Warum gibt es unterschiedliche Prämien für dieselbe Leistung?

Je grösser die Gesundheitskosten in der Region, desto höher die Prämie.

Der Kern der Grundversicherung ist der, dass bei jeder Krankenkasse, egal aus welchem Kanton oder welcher Region, dieselben Leistungen angeboten werden. Dennoch unterscheidet sich die Höhe der Prämien. Doch warum sind die Prämienkosten je nach Ort unterschiedlich, obwohl die Leistung überall dieselbe bleibt?

Wer zum Beispiel im Kanton Genf wohnt zahlt mehr, als jemand der im Kanton Appenzell Innerhoden wohnt. Das mag auf den ersten Blick unfair erscheinen. Doch der Grund dafür ist die Kostenstruktur. Denn die Versicherten verursachen je nach Wohnsitz unterschiedlich hohe Kosten, was wiederum in unterschiedlichen Prämien resultiert. So stuft jeder Krankenversicherer die Prämien nach den ausgewiesenen Kostenunterschieden ab. Dies nicht nur kantonal, sondern auch regional. Diese Prämienregionen werden vom Bundesrat einheitlich festgelegt. Je höher beispielsweise die Ärzte- und Apothekendichte in einer Region, desto höher sind die Gesundheitskosten und somit die Prämien für die jeweiligen Versicherten.

Rückerstattung von zu viel bezahlten Krankenkassen Prämien

Total werden 800 Mio. zu viel bezahlte Krankenkassen Prämien zurückerstattet.

Vesicherte aus bestimmten Kantonen, welche in den letzten Jahren zu hohe Krankenkassen Prämien bezahlt haben, erhalten dieses Jahr eine dritte und letzte Rückerstattung. Der Betrag im Jahr 2017 beläuft sich auf rund 360 Millionen Franken. Insgesamt wurden in drei Etappen 800 Millionen Franken zurückerstattet.

Dieses Ungleichgewicht ist mit dem Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes im Jahre 1996 entstanden. Seit damals wurden die Krankenkassen Prämien in neun Kantonen zu hoch angesetzt, wobei betroffene Versicherte tiefe Prämien aus anderen Kantonen subventionierten. Um diesen Misstand aufzuheben hat der Bund beschlossen, die Prämien in drei Teilen zurückzuzahlen. Dabei war lange unklar, ob eine solche Rückzahlung überhaupt möglich ist. Zu den betroffenen Personen gehören Versicherte aus den Kantonen Graubünden, Thurgau, Tessin, Zürich, Zug, Freiburg, Appenzell Innerrhoden, Waadt und Genf.

Merken

Merken

Merken

Krankenkassen Wechsel bei Sozialhilfe

Bei Prämienschulden kann die Krankenkasse nicht gewechselt werden.

Wer bei den Sozialdiensten der Kantone Sozialhilfe bezieht, wird oftmals verpflichtet, sich bei einer der billigsten Krankenkassen der Schweiz zu versichern. So schreibt der Kanton Bern um Beispiel vor, dass sich Sozialhilfebezüger bei einer der zehn günstigsten Krankenkassen versichern lassen und so auch einen Krankenkassen Wechsel vornehmen müssen.

Auch der Kanton Luzern hat eine Regelung: So müssen die Sozialhilfebezüger zu einer Versicherung wechseln, die nicht teurer als die maximale Prämienverbilligung ist. Solche kantonale Regelungen sind notwendig und günstiger für die Sozialdienste, da die Prämienunterschiede bei den Krankenkassen teil erheblich sind. So können bei einem Wechsel beispielsweise bis zu 1’000.- jährlich gespart werden.

Dennoch ist ein Krankenkassen Wechsel bei Sozialhilfebzügern nicht immer möglich. Grund dafür: Prämienschulden bei bestehenden Krankenversicherern. Gemäss Gesetz kann die Grundversicherung in dem Fall nicht gewechselt werden. Um bei den Krankenversicherungen der Sozialhilfebezüger zu sparen, sind die Kantone laufend auf der Suche nach Möglichkeiten, zum Beispiel bei der Wahl der Franchise.

Merken

Krankenkassenprämien – Ländliche Gemeinden vs. Stadt

Bundesrat Berset möchte die Prämien für ländliche Gemeinden erhöhen.

