Kantone sollen unbezahlte Prämien begleichen

Die Kantone müssen unbezahle Prämien begleichen.

Wie schon in vorherigen Artikeln erwähnt, zahlen immer mehr Versicherte ihre Krankenkassen Prämien nicht, wobei im Jahr 2015 die Zahl der Nicht-Zahler um 20,4 Prozent angestiegen ist. Grund dafür sind die stetig steigenden Prämienkosten, die viele Versicherte nicht mehr bezahlen können, trotz der zahlreichen vergütenden Prämienverbilligungen.

Die Folge davon: Die Kantone müssen die fehlenden Prämiengelder begleichen; im Jahre 2015 waren dies rund 285 Millionen Franken an fehlenden Prämienkosten. Denn seit dem eingeführten Gesetz im Jahre 2012 müssen die Kantone 85% der unbezahlten Prämien begleichen. Die anderen 15 Prozent bleiben bei den Versicherern. Auch wenn dies im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart wurde, sind einige Kantone unzufrieden mit der Situation. Grund dafür ist eine Regelung die besagt, dass wenn die Krankenversicherer die ausstehenden Prämien von den Schuldnern erhalten haben, diese nur noch 50% an die Kantone zurücküberweisen muss. Dadurch entstehen den Kantonen Verluste, die sie nicht mehr eintreiben können. Aufgrund dessen verlangt beispielsweise der Kanton Thurgau eine Anpassung des Krankenversicherungsgesetz.

Bundesamt für Gesundheit prüft Krankenkassen

Das Bundesamt für Gesundheit geht gegen bestimmte Krankenkassen vor.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat sich für dieses Jahr vorgenommen, die Krankenversicherer zu überprüfen. Genauer gesagt geht es um die Marketing Massnahmen der Krankenkassen. Hauptziel ist es Krankenkassen, die Versicherte je nach Gesundheitsrisiko anders behandeln, aufzuspüren und gegen diese vorzugehen. Denn eine solche „Sonderbehandlung“, die nur zu Gunsten der Krankenkassen fällt, verstösst gegen das Gesetz welches besagt, dass in der obligatorischen Versicherung alle Versicherten gleich behandelt werden müssen.

So fordert das BAG Einblick in die Verträge. Betroffen sind rund ein Dutzend Krankenversicherer, bei denen bereits Unregelmässigkeiten festgestellt wurden, worauf das Bundesamt diese kontaktiert hat. Dabei hat das BAG die betreffenden Krankenkassen aufgefordert, die Mängel zu beheben. Nichtsdestotrotz waren bei  einer erneuten Prüfung immer noch dieselben Unregelmässigkeiten zu finden. Dabei handelt es sich beispielsweise um eine Methode, bei der einige Versicherer je nach „Risiko“ des Versicherten, nicht alle Varianten der Krankenkassen Grundversicherungen anbieten, worauf die Versicherten je nachdem einen Wechsel vornehmen müssen. Die Krankenkassen verfolgen diese „unerlaubte“ Methode um zu vermeiden, dass beispielsweise ältere Kunden mit einem höheren Kostenrisiko eine Versicherung abschliessen.

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Tipps für Patienten, die auf Hepatitis Medikamente angewiesen sind

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Tipps, welche Hepatitis-C-Erkrankten helfen!

In unserem letzten Artikel am Sonntag haben wir darüber berichtet, wie viele Hepatitis-C-Erkrankte auf Medikamente angewiesen sind, welche sie in der Schweiz nicht erhalten. Dabei geht es hauptsächlich um das Medikament Harvoni, welches das BAG nicht einführen will.

Hier gelangst du zum letzten Artikel!
Jetzt möchten wir die ein paar Tipps geben, wie du dich zu verhalten hast, wenn du davon betroffen bist:

  • Lass nicht locker! Wenn du das erste Mal von der Krankenkasse abgelehnt worden bist, dann stell einen Wiedererwägungsgesuch und reiche noch einmal alle detaillierten Unterlagen wie Ärzteeinschätzungen, Fotomaterial, etc. ein.
  • Verlange bei einer erneuten Ablehnung eine beschwerdepflichtige Verfügung. Die Kasse muss daraufhin eine schriftliche und detailierte Begründung liefern, wie sie zu diesem Entscheid gekommen sind.
  • Diese Verfügung kannst du dann verwenden, falls du vor Gericht den Entscheid anfechten willst. In gewissen Kantonen ist dieser Schritt sogar kostenlos.
  • Hepatitis-C-Patienten, die sich Medikamente in einem anderen Land besorgen wollen, sollten sich unbedingt vorher beraten lassen. Ebenfalls wichtig: Bevor du mit der Behandlung beginnst, musst du im Besitz der kompletten Therapiedosis sein.

