr wieder über die verschiedenen Krankenkassen-Angebote zu informieren, um das bestmögliche Angebot zu finden!

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Hautkrebs in der Schweiz – Krankenkassen fordern Prävenzion

Nur Australien und Neuseeland haben eine noch höhere Hautkrebsrate als die Schweiz, damit belegt die Schweiz den Spitzenplatz in Europa. Schwarzer Hautkrebs ist die fünfthäufigste Krebsart. Wie bei jedem Krebs ist eine frühe Diagnose entscheidend für ein positives Ergebnis. Daher wird empfohlen, sich regelmässig auf Hautveränderungen zu untersuchen. Risikopatienten sollten auch jährlich zur Vorsorgeuntersuchung zum Facharzt oder Dermatologen gehen. Diese Untersuchungen werden in den meisten Fällen von der Krankenkasse übernommen.

Jedoch ist nicht nur die Früherkennung wichtig, sondern vor allem auch die Prävention. Speziell jetzt im Sommer ist es notwendig in der Sonne immer Sonnenschutzmittel zu benutzen. Auch sollte die Mittagsonne gemieden und entsprechende Schutzkleidung getragen werden.

Krank in den Ferien

Wer in den Ferien krank wird muss so einiges beachten. So sollte man immer eine Notfalltelefonnummer der Krankenkasse dabei haben. Falls du ins Spital musst, solltest du direkt die Krankenkasse kontaktieren. Alle Belege, Papiere und Quittungen unbedingt sammeln und mit nachhause nehmen.

Grundsätzlich übernimmt die Krankenkasse nur notfallmässige Behandlungen. Medikamente, die im Ausland gekauft werden, werden nicht zurückerstattet.

Je nach Feriendestination werden verschiedene Kosten zurück erstattet: In einem EU-Land wird von der Grundversicherung der Betrag zurückerstattet, den auch Einheimische vergütet bekommen. In Ländern ausserhalb der EU wird maximal der Doppelte Betrag einer gleichwertigen Behandlung in der Schweiz erstattet. Um hohe Kosten zu verhindern, kann es sich lohnen eine Reiseversicherung abzuschliessen.

Böse Überraschungen nach Krankenkassen-Makler Besuch

Immer wieder erleben Versicherte böse Überraschungen, nachdem der Versicherungs-Makler zu Besuch war. Die meisten Personen sind der Meinung, dass sie eine Versicherungs-Offerte anfordern würden. In Wirklichkeit unterschreiben sie jedoch einen Antrag für eine Versicherung.

Oft wollen die Versicherten vom Vertrag zurücktreten. Die Krankenkassen stellen sich jedoch häufig auf den Standpunkt, dass sich der Kunde mit dem Antrag verpflichtet hätte. Vom Vertrag könne ein Versicherter nur zurücktreten, wenn die Krankenkasse die Aufnahmefrist von 14 Tagen nicht eingehalten hat.

Versicherungsmakler, die mit Krankenkassen zusammenarbeiten, sorgen seit Jahren für hitzige Gemüter. Nun wird der Nationalrat übernächste Woche über einen Vorstoss diskutieren. Viele Politiker fordern, dass künftig der Bundesrat die Provisionen der Vermittler regeln sollte.

Weniger Krankenkassen-Wechsel als im Vorjahr

Über 600’000 Personen haben letztes Jahr die Krankenkasse gewechselt. Das sind 7,9 Prozent aller Versicherten und damit 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2016 haben sich 8,3 Prozent für einen Wechsel entschieden.

Auch die Höhe der Franchise wurde nicht so häufig angepasst wie im Vorjahr. Nur 6,9 Prozent haben diese angehoben oder verringert.

Experten begründen dies mit tieferen Prämienerhöhungen als in den Vorjahren.

Zahlen Krankenkassen Yoga-Kurse?

