Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland einführen

Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland im Gesetz verankern.

Krankenkassen wollen Behandlung im Ausland im Gesetz verankern.

Ausländische Dienstleistungen und Waren in Anspruch zu nehmen, ist für Schweizerinnen und Schweizer selbstverständlich. So wird zum Beispiel in Deutschland eingekauft, in England studiert oder importiertes Gemüse aus Portugal gegessen. Jedoch wenn es um die Gesundheit und Krankenkassen geht, sind für die Schweiz die Grenzen zum Ausland geschlossen. Dies soll geändert werden, ohne dass ein Krankenkassen Wechsel stattfinden muss.

Das Schweizer Gesetz schreibt vor, dass die Grundversicherung der Krankenkassen im Normalfall nur Leistungen zahlen darf, die in der Schweiz beansprucht wurden. Diese Regelung wird nun nochmals neu geprüft, nicht zuletzt auch aufgrund diverser Meinungsträger aus Politik und Wirtschaft, insbesondere seitens Versicherungsvertretungen. Die CSS Versicherung spricht sich beispielsweise für offene Grenzen im Gesundheitssystem aus. Dies soll tiefere Kosten und auch höhere Qualität bringen. Der Krankenkassenverband Santésuisse sowie Vertreter von Economiesuisse und der Preisüberwacher teilen dieselbe Meinung. Vor allem bei Medikamenten und Behandlungen, die im Ausland teils bedeutend tiefer sind macht es Sinn, dass die Krankenkassen die Kosten übernehmen, auch wenn es nicht gesetzeskonform ist. Auch spielen gemäss Experten Qualitätsgründe eine grosse Rolle, so sollen ausländische Kliniken, die in bestimmten Behandlungen spezialisierter und qualifizierter als die Schweiz sind, bevorzugt werden dürfen.

Gegenstimmen, wie beispielsweise der Spitalverbund, argumentieren, dass durch ein solches neues System die Löhne im Gesundheitswesen so enorm unter Druck geraten würden. So würden wahrscheinlich Löhne gekürzt und Stellen gestrichen werden.

Darf die Versicherung ihre Leistungen einstellen, wenn jemand pensioniert wird?

Krankenkasse Tipps

Darf die Unfallversicherung Leistungen einfach kürzen?

Frage
Im Jahr 1995 hatte ich beim Sport einen Unfall, bei dem eine Vene verletzt wurde. Seither muss ich ständig Kompressionsstrümpfe tragen und jährlich zur Kontrolle bei einem Spezialisten. Die Kosten dafür wurden bisher von der Unfallversicherung übernommen. Vor ein paar Monaten wurde ich pensioniert und kurze Zeit später erhielt ich ein Schreiben der Unfallversicherung, dass sie nicht mehr für die Kosten aufkommen wird, da keine Besserung zu erwarten ist. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die Unfallversicherung unbegrenz für meine Kosten betreffend des Unfalls aufkommen wird.
Muss ich den Entscheid der Versicherung akzeptieren oder kann ich diesen anfechten?

Antwort
Der Grund, wieso die Unfallversicherung die Leistungen gestrichen hat, liegt vor allem darin, dass du deine Erwerbstätigkeit aufgegeben hast.
Grundsätzlich hat eine Unfallversicherung für die Folgen eines Unfalls aufzukommen, solange eine Verbesserung der Beschwerden erwartet werden kann. Beim Gesundheitszustand geht es jedoch um die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit.
Die Unfallversicherung muss also in deinem Fall die Untersuchungen sowie Strümpfe solange bezahlen, solange sie davon ausgehen kann, dass so deine Arbeitsfähigkeit verbessert und erhalten wird.
Nun bist du hingegen pensioniert und die Arbeitsfähigkeit muss nicht mehr erhalten werden. Die Versicherung ist somit nicht mehr verpflichtet die Kosten zu übernehmen.

Mit der Pensionierung ändert sich die Zuständigkeit für die Übernahme der Kosten. Von nun an musst du dich bezüglich der Behandlungskosten an deine Krankenkasse weden, sie wird, sofern die Behandlungen medizinisch notwendig sind, für die Kosten aufkommen.
Beachte, dass dies auch für dich finanzielle Konsequenzen hat, denn du bist verpflichtet dich an den Kosten mit Franchise und Selbstbehalt zu beteiligen.

Wenn du jedoch bemerkst, dass sich deine Beschwerden verschlimmern und dies auf den Unfall zurückzuführen ist, dann kannst du dich wieder an die Unfallversicherung wenden. Diese ist dazu verpflichtet für Spätfolgen und Rückfälle aufzukommen, auch wenn du bereits pensioniert bist.

Krankenkasse – Prämienanstieg 2016 in Bern unter dem Durchschnitt

Krankenkasse - Prämienanstieg im Kanton Bern

Prämienanstieg im Kanton Bern

In Bern beträgt die Prämienerhöhung durchschnittlich 2.8 Prozent und ist somit deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt von 4 Prozent. Der Aufschlag liegt zum fünften Mal unter dem Mittelwert aller Kantone. Früher war dies nicht so. Zum Beispiel im Jahr 2010, da stiegen die Prämien plötzlich sprunghaft.
Nächstes Jahr haben sechs Kantone (Basel, Genf, Baselland, Jura, Neuenburg und Waadt) höhere Prämien als Bern.

Wie hat es der Kanton Bern geschafft, dass die Prämien seit Jahren relativ schwach steigen?
Es liegt vorallem daran, dass 2012 eine neue Spitalfinanzierung eingeführt wurde. Es wurde durch die neue Finanzierung dafür gesorgt, dass sich die Kantone an den Behandlungskosten der Privatspitäler bis zur Hälfte finanziell beteiligen müssen. Die Privatspitäler haben in Bern einen sehr hohen Marktanteil, weshalb die Änderung weitreichende Folgen hatte. Der Kanton war gezwungen Mehrkosten von ca. 250 Millionen zu übernehmen, welche im Gegenzug die Krankenkassen entlasteten. Die Steuerzahler wurde somit als Prämienzahler entlastet mussten jedoch mehr Steuern bezahlen.

Krankenkassen sollen weiterhin bei Alkoholvergiftung bezahlen

Krankenkasse Infos

Weiterhin Kostenübernahme der Krankenkasse bei Komatrinkern!

Wer aufgrund einer Alkoholvergiftung notfallmässig in der Ausnüchterungszelle oder im Spital landet, ist selbst schuld. Laut Bundesrat sollen die Kosten weiterhin von den Krankenkassen übernommen werden. Das Parlament ist jedoch dagegen und verlangt, dass die Komatrinker die Behandlungskosten selbst bezahlen. Der Bundesrat hat eine Vorlage aus dem Parlament abgelehnt, die dies ändern wollte.

Der Bundesrat gibt zwar zu, dass im Umgang mit Alkoholmissbrauch Probleme bestehen. Schätzungen ergeben, dass in der Schweiz ca. 250‘000 alkoholabhängige Menschen wohnen. Der Alokohlkonsum bringt soziale Probleme und kostet viel Geld. Das Universitätsspital in Basel rechnet mit ca. 1600 Franken pro Behandlung.

Der Bundesrat befürchtet, dass vorallem Jugendliche und Personen, welche in schwierigen finanziellen Verhältnissen leben, sich nicht behandeln lassen, da sie die Kosten nicht selber bezahlen können.