CSS: Krankenkassen Prämien neu im Voraus

Die neue Regelung  stellt für Viele eine finanzielle Hürde dar.

Bisher war es bei der CSS Versicherung so, dass die Kunden ihre Krankenkassen Prämien immer im Nachhinein bezahlt haben. Dies hat die Krankenkasse als kundenfreundlicher empfunden, obwohl die meisten Versicherungen dies anders handhaben. Doch nach einer Prüfung des Bundesamtes für Gesundheit BAG hat sich herausgestellt, dass diese Rechnungspraxis gegen Artikel 90 der sogenannten Verordnung über die Krankenversicherung verstösst. Dort wurde einst festgelegt, dass die Prämienrechnung und Bezahlung im Voraus zu erfolgen hat.

Von der Umstellung sind weitere Krankenkassen betroffen, darunter Sanagate, Intras und Arcosana. Für die Kunden ist es ebenfalls mit Mühe verbunden. Aufgrund der Änderung müssen diese nämlich im Monat Mai zwei Rechnungen begleichen. Dies stellt für viele Versicherte eine grosse finazielle Belastung dar. Daher ist es den Betroffenen anzuraten, die Krankenkassen nicht gleich zu wechseln, sondern mit ihnen Kontakt aufzunehmen und eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Franchise bald nicht mehr änderbar?

Wer sich behandeln lassen muss, kann seine Franchise heute noch wechseln.

Für viele Versicherte ist die Möglichkeit, die Franchise in ihrer Versicherung zu wechseln, ein entscheidender und wichtiger Spar Punkt. So lässt sich beispielsweise mit der höchsten Franchise von 2’500 Franken eine Menge Geld sparen. Davon profitiert aktuell mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung: Rund 56 Prozent nutzen nicht das Standard Modell von 300 Fr., sondern wählen eine andere Franchise, 18 Prozent davon die Höchste.

Im aktuellen System können die Versicherten ihre Franchise jedes Jahr neu wählen. Dies hat einen grossen Vorteil: Wer sich einem grösseren Eingriff unterziehen muss oder eine längere Therapie plant, kann also seine Franchise senken und somit Kosten sparen, solange die Behandlungen laufen. Diese Art von Wechsel möchte das Parlament nun verbieten. Zukünftig darf die Franchise drei Jahre lang nicht mehr geändert werden. Krankenkassen Wechsel hingegen sollen erlaubt sein.

Diese geplante Änderung soll das Solidaritätsprinzip stärken und bei den Krankenkassen Kosten sparen. Parteien, die gegen diesen Vorstoss sind, argumentieren damit, dass höhere Franchisen damit nur noch für kerngesunde und finanziell abgesicherte Personen attraktiv wären.

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Wie kann ich das Versicherungsmodell wechseln?

Krankenkassen Wechsel Schweiz

Oftmals lohnt es sich, das Modell zu wechseln.

Das Krankenversicherungssystem besteht bekanntlich aus der Krankenkassen Grundversicherung sowie der Zusatzversicherung. Zusatzversicherungen sind freiwillig und  je nach Bedürfnis frei wählbar. Doch auch bei der obligatorischen Grundversicherung gibt es genügend Komponenten, welche einen Unterschied machen (Alter, Wohnort, Höhe der Franchise etc.). Zudem gibt es diverse Versicherungsmodelle.

Da sich im Laufe des Lebens die Bedürfnisse an die Leistungen der Krankenversicherung ändern, ist es sinnvoll, die Krankenkasse regelmässig zu überprüfen und allenfalls das Modell zu wechseln. Dies, damit man nur für die Leistungen bezahlt, die man wirklich benötigt. Um das Versicherungsmodell der Grundversicherung per Anfang Jahr am 1. Januar zu wechseln, muss man dies seiner Krankenkasse in der Regel bis zum 30. November schriftlich mitteilen. Unterjährige Wechsel sind teilweise möglich, zum Beispiel bei einem Wechsel bestimmter Modelle oder bei einer Änderung des Wohnortes. Bei den Zusatzversicherungen ist eine Reduktion oder Kündigung per Ende Jahr möglich. Die Kündigungsfristen betragen je nach Prämienhöhe 1 bis 3 Monate.