Eine Viertel-Million Schweizerinnen und Schweizer betreiben Yoga. Da stellt sich bei vielen die Fragen, ob die Krankenassen die Kosten der Yoga-Lektionen übernhemen?

Wenn sich Krankenkassen an den Yoga-Kosten beteiligen, dann in der Regel im Rahmen einer  Zusatzversicherung, welche seperat abgeschlossen werden muss. Gewisse Yoga-Praktiken werden bereits von einigen Schweizer Krankenkassen unterstützt. Entschädigt werden allerdings nur anerkannte Yoga-Lehrer. Wichtig ist vor Kursbeginn abzuklären, welche Kosten genau gedeckt werden. Häufig werden nur einige Hundert Franken entschädigt und manchmal sogar auch nur ein Prozentsatz der Gesamtkosten.

Leistungen der Krankenkasse im Ausland

Wenn der Patient bei einem Auslandsaufenthalt krank wird, wird die notwendige medizinische Notfallbehandlung bezahlt. Die Kosten bei einer freiwilligen Behandlung oder der Kauf von Medikamenten im Ausland werden von der Krankenkasse nicht übernommen.

Die Höhe der Deckung hängt von den Ländern ab. In EU- / EFTA-Ländern hat der Versicherte mit einer europäischen Krankenkasse Anspruch auf Vergütung der gleichen Leistungen, wie die in diesem Land versicherten Personen. Ausserhalb der EU- / EFTA-Länder werden die Kosten von medizinischen Notfallbehandlungen vergütet. Jedoch nur bis höchstens zum doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte.

Zusatzversicherung für Reisen – wann?

In gewissen Nicht-EU- / EFTA-Staaten kann es sinnvoll sein, bei einem Krankenversicherer eine höhere Deckung der ausländischen Behandlungskosten zu versichern. In den USA und Kanada sind die Behandlungskosten sehr hoch, hier würde sich eine Zusatzversicherung lohnen!

Makler-Provisionen treiben Krankenkassen-Kosten hoch

Makler-Provisionen treiben Krankenkassen-Kosten hoch!

500 Millionen Franken jährlich geben Krankenkassen laut einer Analyse für Makler-Abschlussprovisionen aus! Der Kampf um neue Kunden bei den Krankenversicherern läuft auf Hochtouren.

Abschlussprovisionen für Grund- und Zusatzversicherungen sind immer ein Thema. Vor allem dann, wenn die Krankenversicherer ihre Tarife für die Grundversicherung bekannt geben, was vor ein paar Wochen der Fall war.

Moneyland.ch zeigt mit einer Auswertung, dass besonders die Zahlungen der Krankenkassen für Makler-Abschlussprovisionen im Bereich der Zusatzversicherungen hoch ausfallen.

Nur ein kleiner Teil der Provisionen für Grundversicherung

Benjamin Manz, Geschäftsführer von Moneyland.ch, sagt: «Abschlussprovisionen in der Höhe von mehr als 500 Millionen Franken treiben die Verwaltungskosten der Krankenversicherer in die Höhe.» Davon entfielen nur 33 Millionen auf die Grundversicherung.

In der Grundversicherung 2016 betrugen die Provisionen 33 Millionen Franken. Das entspricht 2,4 Prozent der gesamten Verwaltungskosten in der Grundversicherung. Die vom BAG erfassten Zusatzversicherungen weisen laut Manz rund 56 Millionen an Provisionen aus. Der Anteil der Provisionen an den Verwaltungskosten im Bereich Zusatzversicherungen beträgt hohe 25,6 Prozent.

Finma erfasst Zusatzversicherer zusätzlich

Die meisten grossen Anbieter von Zusatzversicherungen werden allerdings nicht vom BAG erfasst, sondern unterliegen der Finma-Kontrolle. Gemäss Finma-Daten haben Krankenkassen für Versicherungsprovisionen von Maklern und Agenten 428 Millionen Franken aufgewendet. «Das entspricht rund 29 Prozent der totalen Verwaltungskosten», heisst es bei Moneyland.ch.