Es ist bereits bekannt, dass Versicherte je nach Kanton unterschiedliche Prämien bezahlen. Die Beitragshöhe ist jedoch nicht nur vom jeweiligen Kanton abhängig, sondern auch vom Wohnort innerhalb des Kantons. Je nach dem, in welcher Region man lebt, sind ebenfalls Unterschiede vorzufinden. Im Krankenkassensystem werden so Prämienregionen definiert.

Grundsätzlich ist es so, dass Bewohner von ländlichen Gemeinden tiefere Prämien bezahlen als jene, die in der Stadt leben. Grund dafür ist hauptsächlich das bessere Angebot in städtischen Gebieten. Der Bundesrat, genauer gesagt Alain Berset, möchte die Prämienregionen neu definieren und so vor allem die Städter entlasten. Im Kanton Zürich beispielsweise liegen die Kosten momentan bei durchschnittlich 488.- in der teuersten Region und 408.- in der günstigsten. Die angestrebte Änderung würde jedoch höhere Kosten verursachen und Versicherte in ländlichen Gemeinden negativ treffen. So müsste der ländliche Teil rund 300 Millionen Franken mehr Prämien bezahlen. Städtische Gemeinden kämen jedoch in den Genuss einer Prämienentlastung. Viele Versicherte würden danach bestimmt auch einen Krankenkassen Wechsel in Betracht ziehen.

Der Krankenkassen Branchenverband Santésuisse sträubt sich gegen den Vorstoss, vor allem mit der Begründung der stark steigenden Kosten. Einige Politiker fordern zudem eine Kompetenzverschiebung. So soll die Zuteilung der Prämienregion nicht bei einem Departement liegen, sondern beim gesamten Bundesrat.

Krankenkassen Vergleich – Kosten bis zu 50% reduzieren

Krankenkassen Vergleich

Ein Krankenkassen Vergleich lohnt sich.

Der kürzlich verkündete Prämienaufschlag für das nächste Jahr wurde zwar erwartet, aber wird verständlicherweise von den Versicherten nicht begrüsst, da die Kosten teils massiv steigen. Darum ziehen viele Versicherte in Betracht die Krankenkasse zu wechseln.

Je höher die Prämien steigen, desto mehr lohnt sich also ein Vergleich. Dabei gibt es massive Preisunterschiede. In der Schweiz zahlen gemäss dem Vergleichsdienst Comparis.ch Erwachsene im Kanton Genf am meisten, bei der Kolping nämlich satte 827 Franken im Monat. Am günstigsten kommen Erwachsene in Graubünden weg, die bei der Sanavals versichert sind mit nur 148.85 monatlich.

Obwohl die Preisunterschiede auch stark von den einzelnen Kantonen abhängen, gibt es trotzdem auch innerhalb der Kantone grosse Unterschiede. Junge Erwachsene im Kanton Zürich kommen bei der Assura am günstigsten weg (208.- im Monat), in Bern bei der Atupri (223.-) und im Aargau bei der Avenir (417.-). Erwachsene und Familien sparen in Zürich und Bern am meisten bei der Assura, in Aargau bei der Sanagate.

Ein Vergleich lohnt sich also. Dennoch sollte man bei „Billig Krankenkassen“ achtsam sein, denn selbst in der Grundversicherung gibt es teilweise Leistungsunterschiede.

Merken

Krankenkasse: einige erhalten Geld, andere zahlen drauf

Schweiz Kantone KrankenkasseInsgesamt neun Kantone haben mehrere Jahre bei ihren Krankenkassenprämien zu viel einbezahlt. Darum erhalten diese nun ein wenig Geld zurück während andere Kantone nun tiefer ins Portemonnaie greifen müssen.
Am meisten rückerstattet erhält der Kanton Waadt mit 40.60 Franken und am wenigsten Graubünden mit 20 Rappen.

Zusätzlich teilte das Bundesamt für Gesundheit mit, dass die Versicherten von den neun Kantonen zwischen 25 Rappen und 45.45 Franken weniger Prämien bezahlen müssen.
Total profitieren die Versicherten somit von höchstens 86 Franken. Bei den Kantonen handelt es sich um Zürich, Zug, Freiburg, Appenzell-Innerrhoden, Graubünden, Thurgau, Tessin, Waadt und Genf.

