Kosten von Komplementärmedizin

Sei es Akupunktur gegen chronische Schmerzen oder Homöo­pathie gegen Migräne: Wenn ein Arzt eine solche Behandlung verschreibt, muss die Krankenkasse diese Kosten übernehmen. 2017 belastete die Komplementärmedizin die Grundversicherung mit rund 30 Millionen Franken. Die Krankenkassen müssen aber bezahlen, denn als Folge einer Volksinitiative müssen sie zusätzlich zur Akupunktur seit 2012 die anthroposophische Medizin, die Homöopathie, die Neuraltherapie, die Phytotherapie und die traditionelle chinesische Medizin vergüten. Seit vergangenem August gilt die Regel definitiv.

Auch wenn es nach viel Geld aussieht, gemäss einer von Dakomed in Auftrag gegebenen Auswertung ist die Alternativmedizin im Schnitt günstiger als die Schulmedizin. Demnach sind die Kosten pro Patient bei Komplementärmedizinern tiefer als bei Hausärzten, die ausschliesslich schulmedizinisch tätig sind. Bei homöopathischen Ärzten zum Beispiel waren es 2014 im Schnitt 705 Franken, bei ausschliesslich schulmedizinisch tätigen Grundversorgern 852 Franken. Teilweise werde die Alternativmedizin zusätzlich zur klassischen Medizin eingesetzt. Dies führe aber nicht unbedingt zu steigenden Kosten, da es dadurch teils weniger schulmedizinische Medikamente brauche. Insgesamt ist die Koordination von beiden Methoden wichtig, damit Kosten gesenkt werden können.

Beteiligt sich die Krankenkasse an der Alternativmedizin?

schweizerfranken mit tabletten

Viele Menschen bevorzugen die natürliche Heilmethode, aber was zahlt die Krankenkasse?

Viele Menschen bevorzugen die natürliche Heilmethode, diese ist für die Gesundheit auf Dauer effizienter und gesünder. Leider aber nicht fürs Portemonnaie, es stellt sich die Frage was die Schweizer Krankenkassen an Heilmethoden der Komplementärmedizin zahlen.

Zu den zugelassenen Leistungserbringern gehören Naturheilpraktiker nicht. Die aufgezählten komplementärmedizinische Medikamente der Spezialitätenliste (wird vom Bundesamt für Gesundheit erstellt), werden von der Grundversicherung abzüglich Kostenbeteiliung übernommen.

Im Jahr 2012 bis 2017 werden folgende Heilmethoden unter bestimmten Bedingungen vergütet: anthroposophische Medizin, Homöopathie, Phytotherapie und traditionelle chinesische Medizin. Die Heilmethoden müssen aber von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, die über eine entsprechende Weiterbildung verfügen.

Wenn du die Koster der Komplementärmedizin weitergehende decken möchtest, solltest du dir über eine Zusatzversicherung Gedanken machen. Mehrheitlich zahlen Krankenkassen nicht den vollständigen Betrag, kläre deshalb ab welchen Prozentsatz die Krankenkasse anbietet. Je nach Zusatzversicherung unterscheiden sich die Prozentsätze von 50 bis 90 Prozent.

Fragen und Antworten zu Zusatzversicherungen

Grundversicherung und Zusatzversicherung

Grundversicherung und Zusatzversicherung!

Viele Schweizer schützen ihre Gesundheit mit Zusatzversicherungen, doch bei so vielen Angeboten kann man schnell den Überblick verlieren.

Darum beantworten wir gerne ein paar Fragen zum Thema Zusatzversicherungen.

Was ist der Unterschied bei Grund- und Zusatzversicherung?

Für Personen, welche in der Schweiz wohnen, ist die Grundversicherung obligatorischen, denn sie deckt alle notwendigen medizinischen Versorgungen ab und die Leistungen sind bei allen Kassen gleich.
Zusatzversicherungen schliesst man freiwillig ab weil man sich gegen einen Krankheitsfall versichern will, um finanziellen Risiken ausschliessen zu können.
Die meisten Versicherungen verlangen einen Gesundheitscheck zur Aufnahme.