Verwaltungsaufwand von 163 Franken pro Person

Der Verwaltungsaufwand in der obligatorischen Grundversicherung (Personalkosten, Werbung, Provisionen, Administration) beträgt pro versicherte Person im Schnitt 163 Franken laut Moneyland.ch. Vor fünf Jahren lag dieser noch bei 153 Franken.

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Was, wenn die Kasse nicht zahlt?

Wenn die Krankenkasse nicht zahlt bzw. die Zahlung verweigert, sind wir völlig hilf- und machtlos. Wie du im Streitfall vorgehen solltest und an wen du dich wenden kannst, zeigen wir dir hier:

Verlange Erklärungen: Die Krankenkassen haben eine gesetzliche Informationspflicht. Beharre auf einer schriftlichen Stellungnahme, falls du Zweifel an der Auskunft hast.

Verlange eine schriftliche Verfügung: Die Krankenkasse wird dir einen begründeten Entscheid zustellen und dich über die Rechtsmittel informieren. Den Entscheid musst du innert 30 Tagen nach deiner Eingabe erhalten.

Erwäge eine Einsprache: Innerhalb von 30 Tagen kannst du bei deiner Kasse gegen die Verfügung Einsprache erheben. Das kannst du auch mündlich machen – empfehlenswert ist aber ein eingeschriebener Brief. Die Kasse muss dir daraufhin einen Einspracheentscheid zustellen, der eine Begründung enthält und dich über deine weiteren Rechtsmittel informiert.

Erwäge eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid: Innerhalb von 30 Tagen nach Eingang des Einspracheentscheids kannst du beim kantonalen Versicherungsgericht schriftlich Beschwerde einreichen. Eine Beschwerde ist auch möglich, wenn die Kasse es unterlässt, dir die Verfügung oder den Einspracheentscheid zuzustellen. Die Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht kannst du nur einreichen, wenn du zuvor bei der Krankenkasse formell (mündlich oder schriftlich) Einsprache erhoben hast.

Ziehe das Urteil allenfalls weiter: Wenn du mit dem Entscheid des kantonalen Versicherungsgerichts nicht einverstanden bist, kannst du innert 30 Tagen mit einer weiteren schriftlichen Beschwerde ans Eidgenössische Versicherungsgericht in Luzern gelangen. Dessen Urteil ist endgültig und nicht weiter anfechtbar.

Häufig gestellte Fragen zum Versicherungswechsel

Krankenkasse TippsKönnen Krankenkassen Versicherte ablehnen?

Nein, die Grundversicherung kann einem nicht ablehnen, da es in der Schweiz eine Versicherungspflicht gibt. Hingegen müssen Zusatzversicherungen, die sogenannte Risikopersonen nicht aufnehmen.

Wie soll ich am besten vorgehen, wenn ich die Grundversicherung wechseln will?

Am besten überprüft man die verschiedenen Krankenkassen Prämien mit Vergleichsrechnern im Internet. Erst wann man sich für eine andere Krankenkasse entschieden hat, kann man die alte Versicherung kündigen. Das Kündigungsschreiben muss bis spätestens am 30. November bei der alten Kasse eintreffen.

Kann es sein, dass man am Ende doppelt versichert ist?

Nein, man kann nie gleichzeitig bei zwei Krankenkassen grundversichert sein. Sollte die neue Krankenkasse den Beitritt verspätet mitteilen, wird diese sogar schadenersatzpflichtig.

Ich überlege mir von der tiefsten Franchise auf eine mittlere zu wechseln? Wie viel Geld kann ich sparen?

Mit der die höchste Franchise (2’500 Franken) spart man bei den meisten Krankenkassen am meisten. Auf diese Weise liegt der maximale Prämienrabatt im Vergleich zur tiefsten Franchise bei 1’540 Franken.