Bereits schon letztes Jahr haben einige Versicherte zu viel bezahlt und somit eine Rückerstattung und Prämienabschläge von total 254.7 Millionen Franken erhalten.

Die Versicherten, welche mehrere Jahr zu wenig bezahlt haben müssen 2016 total 48 Franken nachliefern. Luzern bildet mit einer Nachlieferung von 18 Franken eine Ausnahme. Bei den Kantonen St. Gallen und Wallis haben sich die zu viel bezahlten und die zu wenig bezahlten Prämien ausgeglichen.
Bern, Luzern, Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Solothurn, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell-Ausserrhoden, St. Gallen, Wallis und Jura sind die Kantone, welche alle einen Betrag nachzubezahlen haben.

Warum die Prämien im Kanton Bern besonders hoch sind

Bern KrankenkassenprämienSchweizweit sind die Prämien wieder deutlich gestiegen. Bern hat es jedoch besonders stark getroffen. Nur in fünf Kantonen sind die Prämien höher als in Bern.

Knapp 13’000 Franken bezahlt eine vierköpfige Familie in der Stadt Bern für die Grundversicherung. Die meisten sind sich einig, dass ist viel zu viel Geld.

Dazu kommt, dass die Krankenkassenprämien immer weiter ansteigen, jedes Jahr. Während den letzten zehn Jahren sind die Prämien über 25 Prozent gestiegen. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass wenn der Wohlstand der Schweizer Bevölkerung steigt, dass dann auch die Gesundheitskosten steigen.

Die Fortschritte der Technik gehen immer weiter und daher werden auch die Behandlungsgeräte teurer. Auch für Medikamente muss man zunehmend mehr bezahlen. Zur Prämienerhöhung trägt auch bei, dass sich immer mehr Menschen in den Spitälern behandeln lassen und es mehr Spitalärzte braucht.

Es lässt sich dadurch jedoch nicht begründen, wieso die Prämienerhöhungen von Kanton zu Kanton so stark variieren.

Möchtest du mehr über dieses Thema erfahren? Dann erhalte hier im „der Bund“ mehr Informationen!

Krankenkasse Visana prüft sündige Spitäler

Krankenkasse News

Visana nimmt Spitäler unter die Lupe!

In diesen Tagen überrascht die Krankenkasse Visana ca. 20 Schweizer Spitäler. Die Kasse wirft ihnen vor, dass sie in den letzten Jahren für gewisse Behandlungen zu hohe Rechnungen gestellt haben und fordert aus diesem Grund von den Kliniken eine Rückerstattung für die Jahre 2012 und 2013.
Das die Visana so unkonventionell vorgeht, lässt viele Gesundheitsexperten staunen, denn die Kasse wendet ein neues Verfahren an. Es besteht nicht mehr darin, einzelne Rechnungen zu prüfen und sie dem Spitalverantwortlichen unter die Nase zu halten.

Visana hält den vermutlich sündigen Spitälern vor, bestimmte Fallpauschalen zu hoch abgerechnet zu haben, wenn man dies mit anderen Spitälern vergleicht.
Wenn man es einfach ausdrücken möchte, dann wirft Visana den Spitälern vor, die Patienten kränker darzustellen als sie eigentlich sind und somit können sie höhere Kosten verrechnen.

So ist das Vorgehen der Visana Krankenkasse:
Vom Bundesamt für Statistik forderte sie die jährlich rund 1,2 Millionen Spitalbehandlungen schweizweit. Danach wurden die Daten nach Krankheiten und Diagnosen gefiltert.
Durch dieses Vorgehen weiss die Kasse von jedem Spital genau, welche Fallpauschale wie oft, mit welchem Schweregrad und bei welcher Krankheit berechnet wurde.
Wenn ein Spital bei einer bestimmten Krankheit überdurchschnittlich oft einen hohen Schweregrad diagnostizierte wird dies von Visana bemerkt. Die Differenz zu den normalen Kosten fordert die Kasse vom betroffenen Spital nun zurück.