Was für Zusatzversicherungen gibt es?

Bei den Zusatzversicherungen gibt es unzählige Angebote wie Komplementärmedizin, Brillen, Zahnbehandlungskosten, Zahnstellungskorrekturen, Rettungs- und Transportkosten, Schutz- und Reiseschutzimpfungen, Bade und Erholungskuren.

Viele schliessen Spital-Zusatzversicherungen für stationäre Leistugen ab, welche dafür da ist, dass Patienten in Zwei- oder Einzelzimmer untergebracht sind. Zudem wird der Versicherte vom Chef- bzw. Oberarzt behandelt.

Welche Zusatzversicherungen lohnen sich?

Kläre deine Bedürfnisse ab und analysiere im Detail die Angebote der Versicherer. Das Versicherungspaket lohnt sich dann für dich, wenn das Angebot optimal zusammengesetzt ist.

Kann man sich bei unterschiedlichen Kassen versichern?

Die Grund- und Zusatzversicherung muss nicht bei derselben Kasse abgeschlossen werden. Viele Versicherer zeigen ihren Kunden direkt, dass sie auch Zusatzversicherungen anbieten. Man kann die Grundversicherung problemlos zu einer anderen Versicherung wechseln.

Was muss bei einer Kündigung / einem Wechsel beachtet werden?

Bei den Zusatzversicherungen gibt es anders als bei der Grundversicherung keine Aufnahmepflicht. Versicherte, welche ihre Zusatzversicherung wechseln möchten, sollten diese erst dann künden, wenn sie die neue Aufnahmebstätigung erhalten haben.

Soll eine Zahnversicherung obligatorisch werden?

Krankenkasse News

Wird die Zahnversicherung bald obligatorisch?

Die Krankenversicherung in der Schweiz ist obligatorisch. Wo du deine Krankenkasse abschliesst, kannst du selbst entscheiden, ebenso welche Zusatzversicherungen du hinzufügen lässt. Die Anbieter der Grundversicherung haben grundsätzlich genau den gleichen Leistungskatalog.
Grundsätzlich kannst du bei jeder Krankenkasse folgende Zusatzversicherungen abschliessen: Komplementärmedizin, Rettungs- und Transportkosten, Zahnbehandlungskosten, Brillen, Zahnstellungs-Korrekturen, Schutz- und Reiseschutzimpfungen sowie Bade- und Erholungskuren.

Bei allen Krankenkassen werden Zahnkosten nicht übernommen, sofern Behandlungen nicht im Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung stehen.

Wer also einen Zahnarzt aufsucht, der bezahlt die Rechnung selber, egal ob es sich dabei um eine Kontrolle, eine Korrektur oder die Behandlung von Karies geht.
Rund 90 Prozent der Zahnkosten zahlen Patienten aus der eigenen Tasche. Pro Monat gibt ein Einwohner so durchschnittlich knapp 40 Franken aus.

In der Romandie und im Tessin wehren sich Gewerkschaften und linke Parteien gegen dieses System. Sie haben eine ganze Reihe von kantonalen Initiativen und Vorstössen aufgegleist, die alle eine neue, obligatorische Zahnversicherung verlangen für ihren Kanton.

Im Kanton Waadt kommt es wahrscheinlich noch in diesem Jar zu einer kantonalen Initiative, die neben der obligatorischen Zahnversicherung auch öffentliche Zahnkliniken fordert.
Finanziert würde die Zahnversicherung, mit ca. 1 Prozent des Einkommens, über den Lohn. 0.5 Prozent müsste der Arbeitgeber und 0.5 Prozent Arbeitnehmer übernhemen. Bei der Annahme von 5’000 Franken Einkommen monatlich, müssten beide Parteien rund 25 Franken bezahlen.

Diese Kosten übernimmt deine Krankenkasse

Krankenkassen Tipps

Das ABC der Krankenkasse!

