Neue Methode: Wie Krankenkassen Millionen einsparen könnten

Der Krankenkassenverband Curafutura hat ein einfaches Sparrezept parat: Das sogenannte Referenzpreissystem. Damit müssten in der Grundversicherung nicht mehr alle Medikamente – unabhängig vom Preis – vergütet werden. Dieses System wird bereits in diversen europäischen Ländern praktiziert.

Doch wie funktioniert das System genau? Die kostensparende Wirkung wird erzielt, indem Ärzte anstatt einem teuren Markenprodukt wie zum Beispiel Pantoprazol von Sandoz (wirkt gegen Sodbrennen) nur noch dessen Wirkstoffe verschreiben. Für diese Wirkstoffe wird ein Höchstpreis festgelegt. Es gibt auf dem Medikamentenmarkt mittlerweile viele Produkte mit gleichen Wirkstoffen, jedoch starken Preisunterschieden. Sollte ein Patient auf das teuerste Medikament mit gleichen Wirkstoffen bestehen, müsste dieser jedoch die Kostendifferenz zum festgelegten Höchstpreis selber bezahlen. Gemäss dem Verband Curafutura (CSS, Helsana, Sanitas und KPT) könnten mit diesem System im Jahr 800 Millionen Franken eingespart werden. Das gute am System: Der Patient merkt davon nichts.

Krankenkassen Apps im Vergleich

Krankenkassen Apps können einiges vereinfachen.

Krankenkassen Apps können einiges vereinfachen.

Beim Beurteilen und Vergleichen sowie beim Wechsel der Krankenkasse berücksichtigen die Versicherten verschiedene Faktoren, wobei die Prämienkosten klar im Vordergrund stehen.

Nichtsdestotrotz gibt es auch andere wichtige Punkte. So spielt auch der administrative Aufwand eine Rolle: Wie einfach sind die Kommunikationswege und wie einfach ist es, Rechnungen und Belege einzusehen und weiterzuleiten?

Weil Smartphones vom grössten Teil genutzt werden, haben 7 der 14 grössten Krankenkassen eine App lanciert. Ziel dabei ist es, den administrativen Aufwand der Versicherten zu minimieren. Dazu gehören die CSS, Groupe Mutuel, Swica, Sanitas, KPT, Sympany und EGK. Diese Apps wurden vom Vergleichsdienst Verivox analysiert und bezüglich den Punkten „Rechnungen fotografieren“ und „Dokumente abrufen“ bewertet. Zudem wurde analysiert, ob der Nutzer seine Dokumente weiterhin per Post erhält und ob er die Adresse oder gar die Versicherung im App ändern kann. Als beste App schnitt jene der KPT Versicherung ab, die in jeder Kategorie punkten konnte. Die Swica App unterstützt hingegen nur eine Funktion. Zu den meistgenutzten Apps gehören jene der Sanitas (100’000 Versicherte), der CSS (78’000) und der Sympany (48’000).

Zufriedenheit der Versicherten mit den Krankenkassen

Wie zufrieden sind die Versicherten mit ihrer Krankenkasse?

Wie zufrieden sind die Versicherten mit ihrer Krankenkasse?

Die Zufriedenheit der Kunden mit den Leistungen ihrer Krankenkasse spielt eine grosse Rolle. Ist der Versicherte nicht zufrieden, nimmt er nicht in seltenen Fällen einen Krankenkassen Wechsel vor.

Die Kundenzufriedenheit diverser Schweizer Krankenkassen wird jährlich evaluiert und macht einen Krankenkassen Vergleich besser möglich. Auch im Jahre 2015 liegen Ergebnisse verschiedener Portale vor. Aus allen Umfragen geht grundsätzlich hervor, dass die Kunden mehrheitlich zufrieden sind mit ihrer Krankenkasse. Bonus.ch verzeichnet in der Deutschschweiz hierbei eine Mehrheit bei den Zufriedenen.

Befragte Punkte betreffen die Klarheit der übermittelten Informationen, die Bearbeitung der Leistungen, den Kundenservice (Einsatz und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden) sowie die Qualität der Abrechnungen. Bei bonus.ch schnitten die ÖKK und die Swica mit der Note 5.4 am besten ab, gefolgt von der atupri, Helsana und Sanitas (je 5,2) . In der comparis-Umfrage tritt die Aquilana Versicherung als „Sieger“ hevor, gefolgt von der Agrisano (5.3), Swica (5.3) und KPT (5.2). Hier schnitten die Assura und Easy Sana mit je 4.3 am schlechtesten ab.

Die Kundenzufriedenheit variiert und hängt von mehreren Faktoren ab. So hängt die Zufriedenheit entgegen aller Erwartungen nicht von der Prämienhöhe ab: billige Kassen sind nicht generell schlechter und umgekehrt, teuer bedeutet nicht gleich besser.

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