Möchte man die Vesicherungsdeckung generell heraufsetzen, ist dies per Anfang des nächsten Monats möglich. Geht es um eine Herabsetzung, beträgt die Frist drei Monate.

Wieso werden Prämien jedes Jahr teurer?

Solange die Kosten steigen, werden auch die Prämien erhöht.

Die steigenden Prämienkosten sind das ganze Jahr über ein präsentes Thema. Vor allem auch deshalb, weil die Krankenversicherung für jeden obligatorisch ist und einen hohen Kostenpunkt darstellt. Die Kosten bleiben dabei nicht konstant, sondern wachsen gemäss Bundesamt für Gesundheit BAG jährlich durchschnittlich um 4 Prozent. Hierbei muss man erwähnen, dass dies nicht zu aussagekräftig ist, da niemand eine Durschnittsprämie bezahlt. Die Erhöhung variiert in den einzelnen Kantonen stark und beträgt zwischen 0 bis über 20 Prozent.

Doch weshalb ist das so? Wieso müssen wir immer mehr für unsere Prämien bezahlen?

Die Prämienzahlungen der einzelnen Personen werden dazu verwendet, die Kosten der medizinischen Leistungen der Grundversicherung zu decken. Das beinhaltet Arztbesuche, Spitalaufenthalte, Medikamente und Pflege. Da die jährlichen Ausgaben der Krankenkasse markant ansteigen, werden wiederum die Prämien erhöht. Grund für den Anstieg sind eine stärkere Nutzung seitens der Versicherten, komplexere und teurere Behandlungsmethoden sowie häufigere Behandlungen im Spital. Fakt ist: Solange diese Kosten steigen, müssen auch die Prämien erhöht werden.

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Doppelt so teure Therapie wegen der Krankenkasse

Hepatitis C Tagesanzeiger Artikel

Tagesanzeiger Zeitungsartikel!

Der Tagesanzeiger hat über den Fall einer Frau berichtet, welche an Hepatitis C, eine durch ein Virus verursachte chronische Leberentzündung, leidet. Sie wurde in den 80er-Jahren durch eine Bluttransfusion angesteckt und hat mittlerweile eine Leberschädigung, welche weit fortgeschritten ist und dadurch medikamentös behandelt werden muss.  Mittlerweile übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlungen.
Und trotzdem erhält die Frau nicht die Therapie, welche ihr von den Ärzten empfohlen wird. Denn das Medikament Harvoni ist in der Schweiz nur für den Genotyp 1 zugelassen und die Frau trägt den Genotyp 4.

 

Weitere spannende Informationen dazu findest du HIER im Tagesanzeiger Artikel!

Darf die Versicherung ihre Leistungen einstellen, wenn jemand pensioniert wird?

Krankenkasse Tipps

Darf die Unfallversicherung Leistungen einfach kürzen?

Frage
Im Jahr 1995 hatte ich beim Sport einen Unfall, bei dem eine Vene verletzt wurde. Seither muss ich ständig Kompressionsstrümpfe tragen und jährlich zur Kontrolle bei einem Spezialisten. Die Kosten dafür wurden bisher von der Unfallversicherung übernommen. Vor ein paar Monaten wurde ich pensioniert und kurze Zeit später erhielt ich ein Schreiben der Unfallversicherung, dass sie nicht mehr für die Kosten aufkommen wird, da keine Besserung zu erwarten ist. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Unfallversicherung unbegrenz für meine Kosten betreffend des Unfalls aufkommen wird.
Muss ich den Entscheid der Versicherung akzeptieren oder kann ich diesen anfechten?

Antwort
Der Grund, wieso die Unfallversicherung die Leistungen gestrichen hat, liegt vor allem darin, dass du deine Erwerbstätigkeit aufgegeben hast.
Grundsätzlich hat eine Unfallversicherung für die Folgen eines Unfalls aufzukommen, solange eine Verbesserung der Beschwerden erwartet werden kann. Beim Gesundheitszustand geht es jedoch um die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit.
Die Unfallversicherung muss also in deinem Fall die Untersuchungen sowie Strümpfe solange bezahlen, solange sie davon ausgehen kann, dass so deine Arbeitsfähigkeit verbessert und erhalten wird.
Nun bist du hingegen pensioniert und die Arbeitsfähigkeit muss nicht mehr erhalten werden. Die Versicherung ist somit nicht mehr verpflichtet die Kosten zu übernehmen.