Die Krankenversicherung in der Schweiz ist obligatorisch. Wo du deine Krankenkasse abschliesst, kannst du selbst entscheiden, ebenso welche Zusatzversicherungen du hinzufügen lässt. Die Anbieter der Grundversicherung haben grundsätzlich genau den gleichen Leistungskatalog. Erfahre hier, welche Leistungen von deiner Krankenkasse übernommen werden müssen.
Grundsätzlich kommt die Vergütung bei Krankheit und Mutterschaft zum Tragen. Bei Unfällen nur, wenn keine andere Versicherung dies abdeckt.

Hier siehst du ein ABC mit Beispielen, welche Leistungen von der Grundversicherung übernommen werden.

Arztkosten: Wenn der Arzt dem Verband FMH angeschlossen ist, werden die Kosten von der Grundversicherung übernommen. Der Arzt hat dich zu informieren, wenn die Versicherung für bestimmte Leistungen nicht aufkommt.

Medikamente: Grundsätzlich werden alle Arzneimittel, die dir von einem Arzt verschrieben wurden von der Grundversicherung übernommen. Falls ein Medikament nicht übernommen wird, dann hat dich dein Arzt darüber zu informieren.

Brillen/Kontaktlinsen: Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren werden pro Jahr 180 Franken für Brille oder Kontaktlinsen übernommen, sofern ein Rezept des Augenarztes vorliegt. Falls 180 Franken zu wenig sind, dann kannst du eine Zusatzversicherung abschliessen.

Zahnarzt: Sofern Behandlungen nicht im Zusammenhang mit einer schweren Erkrankung stehen, werden die Kosten nicht übernommen.

Impfungen: Die Kosten für Impfungen werden gemäss Richtlinien und Empfehlungen des Schweizerischen Impfplans übernommen. Reiseimpfungen müssen selbst bezahlt werden.

Komplementärmedizin: Die antroposophische Medizin, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie und traditionelle Chinesische Medizin werden vergütet. Es ist jedoch zu beachten, dass ein Arzt mit entsprechender Weiterbildung die Behandlung durchführt.

Mutterschaft: Besondere Vorsorgeuntersuchungen vor und nach der Geburt sowie Geburtsvorbereitungskurse, Stillberatung und Hebammen-Leistungen werden teilweise übernommen.

Transport- und Rettungskosten: Von der Grundversicherung wird die Hälfte der Rettungskosten (bis 5000 Franken) bei der Rettung von Personen in Lebensgefahr übernommen. Für Transporte, bei denen keine unmittelbare Lebensgefahr besteht, zahlt die Grundversicherung 50 Prozent und höchstens 500 Franken.

Spitalbehandlungen: Von der Grundversicherungen werden Leistungen in der allgemeinen Abteilung eines Spitales übernommen, sofern das Spital auf der Spitalliste des Wohnkantons steht. Notfallbehandlungen werden immer übernommen, wenn die Behandlung in der Schweiz erfolgt.

Nicht-ärztliche Therapien (Physiotherapie, Ernährungsberatung etc.): Es wird von der Krankenpflege-Leistungsverordnung geregelt, ob eine solche Therapie von der Grundversicherung rückvergütet wird oder nicht. Es gelten zudem besondere Bestimmungen, so muss ein zugelassener Therapeut die Behandlungen übernehmen und die Sitzungen sind begrenzt (zum Beispiel neun Sitzungen innerhalb von drei Monaten).

Spitex: Wenn der Arzt die Bewilligung der Krankenkasse hat, kann er bis zu 60 Spitex-Stunden, von qualifiziert und anerkanntem Pflegefachpersonal, pro Quartal verordnen.

Vorsorge: Gewisse Präventivmassnahmen wie zum Beispiel Impfungen, gewisse Untersuchungen und Früherkennung oder Fitnessabos sind teilweise gedeckt.

Die genannten Leistungen werden dann von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen, wenn Franchise und Selbstbehalt bereits ausgereizt sind. Ansonsten übernimmt sie die Leistung abzüglich Franchise und Selbstbehalt.

SWICA Krankenkasse

Krankenkassen Schweiz

Swica Krankenkasse

Einige wichtige Fakten zur Geschichte der SWICA Krankenkasse:

1992 fusionieren vier Krankenversicherungen zur SWICA Gesundheitsorganisation.