Pharmaindustrie und Krankenkassen streiten über Medikamente

Krankenkassen News

Streit zwischen Krankenkassen und Pharmaindustrie!

Viele Kunden kaufen aufgrund der tieferen Preise ihre Medikamente im Ausland und wollen sich dann die Kosten der Krankenkassen rückerstatten lassen. Jedoch muss man da aufpassen, denn eigentlich dürfen Krankenkassen in solchen Fällen nichts rückerstatten. Gewisse tun dies trotzdem und dies ärgert die Pharmaindustrie. Es sei für die Versicherten und für die Versicherer günstiger.

Krankenkassen beizeichnen sich als kulant während der Pharmaverband von einem Rechtsbruch spricht. Die im Ausland gekauften, verschreibungspflichtigen Medikamente rückzuerstatten, ist aus Sicht von Interpharma gesetzeswidrig.

Tatsächlich ist es so, dass Krankenkassen die Medikamente nur dann bezahlen dürfen, wenn der Kunde während eines Auslandaufenthaltes auf ein Medikament angewiesen war.  Denn in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gilt das Territorialitätsprinzip (generell sagt es, dass alle Personen den Gesetzen des Staates unterworfen sind, auf dessen Territorium sie sich jeweils befinden).

Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weiss von den Verstössen der Krankenkassen und hat in gewissen Fällen interveniert. Das BAG hat die Kassen auf die Rechtslage aufmerksam gemacht und teilweise Weisungen, jedoch keine Bussen, erteilt.

Konkurs der Krankenkasse

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Was passiert beim Konkurs der Krankenkasse?

Frage: Was passiert, wenn meine Krankenkasse Konkurs geht?

Antwort: Wenn eine Krankenkasse in der Grundversicherung zahlungsunfähig ist, dann werden offenen Rechnungen über einen Insolvenzfonds beglichen. In diesen Fonds müssen alle Krankenkassen einzahlen. Jedoch braucht es viel, dass es dazu kommt, denn das Bundesamt für Gesundheit kontrolliert die Finanzen der Kassen regelmässig. Stellt man fest, dass die Prämien die Kosten nicht decken können, so ist es gut möglich, dass die Kasse die Prämien im Verlauf des Jahres erhöht.
Ausnahme: Zusatzversicherungen stehen unter der Kontrolle der Finanzmarktaufsicht.

Mehr Trisomie Bluttests seit Kostenübernahme der Krankenkasse

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Bluttest bei Schwangeren nehmen zu!

Seit Juli dieses Jahres übernehmen Krankenkassen neu unter bestimmten Bedingungen die Kosten für Bluttests bei Schwangeren, um herauszufinden, ob beim Fötus Trisomie 21, das sogenannte Down Syndrom vorliegt. „10 vor 10“ vom Schweizer Fernsehen hat nun herausgefunden, dass die Zahl dieser Untersuchungen seitdem deutlich gestiegen ist und Frauen vermehrt auf dieses Angebot zurückgreifen.

Es werden jedoch auch kritische Äusserungen laut, wie beispielsweise von Behindertenverbänden. Sie befürchten schon lange, dass der Druck auf Schwangere massiv zunehmen könnte. Um eventuelle Behinderungen zu verhindern, müssen Schwangere immer mehr Tests durchführen. Das Bundesamt für Gesundheit geht im Gegensatz davon aus, dass aufgrund der neuen Tests die Zahl invasiver Untersuchungen zurückgeht, da invasive Fruchtwasseruntersuchungen in einem Prozent der Fälle zu einer Fehlgeburt führen können.

Möchtest du mehr darüber erfahren? Gelange hier zum SRF Artikel inklusive Video!

Kunden erhalten als Rückerstattung für zu viel bezahlte Prämien kaum etwas

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Rückerstattung für zuviel bezahlte Krankenkassenprämien!

Das Parlament entschied letztes Jahr, dass zu viel bezahlte Krankenkassenprämien zurückbezahlt werden müssen. Daraufhin rieben sich Versicherte der Kantone Zürich, Thurgau, Tessin, Genf und Waadt die Hände. Gemäss Berechnungen waren rund 15 Jahre lang zu viele Prämien einbezahlt worden.