Mit der Pensionierung ändert sich die Zuständigkeit für die Übernahme der Kosten. Von nun an musst du dich bezüglich der Behandlungskosten an deine Krankenkasse weden, sie wird, sofern die Behandlungen medizinisch notwendig sind, für die Kosten aufkommen.
Beachte, dass dies auch für dich finanzielle Konsequenzen hat, denn du bist verpflichtet dich an den Kosten mit Franchise und Selbstbehalt zu beteiligen.

Wenn du jedoch bemerkst, dass sich deine Beschwerden verschlimmern und dies auf den Unfall zurückzuführen ist, dann kannst du dich wieder an die Unfallversicherung wenden. Diese ist dazu verpflichtet für Spätfolgen und Rückfälle aufzukommen, auch wenn du bereits pensioniert bist.

Diese Kosten übernimmt deine Krankenkasse

Krankenkassen Tipps

Das ABC der Krankenkasse!

Die Krankenversicherung in der Schweiz ist obligatorisch. Wo du deine Krankenkasse abschliesst, kannst du selbst entscheiden, ebenso welche Zusatzversicherungen du hinzufügen lässt. Die Anbieter der Grundversicherung haben grundsätzlich genau den gleichen Leistungskatalog. Erfahre hier, welche Leistungen von deiner Krankenkasse übernommen werden müssen.
Grundsätzlich kommt die Vergütung bei Krankheit und Mutterschaft zum Tragen. Bei Unfällen nur, wenn keine andere Versicherung dies abdeckt.

Hier siehst du ein ABC mit Beispielen, welche Leistungen von der Grundversicherung übernommen werden.

Arztkosten: Wenn der Arzt dem Verband FMH angeschlossen ist, werden die Kosten von der Grundversicherung übernommen. Der Arzt hat dich zu informieren, wenn die Versicherung für bestimmte Leistungen nicht aufkommt.

Medikamente: Grundsätzlich werden alle Arzneimittel, die dir von einem Arzt verschrieben wurden von der Grundversicherung übernommen. Falls ein Medikament nicht übernommen wird, dann hat dich dein Arzt darüber zu informieren.

Brillen/Kontaktlinsen: Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren werden pro Jahr 180 Franken für Brille oder Kontaktlinsen übernommen, sofern ein Rezept des Augenarztes vorliegt. Falls 180 Franken zu wenig sind, dann kannst du eine Zusatzversicherung abschliessen.

Zahnarzt: Sofern Behandlungen nicht im Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung stehen, werden die Kosten nicht übernommen.

Impfungen: Die Kosten für Impfungen werden gemäss Richtlinien und Empfehlungen des Schweizerischen Impfplans übernommen. Reiseimpfungen müssen selbst bezahlt werden.

Komplementärmedizin: Die antroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie und traditionelle Chinesische Medizin werden vergütet. Es ist jedoch zu beachten, dass ein Arzt mit entsprechender Weiterbildung die Behandlung durchführt.

Mutterschaft: Besondere Vorsorgeuntersuchungen vor und nach der Geburt sowie Geburtsvorbereitungskurse, Stillberatung und Hebammen-Leistungen werden teilweise übernommen.

Transport- und Rettungskosten: Von der Grundversicherung wird die Hälfte der Rettungskosten (bis 5000 Franken) bei der Rettung von Personen in Lebensgefahr übernommen. Für Transporte, bei denen keine unmittelbare Lebensgefahr besteht, zahlt die Grundversicherung 50 Prozent und höchstens 500 Franken.

Spitalbehandlungen: Von der Grundversicherungen werden Leistungen in der allgemeinen Abteilung eines Spitales übernommen, sofern das Spital auf der Spitalliste des Wohnkantons steht. Notfallbehandlungen werden immer übernommen, wenn die Behandlung in der Schweiz erfolgt.