1994 werden Gesundheitszentren aufgebaut und das Hausarztmodel gefördert.

1996 lanciert SWICA eine umfassende Betriebsversicherung für Unternehmen

1998 wird das SWICA Care Managements aufgebaut.

2005 erreicht die Kasse die Marke von 1 Million Versicherten.

2008 wird die telefonische Gesundheitsberatung sante24 eingeführt.

2013 wird die Kooperation zwischen SWICA und PROVITA verstärkt, Zudem wird die PROVITA in die SWICA-Gruppe integriert.

Allgemeines:

Mit ca. 1.3 Mio. Versicherten und knapp 30’000 Unternehmenskunden ist die SWICA eine der führenden Kranken- und Unfallversicherungen in der Schweiz.

Dauerhaft finanzielle Sicherheit und eine optimale medizinische Versorgung bei Krankheit, Unfall und Mutterschaft wird von der Kasse angeboten.

SWICA ist die einzige Gesundheitsorganisation mit einer integralen Dienstleistungskette bei allen Fragen zur Gesundheit. Dies erstreckt sich von der kompetente Begleitung erkrankter oder verunfallter Menschen über die medizinische Versorgung bis hin zur Gesundheitsförderung in Unternehmen.

Die Philosophie der Krankenkasse:

Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen. Als Gesundheitsorganisation setzt die Kasse daher nicht eine Krankheit oder einen Unfall in den Mittelpunkt, sondern den Menschen. Die Verbindung von Schul- und Komplementärmedizin gehört ebenfalls zur SWICA Philosophie. Die Versicherten werden durch ihre Eigenverantwortung belohnt, indem die Kasse Prämienrabatte gewährt und Präventionsbemühungen unterstützt. SWICA steht für die Solidarität zwischen gesunden und kranken Menschen sowie zwischen Geschlechtern und Generationen ein.

Zusatzversicherungen von Krankenkassen

Krankenkasse Tipps

Finde die richtige Zusatzversicherung für dich!

Interessierst du dich für eine Zusatzversicherung und fragst dich, wie du die Richtige findest? Gerne informieren wir dich über das Wichtigste.

Die Grundversicherung ist für alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch. Sie deckt alle notwendigen medizinischen Versorgungen ab und ist bei jeder Krankenkasse gleich. Die Zusatzversicherung hingegen ist nicht obligatorisch und die Leistungen sind bei allen Krankenkassen unterschiedlich.

Zusatzversicherungen bieten höheren Komfort und Flexibilität. Oft wird von den Krankenkassen ein Gesundheitscheck verlangt, um so die Prämie festlegen zu können.

Welche Zusatzversicherungen gibt es?

Es gibt eine grosse Anzahl ambulanter Zusatzversicherungen: zum Beispiel für Komplementärmedizin, Rettungs- und Transportkosten, Zahnbehandlungskosten, Brillen, Zahnstellungs-Korrekturen, Schutz- und Reiseschutzimpfungen sowie Bade- und Erholungskuren.

Die Spital-Zusatzversicherung für stationäre Leistungen ist weit verbreitet. Der Versicherungsnehmer wird je nach Leistung in einem Zwei- oder Einbettzimmer untergebracht und vom Oberarzt behandelt.

Welche Zusatzversicherung sich für dich lohnt und wo du diese abschliesst

Überlege dir klar, welche Bedürfnisse du hast und vergleiche die Angebote von verschiedenen Versicherungen. Hol dir Offerten ein und wäge die Vor- und Nachteile ab.
Die Grund- und Zusatzversicherung muss nicht bei derselben Krankenkasse abgeschlossen werden.

Kündigung beim Wechsel

Achtung: Die Kündigungsfristen bei Zusatzversicherungen sind oftmals anders als jene bei den Grundversicherungen. Es ist wichtig, dass du die Zusatzversicherung so kündigst, dass du bei der neuen Krankenkasse bereits versichert bist. Prüfe die allgemeinen Vertragsbedigungen deiner Krankenkasse, um herauszufinden welche Kündigungsfristen du hast.