Visana lässt mitteilen, dass sie alle Akutspitäler in der ganzen Schweiz mit dieser neuen Methode durchleutet hat. Jedoch waren nicht alle davon auffällig.
Da diese neue Methode das erste Mal geprüft wurde, hat Visana nicht bei allen Spitälern die Rückforderungen sofort gelten gemacht.
Der Grossteil der beanstandeten Kliniken stammt aus dem Kanton Bern, da dort der Geschäftsmittelpunkt der Kasse ist. Die Namen der Spitäler möchte Visana jedoch nicht nennen.

Wenn Visana sich dazu entscheidet das ­System auszubauen und andere Krankenkassen nachziehen, könnten jährlich zwei bis dreistellige Millionenbeträge eingetrieben werden.

Visana Krankenkasse

Krankenkassen Schweiz

Visana Krankenkasse

1996 wurde die Visana mit dem Inkrafttreten des neuen Krankenversicherungsgesetzes aus dem Zusammenschluss von den drei Kassen KKB, Grütli und Evidenzia gegründet.
Sana24 und Vivacar wurden 2006 als unabhängige Tochtergesellschaften gegründet. 2013 wurden Visana, Sana24 und Vivacare zusammengefasst. Sie laufen nun alle unter der Dachmarke Visana.
In Bern hat Visana einen Marktanteil von ca. 20 % und es sind ca. 7 % der Schweizer Bevölkerung bei der Kasse versichert. Visana hat als Versicherungsunternehmen und Arbeitgeberin einen guten Ruf der ihr vorauseilt.Bei den Privatkunden werden Krankenversicherung, Unfallversicherung, Sach- und Haftpflichtversicherung sowie Rechtsschutz angeboten.
Im Bereich der Firmenkunden bietet die Kasse Lohnausfallversicherung, Unfallversicherung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung, Absenzenmanagement und Case Management an.

Kennzahlen von Visana

  • 1,2 Millionen Versicherte (570’000 in der Grundversicherung)
  • 16’700 Firmen, öffentliche Institutionen und Verbände
  • 1’300 Angestellte
  • 130 Geschäftsstellen gesamtschweizerisch
  • Prämienvolumen von rund 3 Milliarden Schweizer Franken

Sanagate – Krankenkassenvergleich in 8 Kantonen

Krankenkasse Vergleich

Vergleich der Krankenkasse Sanagate!

Wo lässt es sich bei einem Wechsel von der Krankenkasse Sanagate auf eine andere Krankenkasse mit denselben Leistungen am besten sparen?
Verglichen wurden die Kantone Zürich, Bern, Neuchâtel, Lausanne, Chur, St. Gallen, Luzern und Basel. Berechnet wurden die Ergebnisse aufgrund des traditionellen Modells mit einer Franchise (Selbstbehalt) von 500.-. Ebenso ist zu erwähnen, dass sich die Resultate lediglich auf Personen ab 26 Jahre beziehen.

Bei einem Wechsel der Krankenkasse Sanagate ergibt sich in St. Gallen das kleinste Sparpotenzial, nämlich 222.- im Jahr. Dies bedeutet, dass man bei Sanagate bereits eine kleine Prämie im Vergleich zu anderen Kantonen bezahlt.

Bei einem Wechsel der Krankenkasse ergibt sich bei Neuchâtel ein Sparpotenzial von 412.80, bei Lausanne 781.20 und bei Luzern 499.20.In Chur kann man 724.80 pro Jahr sparen.

Zürich und Bern toppen die Kantone Neuchâtel, Lausanne und Chur sogar noch. In Zürich lässt sich bei einem Wechsel 1’024.80 und in Bern 1’017.60 sparen.

In Basel bezahlt man eine monatliche Prämie von 497.20, könnte bei einer anderen Krankenkasse die Leistungen bereits ab 395.60 erhalten. Daraus ergibt sich ein jährliches Sparpotenzial von 1’219.20. Aufgrund unserer Recherchen hat man somit in Basel die Möglichkeit am meisten zu sparen.

Wohnst du in einem anderen Kanton, welchen wir bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt haben? Kein Problem!

Gelange hier ganz einfach zu unserem Vergleichsrechner mit den Prämien von 2016!