Bei vielen Schweizern lag in den letzten Tagen ein Schreiben mit der neuen Police im Briefkasten. Mit der Hoffnung eine Rückerstattung zu erhalten öffnen die Kunden den Brief. Im Schreiben ist jedoch ein Einmalzuschlag vermerkt in der Höhe von knapp 3 Franken monatlich. Rechnet man diesen Betrag auf ein Jahr so kann man feststellen, dass die Versicherten die Prämienkorrektur direkt selbst bezahlen.

Laut dem SRF Magazin „Espresso“ sind rund 20 Krankenkassen davon betroffen, denn bei diesen Kassen sollen die Reserven aufgebraucht sein.

Das Bundesamt für Gesundheit erklärt dieses Vorgehen als legitim. Es sei der Versicherung freigestellt, wie diese den Beitrag erhebt. Die einzige Hoffnung für die Versicherten scheint zu sein, dass es nächstes Jahr einen Ausgleich geben soll.

Die Rückerstattungen von Krankenkassen dauern durchschnittlich 10 Tage

Krankenkasse News

Rückerstattungsfrist der Krankenkassen!

Versicherte, welche die von ihnen in Anspruch genommenen medizinischen Leistungen im Voraus selbst bezahlen, erhalten die Rückerstattung von ihrer Krankenkasse in durchschnittlich zehn Tagen. Jedoch gibt es grosse Unterschiede zwischen einzelnen Krankenkassen, wie das Bundesamtes für Gesundheit ausgewertet hat.

Jemand der ambulante Behandlungen oder Therapien in Anspruch nimmt oder Medikamente in der Apotheke bezieht erhält meistens eine Rechnung. Diese bezahlt man selbst im Voraus. Die versicherte Person schickt nach der Bezahlung die Rechnung an ihren Krankenversicherer weiter und erhält nach einigen Tagen das Geld rückerstattet. Selbstbehalt sowieeine allfällig verbleibende Franchise werden abgezogen.

Für die Rückerstattungen sieht das Krankenversicherungsgesetz keine maximale Frist vor. Durchschnittlich lösen die Kassen die Rückerstattung zehn Tage nach Rechnungserhalt aus. Das BAG hat ermittelt, dass zwischen den verschiedenen Krankenkassen grosse Unterschiede bestehen.

Der Krankenversicherer Assura benötigte bei den Ermittlungen durchschnittlich über 30 Tage für die Rückerstattung. Nachdem das BAG die Assura informiert hat, hat diese mitgeteilt, dass sie die Rückerstattungsdauern noch dieses Jahr versuchen zu verkürzen.

Agilia Krankenkasse

Krankenkasse Schweiz

Agilia Krankenkasse

Die Grundversicherung Agilia ist seit dem 1. Januar 2015 in die Krankenkasse KPT-CPT integriert. Da gemäss Bundesamt für Gesundheit die Tochtergesellschaften Agilia und Publisana die Mindestanforderungen für die Finanzpolster nicht erfüllten, lösste die KPT-CPT die beiden Krankenkassen auf und integrierte sie in die KPT-CPT Krankenkasse.

Gelange hier zur KPT-CPT Krankenkasse!

 

 

CSS Krankenkasse

Krankenkasse Schweiz

CSS Krankenkasse

Die CSS Gruppe hat ihren Hauptsitz in Luzern und ist ein Versicherungskonzern in der Schweiz der sich auf Krankenversicherung spezialisiert hat. Die CSS hat rund 1,31 Millionen Versicherte in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und ist somit der grösste Grundversicherer schweizweit. Total hat die Unternehmung 1,78 Millionen Kunden, weist ein Prämienvolumen von 5,09 Milliarden im Jahr aus, beschäftigt um die 2’500 Mitarbeiter und verfügt in der Schweiz über 125 Agenturen.

1899 wurde die Kasse in St. Gallen als Selbsthilfeorganisation gegründet und 1914 vom Bund anerkannt. Die Verlegung des Hauptsitzes nach Luzern folgte 1919. 2003/2004 wurde die Verreinstruktur aufgegeben und eine nicht börsenkotierte Dachgesellschaft und Finanzholding gegründet.

Am 1. Januar 2008 wurde die Konkurrenzkrankenkasse Intras von der CSS übernommen und damit der Marktanteil um 5% gesteigert.

Die CSS Gruppe besteht aus folgenden sieben Gesellschaften: CSS Kranken-Versicherung AG, INTRAS Kranken-Versicherung AG, Arcosana AG, Auxilia Kranken-Versicherung AG und Sanagate AG. Von diesen Gesellschaften wird die obligatorische Krankenpflegeversicherung nach dem Krankenversicherungsgesetz KVG betrieben. Die Gesellschaften sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterstellt.