Spezialtransport ins Altersheim: Besteht für die Krankenkasse Leistungspflicht?

Das Bundesgericht hat geurteilt: Krankentransport ist nur dann eine Pflichtleistung für Krankenkassen,  wenn er im konkreten Fall aufgrund spezifischer, medizinischer Anforderung nötig ist. Das Urteil folgte auf Beschwerde einer Krankenversicherung.

Es ging konkret um einen 90 Jahre alten Mann, der notfallmässig vom Alters- und Pflegezentrum in ein Spital eingeliefert wurde. Nach neun Tagen wurde der Mann entlassen, dabei wurde er mit einem Spezialtransporter, wo er in seinem Rollstuhl sitzend mitfahren konnte, ins Pfegezentrum zurück transportiert.

Die Fahrt vom Altersheim ins Spital übernahm die Krankenkasse. Nicht jedoch die Rückfahrt per Spezialtransporter. Dies ist nun vom Bundesgericht gutgeheissen worden.

Der Mann wäre in der Lage gewesen, in einem Auto sitzend (ohne Rollstuhl) mitzufahren. Deshalb sei es nicht nötig gewesen, einen Spezialtransport beizuziehen. Deshalb bestete keine Leistungspflicht für die Krankenkasse.

Krankenkasse muss Erben Geld für Prämie rückerstatten

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Krankenkasse muss Prämien rückerstatten!

Krankenkassen sind dazu verpflichtet die Prämien nach dem Tod eines Versicherten die Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für die Zeit zwischen Tod und Monatsende zurückerstatten.

2006 gab es bereits einen Entscheid bei dem das Bundesgericht noch von der Unteilbarkeit der Monatsprämien für die obligatorische Krankenversicherung ausgegangen war. Jedoch möchte sich das Gericht nicht mehr daran festhalten, da auch im Bereich der privatrechtlichen Versicherungen von Gesetzes wegen der Grundsatz der Teilbarkeit der Prämienzahlungen gilt.

Aufgrund der unterschiedlichen Regelung bei der obligatorischen Krankenversicherung ergäbt sich eine „unbefriedigende Situation“, denn im Falle des Ablebens der gleichen Person wird der Prämienanteil für die obligatorische Grundversicherung nicht zurückerstattet, bei der privatrechtlichen Zusatzversicherung jedoch schon, so urteilt das Bundesgericht.

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Brustverkleinerung – was bezahlt die Krankenkasse?

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Kosterübernahme bei Brustverkleinerungen!

Es gibt viele Frauen, die ein Problem mit ihrer grossen Oberweite haben und darunter zu leiden haben. Krankenkassen lehnen es bis jetzt ab, eine Brustverkleinerung zu bezahlen. Dadurch entstehen für die Patientinnen enorme Kosten, welche viele Frauen nicht selbst bewältigen können und so auf eine Brustverkleinerung verzichten.

Es sind Fälle bekannt, bei welchen Patientinnen wesentlich unter ihrer grossen Oberweite litten und eine Brustverkleinerung die einzige Möglichkeit war die Schmerzen zu beheben.

Die Krankenkasse Assura stützt sich bei der Entscheidung, ob eine Brustverkleinerung bezahlt wird oder nicht, auf die Kriterien des Bundesgerichts.

Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:

  • Es tauchen körper­liche Beschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen mit Krankheitswert auf
  • Patientin leidet unter psychischen Beschwerden, beispielsweise da sie sich für ihren Körper schämt
  • Ziel einer Brustverkleinerung ist die Behebung der krankheitsbedingten Begleiterscheinungen
  • Es besteht ein Kausalzusammenhang zischen den Beschwerden und der ­grossen Brust
  • Mindestens 500g Gewebe müssen pro Brustseite entfernt werden
  • Es darf bei der Patientin kein Übergewicht bestehen
  • Es wurden konservative Massnahmen getestet, welche wirkungslos blieben

Viele Ärzte fordern objektive und erfüllbare Kriterien für die Kostenübernahme von Brustverkleinerungen. Viele Patientinnen leiden unten gesundheitlichen Folgen und dies muss beachtet werden. Aus diesem Grund sollen Kassen die Kunden nicht mit unschlüssigen Argumenten ablehnen.