Nicht-ärztliche Therapien (Physiotherapie, Ernährungsberatung etc.): Es wird von der Krankenpflege-Leistungsverordnung geregelt, ob eine solche Therapie von der Grundversicherung rückvergütet wird oder nicht. Es gelten zudem besondere Bestimmungen, so muss ein zugelassener Therapeut die Behandlungen übernehmen und die Sitzungen sind begrenzt (zum Beispiel neun Sitzungen innerhalb von drei Monaten).

Spitex: Wenn der Arzt die Bewilligung der Krankenkasse hat, kann er bis zu 60 Spitex-Stunden, von qualifiziert und anerkanntem Pflegefachpersonal, pro Quartal verordnen.

Vorsorge: Gewisse Präventivmassnahmen wie zum Beispiel Impfungen, gewisse Untersuchungen und Früherkennung oder Fitnessabos sind teilweise gedeckt.

Die genannten Leistungen werden dann von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen, wenn Franchise und Selbstbehalt bereits ausgereizt sind. Ansonsten übernimmt sie die Leistung abzüglich Franchise und Selbstbehalt.

Krankenkasse Visana prüft sündige Spitäler

Krankenkasse News

Visana nimmt Spitäler unter die Lupe!

In diesen Tagen überrascht die Krankenkasse Visana ca. 20 Schweizer Spitäler. Die Kasse wirft ihnen vor, dass sie in den letzten Jahren für gewisse Behandlungen zu hohe Rechnungen gestellt haben und fordert aus diesem Grund von den Kliniken eine Rückerstattung für die Jahre 2012 und 2013.
Das die Visana so unkonventionell vorgeht, lässt viele Gesundheitsexperten staunen, denn die Kasse wendet ein neues Verfahren an. Es besteht nicht mehr darin, einzelne Rechnungen zu prüfen und sie dem Spitalverantwortlichen unter die Nase zu halten.

Visana hält den vermutlich sündigen Spitälern vor, bestimmte Fallpauschalen zu hoch abgerechnet zu haben, wenn man dies mit anderen Spitälern vergleicht.
Wenn man es einfach ausdrücken möchte, dann wirft Visana den Spitälern vor, die Patienten kränker darzustellen als sie eigentlich sind und somit können sie höhere Kosten verrechnen.

So ist das Vorgehen der Visana Krankenkasse:
Vom Bundesamt für Statistik forderte sie die jährlich rund 1,2 Millionen Spitalbehandlungen schweizweit. Danach wurden die Daten nach Krankheiten und Diagnosen gefiltert.
Durch dieses Vorgehen weiss die Kasse von jedem Spital genau, welche Fallpauschale wie oft, mit welchem Schweregrad und bei welcher Krankheit berechnet wurde.
Wenn ein Spital bei einer bestimmten Krankheit überdurchschnittlich oft einen hohen Schweregrad diagnostizierte wird dies von Visana bemerkt. Die Differenz zu den normalen Kosten fordert die Kasse vom betroffenen Spital nun zurück.

Visana lässt mitteilen, dass sie alle Akutspitäler in der ganzen Schweiz mit dieser neuen Methode durchleutet hat. Jedoch waren nicht alle davon auffällig.
Da diese neue Methode das erste Mal geprüft wurde, hat Visana nicht bei allen Spitälern die Rückforderungen sofort gelten gemacht.
Der Grossteil der beanstandeten Kliniken stammt aus dem Kanton Bern, da dort der Geschäftsmittelpunkt der Kasse ist. Die Namen der Spitäler möchte Visana jedoch nicht nennen.

Wenn Visana sich dazu entscheidet das ­System auszubauen und andere Krankenkassen nachziehen, könnten jährlich zwei bis dreistellige Millionenbeträge eingetrieben werden.

Kostenübernahme Krankenkasse – Fahrt ins Spital

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Krankentransport ins Spital!

Muss ich bei einer Operation die Fahrt ins Spital selber zahlen? Was passiert bei einem Notfall oder wenn eine Ambulanz die Fahrt ins Spital übernehmen muss?

Sofern dir die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zumutbar ist, musst du selbst fahren und die Kasse übernimmt keine Kosten. Ist der Transport jedoch medizinisch notwendig, dann übernimmt die Grundversicherung 50 Prozent der Transportkosten, jedoch maximal 500 Franken. Wenn du keine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen hast, musst du die restlichen 50 Prozent selber bezahlen.

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